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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (1.047)

Zur Standesamtlichen Trauung darf ich das Brautpaar dich …………….. und dich …………….., eure zwei Trauzeugen, die Eltern, die Geschwister, die Angehörigen und auch die Freunde des Brautpaares, recht herzlich, hier im Standesamt …………….. begrüßen und willkommen heißen. Wertes Brautpaar! Im Leben jedes Menschen ist der Hochzeitstag der Höhepunkt. Auch euch ist sicherlich bewusst, dass mit diesem Tag ein Abschnitt eures Lebens zu Ende geht und ein neuer, bestimmt glücklicher Lebensabschnitt beginnt. Soviel mir bekannt ist, habt ihr euch am ………………………. in ……………….. kennengelernt und habt am……………….. zueinander gefunden. Somit seit ihr nun bereits seit ……Jahren ein unzertrennbares Paar. Ihr habt diese Zeit genutzt, um euch gegenseitig zu „beschnuppern“, die guten und die schlechten Angewohnheiten des Partners zu studieren und zu lernen, wie man am besten darauf reagiert, ohne den anderen zu verletzen. Diese Zeit des Sichkennenlernens, des Aufeinanderzugehens, war für eure Partnerschaft keine verlorene Zeit. Wenn man euch so ansieht oder euch zuhört, spürt man sehr schnell, dass ihr euch gleich versteht, auch ohne viel zu reden. Das wird euch sicherlich helfen, viele Mißverständnisse zu vermeiden. Ihr habt so den ganz großen Vorteil, schon zu Beginn eurer Ehe, all das erfolgreich abgeklärt und aufgearbeitet zu haben, was anderen gerade die ersten Jahre des Ehelebens noch zusätzlich erschwert. Ihr könnt eure Ehe mit der Sicherheit beginnen, mit einem vertrauten und verlässlichen Partner alle künftigen Probleme zu meistern. Und diese Sicherheit, so glaube ich, ist eine entscheidende Säule für die Standfestigkeit einer Zweierbeziehung. Liebes Brautpaar, da heute sicherlich noch im Zuge der Hochzeitsfeier das eine oder andere Gläschen bzw. Fläschen Wein getrunken wird, möchte ich heute die Ehe auch mit einem Wein vergleichen. Denn die Ehe und ein guter Wein haben vieles gemeinsam. Ich darf euch das kurz erklären: Sie reifen in drei Stufen. Zuerst ist es der zuckersüße Traubensaft, voll des lieblichen Übermutes, aber nicht lange haltbar. Das sind die Rendevous, die ersten Berührungen, der erste Kuss, also die Zeit des gegenseitigen „Sichfressens“. Dann kommt die zweite Stufe. Der Sturm, die Aufwühlung, die Gärungszeit! Ein ganz betäubender, wuchtiger und heikler Naturprozess, bei dem immer die Gefahr besteht, dass sich ein falscher Pilz einschleicht und der edle Saft zu saurem Essig wird. Wenn aber dieser wichtigste Prozess gut und natürlich vorbeigeht, dann ist alles gewonnen - beim Wein und auch in der Ehe. Das ist die Zeit der Ernüchterung. Bekanntlich heiraten immer zwei Engel; erst in der Ehe, in der engsten Gemeinschaft, lernt man sich so richtig kennen, und beide stellen fest, wie unvollkommene, fehlerhafte Menschen sie sind, mit ganz erbärmlichen Schwächen. Hier zeigt sich die wirkliche Liebe, die in die dritte Reifestufe führt: In die Klärung. Da setzt sich beim Wein alles, was ihn trüb macht tief am Grunde des Fasses ab, und der Wein wird kristallklar und haltbar für ewige Zeiten. Ja man sagt, je älter ein guter Wein wird, umso besser und reiner ist er. Den gleichen Prozess macht eine gute Ehe durch. Alles künstlich Gepanschte verdirbt nach kurzer Zeit im Weinkeller und ebenso im Eheleben. Das Glück in der Ehe wurzelt in der Ordnung des Herzens, im Opfer der Liebe. Es mache einer den andern glücklich, das ist das rechte und echte Glücklichsein! * * * * * * * * * Nun aber kommen wir zum amtlichen Teil der Zeremonie und ich darf sie nun alle bitten zur Willenserklärung aufzustehen und das Brautpaar auf meine Frage das JA-Wort zu sprechen. Herr..................., ist es dein freier und ungezwungener Wille, die Ehe mit Frau ……………….., einzugehen? Und nun frage ich dich, Frau …………………., ist es auch Dein freier und ungezwungener Wille, die Ehe mit Herrn ………………….., einzugehen? Nachdem ihr nun beide, im Beisein eurer zwei Trauzeugen, meine Frage, ob ihr die Ehe miteinander eingehen wollt, mit JA beantwortet habt, erkläre ich euch hiemit, zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten ! Tragt diese Ringe stets in Ehren, als äußeres Zeichen eurer inneren Verbundenheit und als ein schönes Erinnerungszeichen an den für euch heute so denkwürdigen Tag. Wir haben noch eine kleine Formvorschrift zu erfüllen. Über eure heutige Eheschließung wurde eine Niederschrift nach dem Personenstandsgesetz genannt aufgenommen, die ich euch hiemit zur Verlesung bringe. Ich bitte euch, mich auf evtl. Unstimmigkeiten noch aufmerksam zu machen. Unterschriftenleistung Liebes Ehepaar! Ich wünsche EUCH von Herzen alles Gute, viel Freude auf dem gemeinsamen Lebensweg, Zärtlichkeit im Umgang miteinander und ein offenes Herz für die Dinge die den Partner bewegen. Und möge dieser heutige Tag das erste Glied einer ENDLOS LANGEN KETTE glücklicher Tage für euch werden. In diesem Sinne, liebe …….., lieber ……………., darf ich euch nun als Erster im Namen der Marktgemeinde ……………, aber auch persönlich, die herzlichsten Glückwünsche zu eurem heutigen Freudentag aussprechen und euch viele, viele glückliche und vor allem gesunde Ehejahre wünschen.
 
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