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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (1.006)

Liebes Brautpaar, lieber Marcel, werte Trauzeugen, sehr geehrte Hochzeitsgäste, ich darf Sie heute im Standesamt ……………. herzlich willkommen heißen. Frau Musterfrau, Herr Mustermann, heute ist der Tag, an dem Sie sich Ihr „Jawort“ geben. Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, die geben uns den Halt im Leben. Diesen Satz hat einmal die Dichterin Marie von Ebner-Eschenbach geschrieben. Ich finde, dass er ein schönes Bild für die Ehe ist. Und nicht nur für die Ehe, sondern auch für die Familie. Es gibt in diesem Satz eine Stelle, an der man unwillkürlich aufhorchen muss. Die Stelle überrascht, weil der Satz auf einmal ganz anders weitergeht, als er angefangen hat. Die Menschen denen wir eine Stütze sind, so fängt er an. Jeder erwartet dann eigentlich eine Fortsetzung wie: denen geben wir Halt im Leben. Aber Marie von Ebner Eschenbach formulierte es genau umgekehrt. Sie sagte: Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, die geben UNS den Halt im Leben. Und damit hat sie ein schönes Bild für die Ehe gefunden. Denn es zeigt, dass in einer Beziehung zwischen zwei Menschen nichts einseitig ist. Halt geben und Halt bekommen ist eins. Jeder Partner schenkt dem anderen etwas von sich und wird von diesem in gleichem Maße wieder beschenkt. Der Satz ist auch deshalb ein so schönes Bild, weil er das anspricht, was eine Ehe und eine Familie so wertvoll macht: Die Familienmitglieder stehen zueinander und sind füreinander da, sie geben sich gegenseitig Wärme, Kraft und Geborgenheit. Wenn die Menschen, die zusammengehören, sich auf diese Weise gegenseitig eine Stütze sind, dann ist die Familie der Ort, an dem sich jeder wohl fühlt und zu Hause ist. Natürlich muss ein Paar nicht verheiratet sein, um eine glückliche Beziehung zu führen. Und es muss auch nicht verheiratet sein um seinen Kindern ein Heim mit Geborgenheit und Wärme zu schenken. Viele Paare heiraten heutzutage nicht mehr. Und viele harmonische Familien haben mit traditionellen Familienstrukturen nicht mehr viel gemein. Auch Sie, Frau Musterfrau und Herr Mustermann kennen sich schon seit längerem und werden bald ein gemeinsames Kind haben. Mit Marcel zusammen sind sie schon eine Familie. Und dass Sie eine glückliche Familie sind, zeigt Ihr Wunsch, zu heiraten und damit die schon bestehenden Familienstrukturen unter den Schutz des Gesetzes zu stellen. Sie haben sich ganz bewusst dazu entschieden zu heiraten. Dafür hatten Sie wahrscheinlich eine Reihe von Gründen. Vielleicht hat es ebenfalls eine Rolle gespielt, dass die Ehe auch heute noch einen hohen symbolischen Wert hat. Wenn ein Mann und eine Frau heiraten, dann haben sie sich nicht nur füreinander entschieden – sie bekräftigen und bestätigen diese Entscheidung auch vor allen Verwandten, Bekannten, Freunden, den Trauzeugen und vor der Gesellschaft. In der Trauungszeremonie bringen Sie öffentlich zum Ausdruck, dass Sie „JA“ sagen. Für zwei Menschen, die sich lieben, ist die Trauung das gegenseitige Versprechen, auch in Zukunft füreinander da zu sein und Zusammenzuhalten, sich auch in Zukunft zu achten und zu schätzen. Und dieses Versprechen gilt in Ihrem Fall nicht nur für Sie als Ehepaar sondern Frau Musterfrau und Herr Mustermannc, zeigen Sie, dass Sie als Familie aneinander festhalten wollen. Frau Musterfrau und Herr Mustermann, für die Ehe, die Sie nun eingehen werden, wünsche ich Ihnen alles Gute. Um Ihre Ehe nun zu schließen, bitte ich Sie und die Trauzeugen, sich von Ihren Plätzen zu erheben. Ich frage Sie nun einzeln und nacheinander: Gospodine Stepanovic Predrag, želite li vi sa ovde nazoćnom gospodjom Musterfrau, bez utjecaja i dobrovol j no pred nazoćnim kumovima stupiti u brak, onda odgovorite sa DA. Herr Mustermann, Wollen Sie mit der hier anwesenden Frau Musterfrau, unbeeinflusst und aus freiem Willen vor den anwesenden Trauzeugen die Ehe schließen, so antworten Sie mit JA. Frau Musterfrau , wollen Sie mit dem hier anwesenden Herrn Mustermann, unbeeinflusst und aus freiem Willen vor den anwesenden Trauzeugen die Ehe schließen, so antworten Sie mit JA. Nachdem Sie beide vor mir und den Trauzeugen erklärt haben, die Ehe miteinander eingehen zu wollen, erkläre ich Sie hiermit kraft Gesetzes für rechtmäßig verbundene Eheleute. Ich bitte Sie, jetzt gegenseitig zum äußeren Zeichen Ihres Eheversprechens, die Ringe anzustecken. Sie sollen Sie an das heutige Versprechen erinnern und Ihre Verbundenheit den Mitmenschen zeigen. Über Ihr Versprechen, nunmehr in einer Ehe leben zu wollen, wurde eine Niederschrift bei der Gemeinde …… aufgenommen. Ich bitte Sie BEIDE und die Trauzeugen diese Niederschrift nun zu unterfertigen. Somit ist der offizielle Teil der Eheschließung beendet. Es bleibt mir nur Ihnen alles Liebe und Gute und noch viele gemeinsame, glückliche Jahre zu wünschen.
 
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