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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: Sehr geehrte Frau , sehr geehrter Herr ……, ich darf Sie sowie Ihre (Trauzeugen), Familienmitglieder und Freunde recht herzlich hier im Trauzimmer unseres Rathauses begrüßen. Ich möchte mich gerne vorstellen: mein Name ist Max Mustermann und ich hoffe, dass ich ein wenig dazu beitragen kann, dass Ihnen der heutige Tag noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird. Wir sind zusammengekommen, um einen ganz besonderen Augenblick in Ihrer beider Leben mitzuerleben. Sie beide wollen heute hier die Ehe schließen. Es freut mich, dass Sie sich entschieden haben hier im Trauzimmer unseres Rathauses in Musterort zu heiraten und ich heute die Möglichkeit habe Sie ein kurzes Stück aus Ihrem bisherigen Leben hinaus in ein neues als Eheleute zu begleiten. Der heutige Tag ist ein ganz besonderer, gewiss einer der wichtigsten in Ihrem Leben. In den letzten Wochen mussten Sie vieles organisieren und planen, und haben sich bestimmt die größte Mühe gegeben, damit Ihr Hochzeitstag Ihnen immer in schöner Erinnerung bleiben wird. Liebes Brautpaar, Bevor wir nun gleich zum offiziellen Teil der Trauung übergehen und Sie sich das Ja-Wort geben, muss ich noch die Namenserklärung von Ihnen entgegennehmen. Die namensrechtliche Frage haben Sie mit den Kollegen im Standesamt geklärt. Sie haben sich für den Ehenamen „……“ entschieden, Sie haben den Familiennamen des Mannes als gemeinsamen Ehenamen bestimmt. Jetzt muss ich Sie vor der Eheschließung fragen, ob dies auch heute noch Ihr Wunsch ist. Haben sich seit der Anmeldung Änderungen ergeben? Liebes Brautpaar, Es ist immer ein Glück, wenn sich zwei Menschen finden und einander so gut verstehen, dass sie zusammen bleiben wollen. Deshalb soll Ihr Hochzeitstag heute ein Festtag werden. Ein Tag, an dem Sie sich so richtig wohl fühlen und glücklich sind. Sie beide wollen mit Ihrer Eheschließung heute bekunden, dass Sie nie mehr ohne ihren Partner sein wollen. Ich weiß nicht, wie und wo Sie sich kennen gelernt haben, ich weiß auch nicht was es ist, was Sie aneinander so lieben. Sie bewahren dieses Wissen in ihrem Herzen und haben damit den heutigen Entschluss gefasst. Dieser, ihr Entschluss hat sie heute zu mir geführt, damit ich ihrem Beisammensein die rechtliche Kraft verleihen kann. Es ist sehr schön zu wissen, dass der Partner der an ihrer Seite sitzt mit ihnen durch dick und dünn gehen will. Es ist vor allem aber sehr schön zu wissen, dass es diesen Partner überhaupt gibt, denn die Suche nach einem Partner fürs Leben ist auch in der heutigen Zeit nicht gerade einfacher geworden. Sie haben sich gegenseitig gefallen. Sie haben einander bestimmt viel erzählt und haben gemeinsame Erlebnisse. Sie haben Ihre gemeinsamen Interessen ausgelotet und festgestellt: wir passen zueinander. In Ihrer Kennenlernphase sind Sie bestimmt auch auf Ihre Verschiedenheiten gestoßen. Sie haben erfahren, dass Ihr Partner über manches ganz anders denkt als Sie. Gespräche sind da notwendig, um Kompromisse zu finden oder auf andere Weise mit den Verschiedenheiten klar zu kommen. Jeder muss sich ein Stück weit dem anderen anpassen und auf ihn eingehen. Doch Ihre Zuneigung macht es möglich, sich für den anderen zu öffnen, für den Partner da zu sein, wenn er Sie braucht. Aus dieser Zuneigung wächst Liebe. Diese Liebe stellt die Basis für die heutige Eheschließung dar. Sie wollen die Zukunft Seite an Seite meistern. Der Start ins Eheleben ist in erster Linie ein freudiges Ereignis, ein Fest für alle Beteiligten, aber es liegt auch ein Quäntchen Ernst in diesem Tag. Dieses Gedicht von Jörg Zink[1], das ich Ihnen vortragen möchte, spricht die ernste Seite an: Mancher sagt: Glück kommt allein durch die Liebe. Glücklich ist nur, wer geliebt ist. Das ist nicht falsch. Aber es ist nur ein Teil der Wahrheit. Der Geliebte muss ein Liebender sein, und er muss wissen, wie sich überall im Leben das Gesetz der Spiegelungen wiederholt: Man kann nicht das Glück suchen und dabei das Glück anderer verletzen. Man kann nicht die Quelle des Glücks irgendwo draußen suchen und sich, wo man selbst eine Quelle sein soll, den anderen geizig zeigen. Die Liebe wird uns so viel geben an Leben und Glück, wie wir lieben. Aber was ist eigentlich Glück? Manchmal sagt man, was ein Glück. Glück gehabt, sagt man zu vielen verschiedenen Sachen. Glück gehabt, dass die Sonne scheint. Glück gehabt, dass das Auto beim 3. Startversuch doch noch angesprungen ist. Was ein Glück, das ich Dich kennen gelernt habe. 80 Millionen Menschen gibt es in Deutschland. 6 Milliarden auf der ganzen Welt. Und wir haben uns gefunden. Manchmal muss man den für sich bestimmten Partner länger suchen, manchmal trifft man ihn schon im Kindergarten. Was ein Glück, das ich den richtigen gefunden habe, können Sie da sagen. Den mit dem ich mein Leben verbringen möchte. Glück ist auch, wenn man etwas schön findet, wenn etwas einen erfreut, man froh ist. Nach Glück sehnen wir uns alle, und zu den Bereichen, von denen wir uns Glück erhoffen, gehört vor allem die Partnerschaft in der Ehe. Der Theologe Albert Schweitzer, sagte einmal: Das Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. Wenn man andere an seinem Glück teilhaben lässt, gibt man also nichts weg, sondern man bekommt etwas hinzu: Man wird glücklicher. Wer selber glücklich ist, möchte dem anderen etwas von seinem Glück abgeben. Er möchte ihn glücklich sehen, ihn glücklich machen, und ist auch selber glücklich, wenn ihm das gelingt. Wenn zwei sich gemeinsam freuen, erleben sie dieses Gefühl viel intensiver. Das Glück erfährt also eine Steigerung, wenn wir den anderen daran teilhaben lassen oder wenn wir es gemeinsam empfinden. Geteilte Freude ist doppelte Freude heißt es deshalb so treffend in einem Sprichwort. Dieses Sprichwort beginnt, wie Sie sicher wissen, mit einem anderen, ähnlich paradox klingenden Ausspruch, nämlich: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Hier geht es nun darum, dass etwas weniger wird, wenn man es teilt. Und auch dies trifft vor allem zu, wenn zwei Menschen eng miteinander verbunden sind. Denn wenn jemand Kummer teilt, Sorgen oder Probleme mit einem durchsteht, oder wenn zwei Menschen schwierige Zeiten zusammen durchleben, dann ist das Leid leichter zu ertragen. Die enge Verbindung zu einem anderen Menschen ist also eine Lebensform, die das Leben leichter machen kann. Denn gemeinsam lässt sich mit Problemen und Konflikten viel besser fertig werden, und gemeinsam erlebt jeder die schönen Seiten des Lebens viel intensiver. Und beides, die dunklen wie die hellen Zeiten, hält das Leben nun mal für einen bereit. So wie jeder erwarten darf, dass die Liebe ihm schöne Stunden schenkt, so muss jeder auch damit rechnen, dass im Leben nicht immer alles glatt läuft. Und dann ist es immer gut, nicht allein dazustehen. Jeder hat mehr vom Leben, wenn er es mit einem anderen teilt. Wenn er jemanden hat, mit dem er die Sorgen und Freuden des Lebens teilen kann. Wir gewinnen an Lebensqualität, wenn wir nicht allein dastehen, sondern unser Leben mit jemandem zusammen verbringen, den wir lieben. Denn beim anderen finden wir Verständnis sowie Rückhalt und Unterstützung, und das Zusammenleben mit dem Menschen, den man liebt und dem man vertraut, gewährt Glück und Zufriedenheit. Beinahe jeder Mensch stellt sich irgendwann die Frage: Wo ist die Liebe zu finden? Diese Frage haben Sie sich sicher auch gestellt. Sie Beide haben nicht lange nachgefragt, was die Liebe ist? Sie handelten ganz automatisch richtig. Sie hörten auf Ihre innere Stimme. Die Liebe braucht auch keine großen Worte, denn sobald man sie gefunden hat, ist man sich sicher, dass man am Ziel seiner Suche ist. Sie sind nun am Ziel Ihrer Suche angekommen, und nun ist es an der Zeit, dass Ihr glückliches Eheleben beginnen können. Darum bitte ich Sie, liebes Brautpaar, (und Ihre Trauzeugen) sich mit mir von Ihren Plätzen zu erheben. Trauformel RINGE (?) K U S S (?) Gratulation! Über Ihre soeben erfolgte Eheschließung ist ein Protokoll vorbereitet worden, dass anschließend von Ihnen, (Ihren Trauzeugen) und mir zu unterschreiben ist. Ich verlese nun das Protokoll. Liebes Ehepaar ….., Mit der erfolgten Unterschrift des Protokolls ist die standesamtliche Trauung abgeschlossen. Die Bereitschaft, Ihr Leben von nun an gemeinsam zu gehen, haben Sie beide heute mit Ihrem JA-Wort bekundet. Sie beide wollen Ihre Zukunft gemeinsam verbringen, das haben Sie sich heute hier versprochen. Die wahre Liebe und das Verständnis für den anderen, soll sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten. Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich und wünsche Ihnen beiden, dass Sie in Ihrem gemeinsamen Leben und in Ihrer Ehe das Glück finden werden und Ihnen dieser Tag als einer der schönsten im Gedächtnis bleibt. Schließlich wünsche ich Ihnen, dass Ihr gemeinsamer Lebensweg so verläuft wie Sie es sich wünschen und erträumen. Dazu wünsche Ihnen von Herzen ganz viel Glück
 
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