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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (999)

Liebes Brautpaar, liebe Trauzeugen, sehr geehrte Hochzeitsgäste! Ich darf euch zur heutigen standesamtlichen Trauung recht herzlich begrüßen. Liebes Brautpaar, liebe Sabrina, lieber Markus! Das Leben bekommt erst dann Sinn und Inhalt, wenn der Mensch eine Aufgabe hat, für die er lebt. Es gibt keine, die für ihn so schön ist, wie für einen Menschen zu leben und für ihn zu sorgen. Ihr beide habt einander für das Leben gefunden und die Stunde ist gekommen, die über eure weitere Zukunft entscheidet. Mit Eurem JA-Wort vertraut Ihr einander Euer Lebensglück an und begründet die innigste Gemeinschaft, die zwischen 2 Menschen möglich ist. Die Zeit des gegenseitigen Kennenlernens wird nun abgelöst, durch ein noch verantwortungsvolleres Zusammenleben in einer ehelichen Gemeinschaft. In Eurem bisherigen Leben habt Ihr schon manche wichtige Entscheidungen getroffen oder mitgestaltet, die Euren Lebensweg mehr oder weniger maßgeblich beeinflusst haben. Heute aber steht Ihr an einem besonders wichtigen Wendepunkt, denn das JA-Wort mit dem Ihr Euch in Kürze das Zusammenleben in einer Ehe verpflichten werdet, bedeutet für Euch Beide den Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Ihr habt Beide das Gefühl füreinander bestimmt zu sein und seid der Überzeugung in Eurem gemeinsamen Leben glücklich zu werden. Vergesst aber nicht, dass das dauerhafte Glück niemals erzwungen werden kann, sondern abhängig ist von der eigenen Anstrengung und dem freien Willen, dass DU dem ICH voranzustellen. Neben vielen frohen Stunden werden auch trübe Tage kommen. Aber gerade dann, wenn diese Stürme in Euer Leben kommen, muss sich Eure Liebe zeigen, müsst Ihr einander Halt und Stütze sein. Lasst Euch in solchen Situationen immer nur von einem guten Herzen, von Liebe und Güte leiten, ertragt die Fehler des anderen mit Geduld und mit der Einsicht, dass Ihr selbst ja auch nicht ohne Fehler seid. Bewahrt Euch ein unerschütterliches Vertrauen zueinander und die Achtung voreinander, bemüht Euch ehrlich, den anderen zu verstehen. Vertrauen ist die Basis des ehelichen Zusammenlebens. Sympathie hat Euch zusammengeführt, Liebe hat Euren Entschluss bewirkt, zu heiraten. Tradition und Überlegung veranlassen Euch heute, den Bund Eurer Gefühle rechtlich zu bestätigen und zu untermauern. Das wichtigste Element dieser Entwicklung ist jedoch die Liebe, aber gerade sie ist auch am leichtesten verletzbar. Erkennt, dass Liebe sowohl ein Geschenk als auch das Ergebnis eigener Anstrengungen ist. Denn einerseits fordert sie von uns und andererseits beschenkt sie uns. Sie fordert von uns dass wir freundlich, rücksichtsvoll, aufmerksam, diszipliniert und mutig sind. Sie unterweist uns in der Kunst menschlich zu sein. Wenn wir jemanden lieben, machen wir oft den Fehler anzunehmen, dass unser Partner dies ohne ein besonderes Verhalten unsererseits weiß und fühlt. Die Erfahrung des Gefühls, geliebt zu werden, wächst jedoch aus einer Vielzahl von besonderen Handlungen und Hilfestellungen. Zeigt Euch immer wieder, wie viel Ihr einander Wert seid, dass Ihr Euch gegenseitig braucht, dass Ihr zusammenhaltet und den gemeinsamen Lebensweg gehen wollt. Haltet daher zueinander, lasst Euer Vertrauen und die gegenseitige Liebe wachsen, um den Keil der Unzufriedenheit, der sich sehr rasch in eine Beziehung drängen kann, erst gar nicht entstehen zu lassen. Mein Wunsch für Euch Beide ist, dass Ihr so wie in dieser Stunde, ein Herz und eine Seele, bleibt, lebt nicht neben-, sondern immer nur für- und miteinander. Vergesst nicht, dass all Euer Tun und Lassen das Glück eures Lebens bestimmt und beeinflusst. Ihr wisst nicht, was Euch die ungewisse Zukunft bringen und das gemeinsame Leben in seinem Verlauf von Euch fordern wird. Ich wünsche Euch beiden, dass Euer Partner immer den wertvollsten Menschen in Euch sieht und dass Ihr Euch gegenseitig die nötige Freiheit, die gegenseitige Achtung und Zuneigung erarbeitet, damit Euer Leben in Gemeinsamkeit schön und erfolgreich wird. Ich wünsche Euch von Herzen, dass Eurer gemeinsames Eheleben so wird, wie Ihr es Euch heute in euren Wünschen und Träumen vorstellt. Ich frage nun dich, Markus Huber, ist es dein freier und fester Entschluss, mit der hier anwesenden Sabrina Maier den Bund der Ehe zu schließen, dann antworte bitte mit einem deutlichen JA! Nun frage ich auch dich, Sabrina Maier, ist es auch dein freier und fester Entschluss, mit dem hier anwesenden Markus Huber den Bund der Ehe zu schließen, dann antworte auch du bitte mit einem deutlichen JA! Da Ihr beide meine Frage mit „JA“ beantwortet habt, ist nun Euer Ehebund geschlossen und Ihr seid von nun an rechtmäßig verbundene Eheleute. Ihr tragt von heute an den gemeinsamen Familiennamen: Huber Die Ringe, die Ihr nun tauschen werdet, sind Sinnbild des in sich geschlossen, der Einheit und der Treue. Sie sind nach außen hin das Zeichen eurer Liebe und Treue. Darf ich Euch nun bitten, zum äußern Zeichen Euer Verbundenheit die Ringe zu tauschen. Euer gegenseitiges Versprechen wurde in einer Niederschrift gemäß dem Personenstandsgesetz 2013 beim Standesamt …………………. eingetragen. Diesen bitte ich Euch nun zu unterschreiben. Liebe Sabrina, hier darfst du das erste Mal mit deinem neuen Familiennamen unterschreiben. Bevor ich die Trauung schließen und euch die Heiratsurkunde überreichen darf, möchte ich Euch noch ein Zitat von Bertold Brecht mit auf Eurem Eheleben, das Heute und hier beginnt, mitgeben: Gemeinsam alles tragen: Die Freude und den Schmerz. Gemeinsam alles wagen: Das bindet Herz an Herz. So sollt ihr vorwärts schauen Und so schaut ihr zurück: Aus liebenden Vertrauen Erwächst beständiges Glück In diesem Sinne schließe ich nun die Trauung, erinnert Euch immer wieder gerne an euren Hochzeitstag und an Euer gegenseitiges Versprechen. Zum Abschluss darf ich euch noch die Heiratsurkunde überreichen und euch als Erste gratulieren.

 
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