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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (1.018)

Liebes Brautpaar, sehr geehrte Tauzeugen, werte Hochzeitsgäste! Ich darf Sie, als Standesbeamte der Gemeinde ….. , anlässlich der Trauungsfeier des Brautpaares ………………………….. herzlich begrüßen und willkommen heißen. Es freut mich ganz besonders, dass ihr das Standesamt …………. gewählt habt, um euren Festtag zu begehen; ich somit die Gelegenheit wahrnehmen darf, an Eurer Trauungsfeier mitzuwirken. Jeder Mensch ist auf der Suche nach einem passenden Menschen, einem Partner, der einen als ganze Persönlichkeit annimmt, der viele Bilder von einem sieht, und nicht nur eine Momentaufnahme, der einen unterstützt und reifen lässt, Zuneigung und Achtung entgegenbringt. Heute seid ihr glücklich am Ende Eurer Suche, ihr steht aber auch am Anfang einer großen Herausforderung. Nach dem ABGB ist die Ehe ein Vertrag, ein Versprechen vor dem Standesbeamten, in dem Sich die Ehepartner zur ehelichen Gemeinschaft und Partnerschaft, zum gemeinsamen Wohnen, zur Treue, zur anständigen Begegnung und zum gegenseitigen Beistand verpflichten. Die Ehe als solche ist sicher auch heute noch eines der größten Abenteuer, auf die sich wir Menschen einlassen können. Denn für das Gelingen einer Ehe gibt es nun eben mal keine Garantien und Patentrezepte. Auch wenn für Euch die Zukunft im Moment recht rosig erscheinen mag, wird doch immer ein ständiges „An-Sich-Arbeiten“ und auch eine gewisse Kompromissbereitschaft notwendig sein, um letztendlich eine dauerhafte Beziehung zu formen. Gerade in Eurer Gemeinschaft solltet Ihr Euch bemühen, dass Eure Ehe, eine Heimat der Geborgenheit, Sicherheit und menschlichen Wärme ist und vor allem bleibt. Wichtig wird es sein Rücksicht aufeinander zu nehmen, Kompromisse einzugehen, dabei aber nicht auf das eigene „Ich“ zu verzichten. Friedrich Nietzsche hat einmal dem Sinn nach geschrieben, man solle sich die Frage stellen, ob man glaube, sich gerade mit diesem Partner bis ins hohe Alter gut unterhalten zu können. Ist nicht das Gespräch der wichtigste Baustein in dem Projekt „Ehe“. Wichtig wird es auch einmal später sein, dem Partner zuzuhören, aufgeschlossen seine kleinen Sorgen und Nöte mit ihm teilen, das Interesse hoch zu halten. Der deutsche Schriftsteller und Publizist Walter Dirks meint: Ein einzelner Mensch kann nicht die Welt tragen, aber miteinander können wir uns ein Stückchen weiter helfen. Helft euch einander auf Eurem gemeinsamen Weg in eine hoffentlich glückliche Zukunft. Denn in einem harmonischen, von Wärme und Vertrauen geprägten Miteinander werden Eure Wünsche und Erwartungen in Erfüllung gehen. Mit gegenseitigem Respekt und mit Ehrfurcht vor der Freiheit des Partners werdet Ihr euren gemeinsamen Weg machen. Ihr habt euch nun hier versammelt, um nach den Vorschriften des Gesetzes die Ehe zu schließen, Ihr gebt Euch das Eheversprechen öffentlich und unter Zeugen. Mit dem JA-Wort schließt ihr die Ehe und erfüllt damit die staatliche Eheschließungsform. Dieses kleine Wörtchen JA gehört zu jenen Wörtern, die Ihr schon sehr oft gebraucht habt und gewiss wurden damit schon viele Fragen beantwortet, wichtige und weniger wichtige. Heute ist es für Euch ein besonderes Wort, das Euer Leben bestimmt. Dieses Wort schließt aber auch das Bekenntnis ein - JA, ich will mit Dir leben, JA, dich nehme ich an mit all deinen Stärken und Schwächen, mit deiner Sonne und mit deinem Schatten. Zum Konsensgespräch bitte ich nun das Brautpaar und die Trauzeugen sich von den Plätzen zu erheben. Und so ist es für mich persönlich eine ganz besondere Ehre und Freude, an euch die Frage zu stellen, eine Frage, die Ihr mit den Lippen beantwortet, die Ihr aber mit dem Herzen und dem Willen zum gemeinsamen Leben wahrmachen müsst. Ich frage nun Dich …… als Bräutigam, bist du gewillt, mit deiner Braut …….. die Ehe zu schließen, dann antworte bitte mit einem deutlichen JA. Und nun frage ich Dich ……. bist auch du gewillt, mit deinem Bräutigam ………. die Ehe einzugehen, dann antworte auch du bitte mit einem deutlichen JA, Als äußeres Zeichen Eures Versprechens steckt Euch nun die Eheringe an ! Nach den Vorschriften des Gesetzes habt ihr nun die Ehe geschlossen. Ihr seid Mann und Frau geworden. Es freut mich aussprechen zu dürfen, dass ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid, mit allen Rechten und Pflichten. Für Euch, und für jedermann, dass ihr hier und heute nach gesetzlicher Vorschrift geheiratet habt, wurde euer Versprechen in das Familienbuch eingetragen. Die Urkunde hierüber werde ich verlesen und im Anschluss daran bitte ich zu unterschreiben. Heiratsurkunde verlesen Durch Euer Ja-Wort seid Ihr Mann und Frau. Es freut mich, dass ich als erste euch als Ehepaar begrüßen und euch alles Gute für die Zukunft und recht viel Glück für euren gemeinsamen Lebensweg wünschen darf. Erhaltet Euch eure Fröhlichkeit, euren Humor und Geselligkeit, mögen diese Tugenden, die in euch verwurzelt sind, euch auch über so manch schattigen Tag hinweghelfen; Bleibt euch immer bewusst, dass ihr mit dem JA-Wort die Verantwortung für das Glück des anderen übernommen habt und bewahrt euch die Achtung voreinander, das Vertrauen zueinander, vor allem aber den guten Willen, einander glücklich zu machen. Im Leben wiederholt sich nichts. Und erscheint euch dieses Eheversprechen, das ihr euch vorher gegeben habt, vielleicht nur als Formsache, so ist die Ehe weder menschlich noch rechtlich die Fortsetzung einer früheren Gemeinschaft, sondern der Beginn einer neuen.

 
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