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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (974)

Liebes Brautpaar, werte Trauzeugen, liebe Hochzeitsgäste, ich begrüße Sie recht herzlich im Standesamt von .... Ich freue mich, das ich die Standesbeamtin sein darf, die Ihnen heute das „JA“ Wort abnimmt und dass ich Sie ein kurzes Stück aus Ihrem bisherigen Leben hinaus in ein neues Leben als Eheleute begleiten darf. Auf unserem wunderbaren Planeten, der Erde, gibt es unzählige Bäume, Sträucher, Seen, Berge und Wege. Sie, liebes Brautpaar, trafen auf Ihren unterschiedlichen Lebenswegen eines Tages aufeinander. War es Schicksal – Vorbestimmung – ein Zufall – ein Glücksfall? Es war an einem Freitag dem 13, auf den Tag genau vor 3 Jahren. Und da es 2011 nur diesen einen Freitag den 13. gibt, wählten Sie ihn zu ihrem Hochzeitstag. Nun mag der eine oder andere abergläubig sein und die Zahl 13 für eine mystische Zahl halten, für Sie liebes Brautpaar ist es eine Glückszahl. Wenn Sie sich heute zurückerinnern an die ersten Tage Ihrer Beziehung, dann war das damals etwas sehr Spannendes, etwas Faszinierendes. Sie lernten sich zum ...... an einem Freitag, dem 13. Juni kennen. Der andere ist einem besonders aufgefallen. Vielleicht waren es die Augen, die so ein ganz bestimmtes Lächeln ausstrahlten. Vielleicht war es die Stimme, die gleich zu Anfang so vertraut klang. Oder es waren alle Details zusammen, die dem anderen so eine anziehende Ausstrahlung gaben. Sie haben sich gegenseitig gefallen, aber noch vieles war unausgesprochen. Sie waren verliebt, aber wusste das auch schon der andere? Sie haben sich zueinander hingezogen gefühlt und den Wunsch verspürt, viel Zeit gemeinsam zu verbringen und viel vom anderen zu erfahren. Ihre Neugierde war geweckt, und deshalb haben sie keine Zeit verschenkt und sind sehr schnell hier in Steinbach-Hallenberg zusammengezogen. Sie entdeckten einander: Ihre Eigenschaften, Vorlieben und Hobbys, ganz besonders eine Vorliebe für eine gemeinsame Musikrichtung, die Hardrock-Musik. Aus der anfänglichen Faszination ist Zuneigung, ja Liebe gewachsen. Sie wissen, dass Sie sich aufeinander verlassen können, jeder für den anderen da ist, wenn er ihn braucht. Aber Sie haben natürlich auch unterschiedliche Interessen und gegensätzliche Eigenschaften gefunden. Doch Sie haben beide die notwendige Toleranz mitgebracht, um die Eigenheiten des anderen zu akzeptieren. Sie haben verstanden, dass man alle Eigenschaften sehen muss, um die Einzigartigkeit eines Menschen zu erkennen, und dass gerade die Unterschiede zwischen Ihnen beiden Ihre Beziehung spannend und interessant gestalten. Die Liebe sorgt am Anfang einer Beziehung für das berühmte Kribbeln im Bauch, sie schenkt ein Gefühl der Geborgenheit, und sie entwickelt sich im Lauf der Jahre zu einer Empfindung tiefer Zusammengehörigkeit. Die Liebe gibt beiden die Gewissheit, stets füreinander da zu sein. Wer sich liebt, ist bereit, in allen Phasen des Lebens zueinander zu halten sowie Freude und Leid miteinander zu teilen. In ihrem Herzen haben Sie wohl schon früher zueinander „Ja“ gesagt, „Ja“ gesagt, einen gemeinsamen Lebensweg zu gehen. Heute soll er offiziell werden. Doch wie soll er aussehen, der gemeinsame Lebensweg? Gibt es ein Rezept dafür? Was machen Sie aus Ihrer Ehe? Beziehungen sind harte Arbeit. Eine Möbelgemeinschaft ist keine Ehe. Sie haben Ihre Eltern, Verwandte und gute Freunde an Ihrer Seite, die Ihnen helfen werden, wenn Sie mal nicht mehr weiter wissen. Hier können Sie sich Rat und Hilfe holen, wie sie es sicher schon manches Mal getan haben. Ich darf im Namen des Brautpaares Ihnen allen, vor allem den Eltern, deshalb herzlich dafür danken. Sammeln Sie in der Ehe nicht Jahre mit Gewohnheiten und Langeweile, sondern sammeln Sie Verständnis füreinander. Versuchen Sie nicht nur durch Ihre Augen zu sehen, durch Ihre Ohren zu hören, durch Ihre Seele zu fühlen, sondern durch die Augen des anderen zu sehen, durch die Ohren des anderen zu hören, durch die Seele des anderen zu fühlen. Dann werden Sie immer füreinander Verständnis haben. Es sind nicht die großen Taten, die Sie fürs Leben zusammenschweißen, sondern mehr die unscheinbaren Gesten. In einem Gedicht von Wiebke Herich* kommt das auch zum Ausdruck: Nur einen Augenblick Zeit haben für ein Gespräch für einen Händedruck für ein Lächeln Nur einen Augenblick Zeit haben für den anderen für seine Gedanken für seine Ängste für seine Freude. Diese kleinen Augenblicke Zeit halten Ihre Beziehung immer lebendig, lassen die Faszination füreinander bis ins hohe Alter überdauern. Ich wünsche Ihnen, dass Sie alles, was Ihnen im Leben widerfährt, gemeinsam bewältigen und dass es viele Stunden des Glücks gibt, die Sie gemeinsam genießen können ...

 
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