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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (1.033)

Liebes Brautpaar Geschätzte Trauzeugen und Hochzeitsgäste Ich darf Sie herzlich willkommen heissen hier in … im Zivilstandsamt. Wir haben uns zu einem ganz besonderen Ereignis versammelt, nämlich zur Eheschliessung von Ihnen Frau................ mit Ihnen Herrn ................. Sich persönlich vorstellen / evtl. Dolmetscher erwähnen Vor einiger/kurzer Zeit haben Sie das Vorbereitungsverfahren für Ihre Eheschliessung eingeleitet. Und jetzt ist der wichtige und Moment da. Bevor wir zum offiziellen Teil Ihrer Trauung kommen, möchte ich noch ein paar Gedanken an Sie richten. Sicher erwarten Sie von mir nicht, dass ich Ihnen über Sinn und Zweck der Ehe referiere oder Ihnen gar Ratschläge für Ihr gemeinsames Leben mitgebe. Vielmehr will ich Ihrer Trauung einen persönlichen Rahmen geben, damit Sie sich gerne daran zurückerinnern. An den Anfang stelle ich ein kurzes Zitat. Ich weiss nicht, wer es geschrieben hat. Aber ich denke, es wird Ihnen auch so ganz gut in Erinnerung bleiben. Es sagt: Verheiratet sein ist nicht nötig, glücklich verheiratet sein ist nötig. Hinter diesen Zeilen steckt viel Wahrheit. Heute kommt es nicht darauf an, dass Sie von mir das Familienausweis bekommen, das die neue Rechtsstellung von Ihnen beiden in der Gesellschaft belegt, sondern es kommt auf Ihr zukünftiges Zusammenleben an. Der Entschluss, zu heiraten, muss reifen. Irgendwann einmal haben Sie sich kennengelernt, später dann das Gefühl bekommen, diesen Sie das andere Sie gerne an Ihrer Seite haben möchten und jetzt wollen Sie sich fest binden. Sie wollen nicht (mehr länger) nur als Lebenspartner oder Lebenspartnerin gelten, sondern als Ehepaar. Das beweist auch Aussenstehenden, dass Sie (tiefe) Gefühle füreinander empfinden. Sie schlagen mit der Eheschliessung einen Weg ein, der doch nur möglich ist; • wenn man sich (richtig) gern hat, • wenn man das Gefühl hat, zusammenzugehören, • wenn man die Zukunft gemeinsam planen und verwirklichen will Der Staat schützt durch verschiedene Gesetze die Ehe. Er gibt dieser Lebensform auch den Vorzug. Doch für Ihr persönliches Glück kann dies nur zweitrangig sein. Glück, das Sie in Ihrer Ehe erfahren, hängt nicht von staatlichen Regelungen ab, sondern oft von Kleinigkeiten und von gemeinsamen Erlebnissen. Das gemeinsame Glück zu erfahren, das wünscht sich sicher nicht nur das Brautpaar heute, das wünschen wir uns doch alle. Mit einem lieben Partner/einer lieben Partnerin an der Seite ist es leichter dieses Glück zu finden. Über das Glück hat Jörg Zink ein Gedicht geschrieben. (Es ist in dem Gedichtband «Wo das Glück entspringt» erschienen.) Seine Zeilen, die ich Ihnen nun vortragen will, sind in der «Du»-Form verfasst. Ich möchte, dass Sie das Gefühl haben, dass das andere Ihnen nun dieses Glück wünscht, das in den folgenden Zeilen beschrieben ist. Ich wünsche dir Glück. Was sollte ich dir Besseres wünschen können? Es ist wichtig, dass du glücklich bist. Ein glücklicher Mensch ist schöner, er ist freundlicher, gütiger. Er ist einverstanden mit sich und seinem Geschick. Es geht mehr Frieden von ihm aus und mehr Weisheit. Es ist wichtig, dass wir glücklich sind. Aber wo sind die Quellen des Glücks? Das müsste man wissen. Denn es ist nicht leicht, es zu finden, und manchmal sieht es anders aus, als wir es uns ausmalen. Ich wünsche dir aber, dass du es findest. In Zukunft werden Sie gemeinsam als Ehepaar durchs Leben gehen, verbringen sehr viel Zeit miteinander. Sie wissen aus eigener Erfahrung, dass die glücklichen Gefühle Ihnen nicht einfach so zufliegen werden, doch miteinander können Sie Ihr Glück finden. Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Partnerschaft sehr viele glückliche Zeiten hat und auch Ihre Hochzeit so ein glücklicher Moment ist, an den Sie sich gerne zurückerinnern. Wir kommen jetzt zum wichtigsten und wahrscheinlich auch zum bekanntesten Teil der Trauungszeremonie, zum eigentlichen Trauakt. Als Trauzeugen haben Sie Frau........ und Herr ........... mitgebracht. Die beiden Trauzeugen werden die Eheschliessung bezeugen. Zur Einleitung mache ich Sie auf die gesetzlichen Regelungen zur Ehe im Schweiz. Zivilgesetzbuch aufmerksam. Sicher kennen Sie die rechtlichen Grundlagen auch. Ich lese Ihnen nur einen Artikel aus dem Schweiz. Zivilgesetzbuch vor, nämlich Art. 159: Durch die Trauung werden die Ehegatten zur ehelichen Gemeinschaft verbunden. Sie verpflichten sich gegenseitig, das Wohl der Gemeinschaft in einträchtigem Zusammenwirken zu wahren und für die Kinder gemeinsam zu sorgen. Sie schulden einander Treue und Beistand. Ihre Ehe wird geschlossen, indem Sie nachher auf meine Frage mit «Ja» antworten. Die Eheschliessung wird auch im Personenstandsregister der Schweiz registriert. Ich lese Ihnen nun den Eintrag vor. Ich werde nun an Sie die wahrscheinlich bekannteste und für Ihre gemeinsame Zukunft auch eine der wichtigsten Frage richten und ich bitte Sie, mir die Frage einzeln zu beantworten. Zu diesem feierlichen Moment stehen wir alle auf: «Frau ................ich richte an Sie die Frage: Wollen Sie mit Herrn ............die Ehe eingehen?» «Herr .............. ich richte an Sie die Frage: Wollen Sie mit Frau ................ die Ehe eingehen?» «Da Sie beide meine Frage bejaht haben, ist Ihre Ehe durch Ihre beidseitige Zustimmung geschlossen.» (Ringe tauschen) Sie haben mit Worten Ihre Eheschliessung bejaht. Zu Beginn des Trauaktes habe ich Ihnen den Eintrag im Eheregister vorgelesen. Ich gebe Ihnen nun den Eintrag auch zum Durchlesen, bevor Sie ihn unterschreiben werden. Ich frage Sie, ist der Eintrag richtig. Wenn ja, können Sie unterschreiben. Auch die Trauzeugen unterschreiben den Eintrag. Sie bestätigen mit ihrer Unterschrift, dass das Brautpaar «Ja» gesagt und den Eintrag unterschrieben hat. (Familienausweis abgeben) Als Einleitung zu Ihrer Hochzeit habe ich ein Gedicht über das Glück zitiert. Zum Schluss Ihrer kleinen Trauungszeremonie möchte ich Ihnen noch ein kleines Zitat mitgeben: Glück ist dort wo man Glück schenkt.
 
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