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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: 1.022
Liebes Brautpaar, sehr geehrte Trauzeugen und Hochtzeitsgäste Ich darf Sie alle recht herzlich willkommen heißen heute an diesem herrlich heißen Sommertag hier im Trauungssaal der Marktgemeinde Wallsee-Sindelburg. Eine Trachtenhochzeit ist eine ganz besondere Weise den schönsten Tag im Leben zu feiern. Das traditionelle Dirndl, der Trachtenanzug, die Lederhose - haben sich im Laufe der letzten Jahre viele Bereiche des Lebens zurückerobert und sich zu einem gesellschaftsfähigen Dresscode entwickelt. Gar nicht so selten ist es heutzutage, dass eine Hochzeitseinladung ins Haus flattert, auf der zu lesen ist: Trachtenhochzeit – oder wir heiraten in Tracht. Wenn man Sie liebe Fr. Schönauer in diesem wunderschönen Brautdirndl, und sie Herr Pausch in ihrem Trachtenanzug betrachtet und sich in ihre Gefühle und in ihre Romantik hineinversetzt, dann kann man nachvollziehen dass es um mehr geht als nur den Dresscode, der die Trachtenhochzeit rein optisch zu dem macht, was sie ist. Geleitet von Innerlichkeit und Zweisamkeit und Liebe möchten sie als Brautpaar dem Augenblick Dauer verleihen und das auf eine sehr romantisch-bodenständige Art und Weise. Sie beide, liebes Brautpaar wollen sich heute ganz offiziell das „Ja Wort“ geben. Dieses kurze Wort, in diesem Raum zweimal ausgesprochen – macht aus einem Liebespaar ein Ehepaar. Dazu passend habe ich ein Gedicht gefunden: Das Gedicht heißt „Ja“ von Jochen Mariss: Lieben heißt: von ganzem Herzen Ja sagen zu einem anderen Menschen ein „Ja“ so groß, dass auch ein paar kleinere „Neins“ darin Platz finden, so mutig, dass auch die Angst ihm nichts anhaben kann, so verständnisvoll, dass selbst das Unverständliche darin Platz findet, so feierlich, dass sogar das Alltägliche ein kleines Fest wird, so klar, dass selbst der Zweifel ihm nicht schaden kann, so vertraut, dass auch fremdes und neues darin Einlass finden können Sie beide haben sich kennen gelernt, schätzen gelernt und leben bereits in ihrem Haus mit Ihren Kindern Mia und Finn zusammen. Und wollen nun auch vor dem Gesetz als Paar, als Familie gelten. Mit der Entscheidung sich zu trauen festigen Sie das Band der Liebe und Sie versprechen sich, all die kleinen und großen Freuden und Sorgen des Familienlebens miteinander zu teilen. Von heute an tragen sie als Ehepartner alles gemeinsam, Glück und Freude, aber auch die weniger angenehmen Dinge, die einem im Laufe eines Lebens begegnen. Genauso wie rund ums Haus , im Haus, und auch im Garten genügend Arbeit und Reparaturen notwendig sind so bedeutet auch eine glückliche Zweisamkeit ständige Arbeit. Arbeit an sich und an der Beziehung. Diese Werkzeuge dafür sind: • Das Vertrauen zueinander • Die Zuneigung zueinander • Annerkennung und Respekt den Sie sich gegenseitig schenken • Und manchmal auch das Vergeben können • Und Vor allem die Liebe – Das Band der Liebe ist immer da, es hängt einfach in der Luft unsichtbar – und manchmal wird etwas strapaziert. Die Erfüllung einer Ehe sind die in ihr aufwachsenden Kinder, erst sie machen die Familie aus und bedürfen einer harmonischen Entwicklung und Bildung. Ihre Kinder wollen erst groß werden, dazu brauchen Sie ihre ganze Liebe und Fürsorge. Die Liebe die sie geben kommt auch wieder zu ihnen zurück. Die Freude an den Kindern, aber auch die Sorge um ihre Kinder bindet sie als Ehepartner noch enger aneinander. An der gemeinsamen Bewältigung von Aufgaben wächst eine Beziehung, und das Band gewinnt wieder an Festigkeit sei es nun in der Paarbeziehung oder der Eltern Kind Beziehung. Zu zweit macht es einfach mehr Spaß, schöne Momente zu erleben, und zu zweit fällt es leichter, schwierige Phasen zu überwinden. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit steht es hoch im Kurs, eine feste Bindung einzugehen. Zum Alltag und zum Berufsleben braucht man ein Gegengewicht, ein bisschen Stabilität, einen Ort wo man hingehört. Dieser Ort ist die Familie. Die Verantwortung für einen Partner, Kinder und ein zuhause zu haben, rückt andere Werte in den Vordergrund. Zusammenhalt und Verlässlichkeit stehen jetzt ganz hoch im Kurs - Sie werden Verantwortung übernehmen , jeder für sich, für Ihre Ehe, und für die Kinder. Diese Verantwortung ist keine einfache, leichte Sache. Aber sie ist wertvoll und ein festes Band, das eine Ehe auch in Krisenzeiten zusammenhält. Bei all der Verantwortung, gönnen sich sich Ruhezeiten, Zeiten der Besinnung miteinander aber auch jeder für sich. Denn wie wir alle wissen: In der Ruhe, liegt die Kraft. Man unterschätzt oft den Stress, den das Familienleben mitsich bringt. Nur wer in sich selbst gefestigt ist, ist ein guter Weggefährte für seinen Partner und für seine Familie. Konsensgespräch: Ich bitte Sie, liebes Brautpaar - und die Trauzeugen jetzt aufzustehen. Einem alten, aber sehr schönen Brauch zu Folge, bitte ich sie nun als Symbol Ihrer Liebe , die mitgebrachten Eheringe anzustecken. Ringwechsel Sie haben nun ein Band geknüpft und ich wünsche Ihnen das es Ihnen gelingt die Stille zu finden, um das Band der Liebe zu spüren, denn man kann es nicht greifen und auch nicht halten, nur mit dem Herzen ist es zu berühren. Und nun noch zum bürokratischen Teil. VORLESEN Ehebuch Wege entstehen, wenn wir sie gehen. In diesem Sinne gratuliere ich Ihnen ganz herzlich zu Ihrem persönlichen Weg . Ich darf Ihnen die Heiratsurkunden überreichen und wünsche Ihnen noch einen wunderschönen Tag im Kreise Ihrer Familien und alles Gute!

 
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