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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (982)

Liebe ist wie wandern, wer die Gipfel besteigen will, muss auch die Täler durch-wandern ! Unter diesem Motto begrüße ich euch alle sehr herzlich hier im Standesamt (Ort) zur Trauung von Petra und Georg. Es ist für mich immer wieder eine erfreuliche und schöne Stunde, wenn sich zwei Menschen für einen gemeinsamen Lebensweg entscheiden und dieses Miteinander auch amtlich besiegeln. Liebes Brautpaar, liebe Petra, lieber Georg, das Leben bekommt erst dann Inhalt und Sinn, wenn der Mensch eine Aufgabe hat, für die er lebt. Es gibt keine, die für ihn so schön und so beglückend ist, wie für einen lieben Menschen zu leben, für ihn zu arbeiten und für ihn zu sorgen. Eure Zuneigung füreinander hat schon vor mehreren Jahren begonnen. Aus Zuneigung ist Liebe geworden. Nach einiger Zeit der gegenseitigen Prüfung habt ihr euch Entschlossen, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, den Lebensabschnitt der Ehe. Ihr seid heute zum Standesamt gekommen, um ein Fest einzuleiten – nämlich eure Eheschließung. Ihr möchtet nun gemeinsam durchs Leben „wandern“. Für eine Wanderung muss man sich gut vorbereiten, man kauft eine Wanderkarte, legt ein Ziel fest, sorgt für gutes Schuhwerk und auch ohne Gepäck geht es nicht. Ihr habt euch für eure gemeinsame Wanderung durchs Leben gut vorbereitet, habt euch als Ziel gesetzt, gemeinsam alt zu werden. Das Schuhwerk ist das Fundament, dem man Vertrauen und Verlässlichkeit schenkt. Der Rucksack ist voll bepackt mit Liebe, Treue, Respekt, Achtung und Verständnis für einander. Aber auch der Regenschutz darf nicht vergessen werden. Regen, Gewitter, Wind und manchmal auch Stürme können bei jeder Wanderung ganz plötzlich auftreten. Diese Hochs und Tiefs werden durchaus auch in eurem Leben nicht ausbleiben. Hier werdet ihr gefordert sein, durch Gespräche und Zusammenhalt an eurer wunderbaren Basis als Bergkameraden festzuhalten. Eine kurze Erholungspause an einem schönen Platzerl. Momente zu zweit schaffen, sich Zeit nehmen für „den einen Menschen“, damit sich die Liebe weiterentwickelt, wächst und schließlich die Tiefe Vertrautheit entsteht. Die Außenwelt ist weit weg und beeinflusst keinesfalls diesen einen Moment zu zweit. Diese Augenblicke können bei allen anderen gemeinsamen Unternehmungen erlebt werden. Wichtig ist nur das Gefühl der Verbundenheit, welches dabei entsteht. Auf einer Wanderung gibt es viel Neues zu entdecken, nie weiß man, welche Überraschung hinter einer Abzweigung steckt: Vielleicht ein unglaublich schöner freier Blick, vielleicht ein erschrockenes Wild, vielleicht führt der Weg aber auch steil bergauf oder bergab. Öffnet die Augen, um die kleinen Wunder des Lebens zu erkennen. Farben werden leuchtender, Gerüche intensiver und Kleinigkeiten bekommen Bedeutung. Und wo ist unser Ziel? Haben wir es aus den Augen verloren, ist es uns noch wichtig? Wir sind nicht allein unterwegs, Menschen stehen hinter uns, sie wollen das gleiche Ziel erreichen. So wie auch eure Freunde, die euch ein Gefühl der Zusammengehörigkeit schenken. Freundschaften müssen gepflegt werden, sie erfordern auch euren Einsatz. Auch eure Ehe kann zu einer wunderschönen und wichtigen Entdeckungsreise werden. Lasst euch ein auf diese Abenteuerreise eines gemeinsamen Lebens. Seid offen für einander und lasst euch fallen im Vertrauen darauf, dass der eine den anderen auffängt. Ich schenke euch das Jausenbrett´l, für eine gemeinsame Stärkung an einem eurer Lieblingsplatzerl, vielleicht das nächste Mal ja wieder auf der „(Name des Gipfels)“. („Jausenbrett´l hergeben…) Ihr wollt nun heute die Ehe eingehen, mit der besten Absicht ein guter Ehemann und eine gute Ehefrau zu werden, mit dem besten Vorsatz, für einander immer liebevoll zu sorgen, was immer euch auch bevorstehen mag und mit dem guten Willen, einander glücklich zu machen. Vergesst aber nicht, dass das dauerhafte Glück niemals erzwungen werden kann, sondern abhängig ist, von der eigenen Anstrengung und dem freien Willen, das DU und ICH voranzustellen. Da wir nun zum Höhepunkt der Trauung kommen, bitte ich nun das Brautpaar und die drei Trauzeugen sich von den Stühlen zu erheben. Ich frage dich, Herr (Familienname) Georg Werner, ist es dein freier und eigener Wille mit deiner hier anwesenden Verlobten, Frau Magistra der Philosophie (Familienname) Petra, die Ehe einzugehen, dann antworte bitte mit einem deutlichen „Ja“! Nun frage ich dich, Frau Magistra der Philosophie (Familienname) Petra, ist es auch dein freier und eigener Wille mit deinem hier anwesenden Verlobten, Herrn (Familienname) Georg Werner, die Ehe einzugehen, dann antworte auch du bitte mit einem deutlichen „Ja“! Ihr habt nun nach den Vorschriften des Gesetzes die Ehe geschlossen und seit hiermit rechtmäßig verbundene Eheleute. Ringe sind auch heute noch das schönste äußere Symbol der Zusammengehörigkeit. Ich bitte euch nun, die Eheringe gegenseitig anzustecken. (Ringwechsel…) Auch der Moment für einen Hochzeitskuss soll nicht zu kurz kommen! Euer Versprechen in einer Lebensgemeinschaft leben zu wollen, ist im Zentralen Personenstandsregister eingetragen worden. Ich bitte das neuvermählte Paar und die drei Trauzeugen eure Unterschrift auf die Niederschrift der Eheschließung zu setzen. (unterschreiben…) Liebes Ehepaar (Familienname), liebe Petra, lieber Georg ! Zum Wichtigsten das man einander schenken kann, zählt die Zeit. Ich wünsche euch, dass ihr beide Zeit füreinander habt, Zeit, in der ihr gemeinsam etwas unternehmt, Pläne schmieden und eure Ehe genießen könnt. Zum Abschluss bleibt mir nichts anderes mehr übrig, als euch für euer zukünftiges Eheleben nur noch alles Gute zu wünschen und vor allem noch viele schöne Momente, hier bei uns in (Ort). (Trauungsmappe mit Heiratsurkunden hergeben…)
 
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