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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (84)
Sehr geehrters Brautpaar, geehrte Trauzeugen, Angehörige u. Freunde des Brautpaares, zur standesamtlichen Eheschließung darf ich euch alle hier im Trauungszimmer des Standesamtes recht herzlich begrüßen u. willkommen heißen. Besonders euch, verehrtes Brautpaar, da ihr euch beide ja heute einen besonderen Wunsch erfüllen möchtet. Ihr werdet in wenigen Minuten den Bund der Ehe schließen und ihr......
habt euch somit vorgenommen, in Zukunft euer Leben gemeinsam zu gestalten und euch heute einander das JA-Wort zu geben. Ein Wort, das sehr schnell ausgesprochen werden kann, unendlich viel bedeutet und, so hoffe ich, am Beginn einer langen u. glücklichen Verbindung steht. Sicherlich wird dieser bedeutsame Schritt von euch wohlüberlegt gegangen und ihr habt euch auf diesen Tag gefreut. Doch ihr wißt auch, daß nicht das Wort allein das Entscheidende ist, sondern die Überzeugung und der Wille, mit dem es gehalten wird. Ihr geht eine Verpflichtung ein und es wird von euch abhängen, wie ihr dieser nachkommt. Im Laufe eurer Ehe werden vielfältige Probleme auf euch zukommen u. ihr werdet vor Entscheidungen stehen. Eure Gemeinsamkeit wird Prüfungen ausgesetzt sein und ihr werdet Opfer bringen müssen. Euer berufliches Streben und die Erziehung eurer Kinder wird von euch sehr viel moralische Kraft verlangen. Diese Kraft muß von innen kommen und dieses Verantwortungsbewußtsein gegenüber eurer Familie wird von innen genährt.
Dieser wohlüberlegte Schritt, den ihr zusammen gehen wollt, wird euer Leben sicher nachhaltig verändern. Zwei verschiedene, selbständige Menschen-jeder mit seinen eigenen Vorstellungen, Wünschen u. Träumen-müssen nun eine gemeinsame Basis formen. Die Beziehung zweier Menschen ist daher nie etwas Fertiges, Abgeschlossenes oder Endgültiges; die Ehe sollte vielmehr eine gemeinsame Wachstumsmöglichkeit sein-eine wunderschöne und einmalige Herausforderung.
Die Ehe ist ein Ort, wo Menschen wachsen u. sich entfalten können, wo Menschen Fähigkeiten entdecken u. einander fördern können, wo Menschen in unserer oft kalten u. vielfach beziehungslosen Welt Wärme u. Geborgenheit finden, wenn jeder Partner sich bemüht, den Weg vom Ich zum Du und vom Du zum Wir zu gehen. Die Ehe ist die kleinste Gemeinschaft, die wir auf Erden haben. Diese winzige Zelle des Zusammenlebens ist die Energiequelle eures zukünftigen Lebens. Ihr werdet diese Zelle immer wieder durch miteinander erlebte, schöne Stunden aufladen und aus ihr die Fähigkeit schöpfen, sich in gegenseitiger Achtung und mit Verständnis zu begegnen. Ihr werdet gerüstet sein, den Anforderungen, die das tägliche Leben an euch stellen wird, zu trotzen und ihr werdet erkennen, wie sehr ein harmonisches Familienleben die Gestaltung eurer Zukunft beeinflußt. Wenn ihr eure Jugend u. Anpassungsfähigkeit (Reife u. Lebenserfahrung) dazu verwendet, wenn ihr einander Halt u. Stütze sein wollt, dann habt ihr den Sinn dieser alten und doch ewig neuen Gemeinschaft erfüllt, dann ist euer Leben erfaßt von dem Gedanken für den anderen, einem Gedanken, der in der Ehe seine herrrliche Bewährung feiert.
Zu meiner persönlichen Freude kann ich feststellen, daß eurer Eheschließung kein gesetzliches Hindernis entgegensteht und ich gerne bereit bin, euer JA-Wort entgegenzunehmen. Ich bitte deshalb das Brautpaar, die Trauzeugen und alle Gäste, sich von den Plätzen zu erheben. Ich frage dich NN, wenn du gewillt bist, mit deiner Braut NN, die Ehe zu schließen, dann antworte mir bitte mit einem deutlichen JA.
Ich frage auch dich NN, wenn du gewillt bist, mit deinem Bräutigam NN, die Ehe zu schließen, dann antworte mir bitte mit einem deutlichen JA.
Nachdem ihr meine Frage übereinstimmend bejaht habt, seid ihr nun rechtmäßig verbundene Eheleute.
Der Ring ist das Sinnbild des in sich Geschlossenen, der Einheit und der Treue und ich bitte euch, dies auch äußerlich zu bezeugen, indem ihr euch diese Ringe gegenseitig ansteckt.
Ich habe den Vorzug, dem Ehepaar als erster zu gratulieren und nehme dies aufrichtig und von ganzem Herzen wahr. Möge diese Stunde u. dieser Tag in eurer Erinnerung fortleben als der Beginn eines neuen Lebens, begleitet von Glück und Erfolg.
Zum Anlaß eurer Eheschließung wurde beim StA.NN unter der Nr....ein Ehebuch eröffnet, das ich jetzt auszugsweise vorlesen werde. Ich ersuche euch, mich auf evtl. Unrichtigkeiten aufmerksam zu machen, da später eine Berichtigung nur schwer möglich ist. Ich bitte nun das Brautpaar und die Trauzeugen, eure Unterschriften unter diesen Eintrag zu setzen.
Liebes Brautpaar, die Heiratsurkunden, die ich euch jetzt überreichen werde, mögen euch stets an euer heute gegebenes Eheversprechen und an eure zukünftigen Hochzeitstage erinnern. Auf diesem Weg möchte ich euch noch die Worte eines Dichters auf den gemeinsamen Lebensweg mitgeben: Glück zu haben ist Schicksals Gunst-glücklich zu sein ist Lebenskunst!
Ich wünsche euch noch einen angenehmen Verlauf eures Hochzeitstages und viel Glück für die Zukunft.

 
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