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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (962)

Zur Trauung begrüße ich ganz herzlich das Brautpaar, Herrn _____________ und Frau ________________, sowie die Angehörigen, Freunde und die Trauzeugen. Ihr habt gemeinsam das Aufgebot bestellt und damit bekanntgegeben, dass ihr miteinander die Ehe eingehen wollt. Nachdem alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, könnt ihr heute den Bund der Ehe schließen. Liebe ________, lieber __________! Man kann im Leben viele Dinge nicht selbst bestimmen oder auswählen. Aber den Menschen, den man heiratet, den sucht man sich in unserer Zeit und in unserer Welt selbst aus. Die Ehe an sich ist gesetzlich geregelt, aber die Gründe, warum man heiratet, sind zahlreich und unterschiedlich. Viele Menschen machen sich darüber Gedanken, warum 2 Menschen nicht nur so zusammenleben, sondern die Ehe schließen wollen. Dabei ist die Antwort eigentlich ganz einfach: Das Größte was ein Mensch erleben kann, ist jemanden an seiner Seite zu haben, bei dem man die notwendige Wärme, Nähe, Zärtlichkeit und Geborgenheit spüren kann. Ist dies der Fall, so kommt im Leben zweier Menschen immer der Augenblick, wo man von LIEBE spricht. Es ist ein kleines Wort, aber es drückt all die positive Energie aus, die wir zum Leben brauchen – die wir brauchen um glücklich zu sein. Euch beiden ist bewusst, dass diese Liebe nicht nur heute gelten soll, sondern besonders auch dann, wenn nicht immer alles so glatt läuft und die Liebe auf die Probe gestellt wird. Ich möchte euer zukünftiges Eheleben kurz mit einer REISE vergleichen, auf die ihr euch gemeinsam vorbereitet habt: Kein Mensch tritt eine Reise an, ohne dass er sich vorher darüber Gedanken macht. Es stehen viele Fragen offen: - Wohin soll die Reise gehen? - Was erwarte ich mir davon? - Was will ich entdecken? - Was muss ich mitnehmen? Auch wenn kein bestimmtes Ziel angestrebt wird, so soll doch die Richtung feststehen, in die ihr gemeinsam fahren wollt. So wie man seine Reisevorbereitungen trifft, so habt auch ihr euch Gedanken über euer zukünftiges Leben gemacht. Aber allein die Gedanken und die Träume über ein bestimmtes Ziel, bringen uns nicht weiter, wenn man nicht den 1. Schritt dazu macht. Ihr beide wagt heute den Schritt in die Ehe und somit habt ihr euch bereits auf den Weg gemacht. Als erste Station wird wohl das Glück angestrebt. Das Glück habt ihr aber nicht nur als fernes Ziel vor Augen, denn schon euer Kennernlernen und die Vorbereitung auf euren gemeinsamen Lebensweg waren schön und beglückend. Ihr sollt aber auch während und besonders am Ende einer jeden Etappe auf eine herrliche und gelungene Fahrt zurückblicken könne und euch auf eine weitere Strecke freuen. Auf eurer Reise werdet ihr sicher auch einige Hürden zu überwinden haben. Mit gegenseitigem Vertrauen und Rücksichtnahme werden euch auch diese gelingen und nicht aus der Bahn werfen. Als Wegzehrung für Durststrecken empfehle ich daher viel Durchhaltevermögen und vor allem viel guten Willen mitzunehmen. Dieser Proviant hat nämlich den unschätzbaren Vorteil, dass er sich vermehrt, statt weniger zu werden. Wenn ihr dies alles berücksichtigt, wird eure Ehe eine schöne und aufregende Reise werden. Eine Reise, auf der ihr Sonnenschein und Regen, Licht und Dunkelheit erleben werdet. Eine Reise, auf der ihr üppige und karge, friedliche und wilde, aufregende und langweilige Landschaften sehen werdet. Ich wünsche euch von ganzen Herzen, dass in euch nie der Gedanke aufkommen möge, ihr hättet diese Reise besser nie angetreten, sondern dass ihr am Ende sagen könnt: „Es war alles in allem eine schöne und wunderbare Reise und es wäre jammerschade, wenn wir uns nicht dazu entschlossen hätten!. Nun aber, liebes Brautpaar, kommen wir zum amtlichen Teil und ich darf euch bitten zur Willenserklärung aufzustehen: Ich frage dich, ______________, bist du bereit, mit ________________ die Ehe zu schließen, dann antworte mit ja. Ich frage auch dich, _____________, bist du bereit, mit ______________ die Ehe zu schließen, dann antworte auch du mit einem deutlichen JA. Nachdem ihr beiden in Anwesenheit eurer Trauzeugen meine Fragen mit „JA“ beantwortet habt, freut es mich aussprechen zu können, dass ihr nunmehr kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute seid. Zum äußeren Zeichen eurer Verbundenheit, ersuche ich euch, die Eheringe anzustecken. Zum Beweis, dass ihr heute hier geheiratet habt, ist euer Versprechen in das Ehebuch eingetragen worden: ....................... Darf ich das Ehepaar und die Trauzeugen bitten, das Ehebuch zu unterschreiben. Ich wünsche euch für den heutigen Tag und für eure gemeinsame Zukunft alles alles Gute und darf euch die Heiratsurkunden überreichen.
 
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