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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (1.023)

Liebes Brautpaar, liebe Gäste, ich darf Sie herzlich hier im Trauzimmer der Stadt …………….. begrüßen. Heute ist für alle ein besonderer Tag, denn eine Eheschließung ist nichts Alltägliches, sondern etwas zum Feiern, und ich als Ihre Standesbeamtin werde heute feststellen und beurkunden, dass Sie mit Ihrem Jawort rechtlich verbundene Ehegatten sind. Bevor ich zu dieser Frage komme, möchte ich mich Ihnen und Ihren Gästen kurz vorstellen und noch ein paar Worte an Sie beide richten. Mein Name ist………………….., ich wohne und lebe in der Nachbargemeinde…………., bin Verwaltungsfachangestellte und Standesbeamtin der Stadt………….. Ich freue mich sehr, dass ich heute Ihre Trauung vollziehen darf. Eine Eheschließung ist neben den sonstigen Aufgaben, die ich zu erfüllen habe, etwas ganz Besonderes für mich. Sie bestätigen sich, vor denen die Ihnen wichtig sind, dass Sie den Rest ihres Lebens miteinander verbringen wollen. Ihre zukünftige Ehe ist wie ein Buch. Bücher begleiten uns auch ein Leben lang. Im Moment sind die Seiten Ihres Ehe-Buches noch unbeschrieben und leer. Doch diese werden sich rasch füllen, Tag für Tag, denn, für Sie beide, soll es ja eine unendliche Geschichte werden. Den Buchtitel werden Sie selbst wählen. Vielleicht können Sie Ratschläge bei Freunden oder der Familie holen. Doch ganz gleich, welchen Titel Sie sich auch aussuchen werden, dieses Buch wird ganz allein von Ihnen beiden handeln, nämlich von Ihrer Liebe, Ehe, Abenteuer und Erfahrungen. Die Einleitung zu diesem einzigartigen Buch ist bereits vorhanden. Sie beschreibt Ihr Kennenlernen. Sie hatten den Mut auf Ihr Herz zu hören und haben Nägel mit Köpfen gemacht – Sie sind ein Paar geworden. Mit einer ganzen Menge an Fragen mussten Sie sich schon auseinander setzen wie z.B. Sollen wir wirklich heiraten? Welchen Namen werden wir dann tragen? In welchem Rahmen sollen wir feiern? Und vermutlich noch einige Fragen mehr. In diesem Augenblick beginnt der Hauptteil Ihres Buches mit dem ersten Kapitel. Dieses Kapitel wird von der heutigen Trauung berichten, von der Vorfreude darauf und der anschließenden Feier. Weitere Kapitel werden folgen und Seite für Seite werden Sie beide zukünftig füllen. Jede Seite wird was anderes berichten, denn jeder Tag in Ihrem Eheleben bringt neue, freudige doch manchmal auch traurige oder schwierige Ereignisse mit sich. Die meisten Seiten werden Sie auch gemeinsam schreiben; Immer wieder werden Sie sich gegenseitig verständigen müssen, denn nicht immer bewerten Sie die Ereignisse in ihrer Ehe gleich wie Ihr Partner. Es werden bestimmt auch mal Korrekturen vorgenommen. Denn manchmal erscheint etwas scheinbar unwichtiges, dann auf einmal in einem ganz anderen Licht. Wie in jedem Buch und Roman bilden sich im Verlauf der Erzählungen auch die Charaktere der handelnden Personen immer schärfer heraus. Die jeweilige Eigenart der Person wird greifbar. Man lernt den Partner immer wieder neu kennen. In dem Buch „Der kleine Prinz“ sagt der Fuchs zu dem Prinzen: „Du darfst nicht vergessen, Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ So möchte ich Ihnen heute auch nur eines ans Herz legen: Vergessen Sie einfach nie, was Sie hier heute versprechen denn, Sie Beide sind nun zeitlebens hierfür verantwortlich. Sie sagen heute ja zueinander und dieses ja, ist in meinen Augen immer noch etwas ganz besonderes, nicht einfach nur ein Rechtsakt, denn mit diesem ja sagen Sie doch eigentlich: Ich möchte dich für den Rest meines Lebens an meiner Seite haben und will keinen Tag mehr ohne dich leben müssen. Somit ist dieses einfache Ja, doch immer noch eine der schönsten Liebeserklärungen die sich ein Paar machen kann. Liebes Brautpaar, ich hoffe und wünsche mir, dass sich Ihre Erwartungen und Vorstellungen von der Ehe erfüllen werden und Sie ihr gemeinsames Buch wirklich zu einer unendlichen Geschichte machen. Um Ihre Ehe nun zu schließen, bitte ich Sie und Ihre Trauzeugen, sich von Ihren Plätzen zu erheben. Nun frage ich Sie, Herr, wollen Sie mit der hier anwesenden Frau die Ehe schließen, so antworten Sie mit \"Ja\". Und möchten Sie Frau, mit dem hier anwesenden Herrn die Ehe schließen, so antworten Sie mit \"Ja\". Da Sie beide meine Frage übereinstimmend mit \"Ja\" beantwortet haben, darf ich Sie nun kraft Gesetzes zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten erklären.

 
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