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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (972)

Ich begrüße Sie alle recht herzlich zu diesem besonderen Ereignis! Liebe Frau ……………………………….……., Lieber Herr………………………..………… Für viele Leute ist heute ein gewöhnlicher Samstag – für Sie beide wird es jedoch immer ein besonderer Tag bleiben. Nämlich der Tag, an dem Sie sich „getraut“ haben – „JA“ zu sagen. Dieses „JA“ ist heute nicht irgendeine Antwort, sondern hat eine ganz besondere Bedeutung. Denn mit diesem „JA“ sagen Sie „JA“ zu Ihrem gegenseitigen Vertrauen „JA“ zu Ihrer gegenseitigen Liebe Und vor allem sagen Sie „JA“ zu Ihrer gemeinsamen Zukunft!“ Sie begehen heute gemeinsam den ersten Schritt in einen neuen Lebensabschnitt: die EHE Ich bin bereits seit 7 Jahren verheiratet und für mich ist die Ehe wie eine gemeinsame Zugfahrt in eine ungewisse Zukunft. Der Treibstoff Ihrer Zugmaschine ist die Liebe und Zärtlichkeit zueinander. Die Schienen beschreiben das Leben miteinander. Auf dieser Fahrt werden Sie Berge und Täler bewältigen. Wichtig dabei ist zu erkennen, das nicht die gesteckten Ziele – sondern die Reise an sich das Abenteuer Ehe beschreibt. Dieses Abenteuer wird auch durch dunkle Tunnel führen. Nur durch grenzenloses Vertrauen werden Sie die Dunkelheit besiegen. An den Kreuzungen des Lebens sollen Entscheidungen getroffen werden. Um dabei dieselbe Richtung einzuschlagen, benötigt man vor allem Toleranz und Gesprächsbereitschaft. Um große Schluchten zu überwinden werden Sie Brücken bauen. Diese werden durch ihre Gefühle zueinander stabil genug sein, um allen Hindernissen zu trotzen. Sollten Sie zu schnell werden, ziehen Sie ruhig die Notbremse. Nur um gemeinsam inne zu halten und die schönen Momente des Lebens richtig zu genießen. Auf dieser Zugfahrt wünsche ich Ihnen möglichst viele wunderbare Momente und von ganzem Herzen alles Glück auf Erden. Ich habe die Ehre Sie am Anfang Ihrer Reise ein kleines Stück zu begleiten. Dazu möchte ich Ihnen ein Gedicht ans Herz legen. Es geht um die Kunst zu lieben Einander nahe zu sein – ohne sich nahe zu treten sich täglich sehen – ohne alltäglich zu werden eins sein und doch zwei bleiben sich auseinander zu setzen – und sich wieder zusammensetzen Hand in Hand Seite an Seite Herz an Herz in guten wie in schlechten Tagen. Ich komme nun zum gesetzlichen Teil, aus einem ich und aus einem du soll nun ein wir werden und ich bitte das Brautpaar (und die Trauzeugen) dazu aufzustehen. Ich frage Sie Frau……………….……………… wollen Sie die Ehe mit Herrn………………………………….eingehen, dann antworten Sie mit Ja Ich frage auch Sie Herr …………..………………..wollen Sie die Ehe mit Frau………………………………eingehen, dann antworten Sie mit Ja Nachdem Sie nun vor (Ihren Zeugen oder mir) erklärt haben, die Ehe miteinander einzugehen, freut es mich aussprechen zu dürfen, dass Sie von nun an rechtmäßig verbundene Eheleute sind. Rudi Weiß sagte beim Betrachten seiner Eheringe: Manchmal ringen miteinander, manchmal gering schätzen, manchmal um den Finger wickeln. Niemals aber aneinander ein Ende finden. Mit diesen Worten bitte ich Sie zum sichtbaren Zeichen Ihrer gemeinsamen Verbundenheit nun die Ringe anzustecken. Sie dürfen die Braut jetzt küssen. Nehmen sie Platz. Anlässlich Ihrer Hochzeit wurde im Ehebuch unseres Standesamtes ein neuer Eintrag angelegt, den ich Ihnen nun auszugsweise vorlesen möchte: ……………. Nun bitte ich die Braut, den Bräutigam und die Zeugen nacheinander zu mir. Sie haben nun die Ehe geschlossen. Das klingt wie abgeschlossen, fertig, da braucht man nichts mehr dazu beitragen. Meiner Meinung nach, ist es genau umgekehrt. Jeder sollte ständig an seiner Partnerschaft arbeiten und immer etwas dazu beitragen. Nur dann können Sie Ihre Persönlichkeit weiterentwickeln und keiner von Ihnen wird sich durch die Ehe eingeschränkt fühlen. Also wäre es richtiger zu sagen, Sie haben Ihre Ehe heute eröffnet. 8 Liebe scheint uns geschenkt zu werden, sie allerdings zu erhalten ist wohl die schwerste, aber auch die schönste Aufgabe die wir erfüllen können. Am Beginn einer Beziehung ist es nicht schwierig, wenn aber der Alltag in das Eheleben Einzug gehalten hat, dann ist es wichtig die Gefühle dem anderen gegenüber immer wieder zum Ausdruck zu bringen. Wenn Ihnen das gelingt, dann werden Sie auch noch in vielen Jahren zueinander sagen können: Keiner liebt dich so wie ich und nicht Keiner liebt dich, wieso ich. Zum Abschluss noch ein paar Worte auf Ihrem gemeinsamen Weg: In der idealen Ehe haben Mann und Frau ohne Ihre Individualität aufzugeben eines gelernt, was die Völker untereinander anscheinend nie lernen werden: Die Kunst Kompromisse zu schließen. Als Ihre Standesbeamtin habe ich nur noch die Aufgabe, die Heiratsurkunde zu überreichen und Ihnen als erstes recht herzlich zu Gratulieren.
 
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