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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (1.048)

Trauzeugen: _________________------ Traurede anlässlich der Eheschließung von Frau ___________ und Herrn ___________ am _________ im Trauzimmer der Stadt _______ Trauzeugen Ringe Änderungen seit der Anmeldung? ___________________________________________ Liebe _______, lieber _______, ich darf euch, eure Trauzeugen, und alle Menschen die euch wichtig sind, heute hier im Trauzimmer der Stadt ________ herzlich willkommen heißen. Euch führt heute ein bedeutsamer und feierlicher Anlass in das _______ Standesamt. Ihr habt euch entschlossen, euren gemeinsamen Lebensweg durch das Eheversprechen zu besiegeln. Ich habe mich sehr gefreut, als ihr mich fragtet, ob ich euch trauen würde und komme natürlich gerne eurem Wunsch nach, schließlich kennen wir uns ja alle schon sehr lange; ob durch _____, das ______ oder einfach weil ihr zwei __(Wohnort)____ seid und hier fast noch jeder jeden kennt. Ihr werdet jetzt also gleich getraut! Das klingt so passiv, so, als ob ihr etwas über euch ergehen lassen müsstet. „Sich trauen“ klingt zum einen schöner und sagt doch auch so viel mehr über eure Absicht aus. Wenn ihr beiden nun gemeinsam mit euren Trauzeugen hier vor mir an diesem Tisch sitzt und das Eheversprechen eingeht, tut ihr dies bestimmt aus tiefstem Herzen und seid euch auch der Tragweite dieser Entscheidung gewiss. „Sich trauen“, „sich zu wagen“, das bedeutet auch den Mut zu haben einen neuen Lebensabschnitt auch ganz formal zu beginnen. Denn, und das ist heute ja für viele nicht mehr selbstverständlich, die Ehe ist ein Bund fürs Leben. In unserer Rechtsgrundlage, dem BGB, steht hierzu ganz nüchtern: „Die Ehe wird auf Lebenszeit geschlossen. Die Ehegatten sind einander zur ehelichen Lebensgemeinschaft verpflichtet; sie tragen füreinander Verantwortung.“ Wie viel leichter ist es, ganz unverbindlich mal Ja und bei ersten kleinen Problemen dann Nein zu einem „Lebensabschnittspartner“ zu sagen, das passt sicher gut in unsere schnelllebige, oftmals oberflächliche Zeit. Ihr habt euch bewusst für den schwierigeren Weg entschieden, weil ihr einander vertraut, weil ihr darauf vertrauen dürft, dass eure Liebe so stark ist, dass sie für ein langes gemeinsames Leben reicht, denn ihr kennt euch schon fast euer ganzes Leben. Viele schöne, aber auch schmerzliche Situationen habt ihr zuerst als „Freunde“, dann „als Paar“ miteinander erlebt. Und gerade solche Situationen können eine Beziehung stärker und reicher machen. Bedenkt aber: Nehmt den anderen wie er ist! Oftmals denkt man, na ja die kleinen Macken und Besonderheiten werde ich ihm/ihr noch abgewöhnen mit der Zeit und man glaubt, sie oder ihn in der Ehe dann so zu erziehen, wie es dem eigenen Idealbild entspricht. Tut dies nicht! Versucht nicht die Ecken und Kanten glatt zu feilen. Denn dann ist das plötzlich ein ganz anderer Mensch und nicht mehr der, in den ihr euch verliebt habt, der doch der Richtige war. Habt Geduld und Ausdauer, Verständnis und auch Achtung vor der Persönlichkeit des Anderen. Lieben heißt auch, Fehler zu verzeihen, den anderen mit allen seinen Stärken und Schwächen zu akzeptieren, sowie die Wünsche und Bedürfnisse des anderen zu erkennen und ihnen entgegenzukommen. Jeder braucht einen gewissen Freiraum und Zeit für sich ganz alleine. (Steffi, du machst gerne Sport, oder lässt einfach mal die Seele beim Wellness baumeln. Niko bei dir sind es die Autos. Das restaurieren und reparieren von Fahrzeugen ist nicht nur dein Beruf, sondern auch dein großes Hobby.) Umso schöner ist dann, wenn ihr gemeinsame Zeit zu zweit oder mit euren Freunden verbringen könnt. Ein kleines Gedicht, was hier gerade jetzt gut passt: Das Leben ist wie eine Autofahrt, mal geht es gut, mal ist es hart. Steffi sitzt nun an Nicos Seiten, und wird ihn stets begleiten. Die Suche nach dem Parkplatz des Lebens, die ist vorbei, war nicht vergebens. Wenn auch das Auto, genannt Ehe wird klapprig und alt, Ihr müsst sie hegen und pflegen bald. Der nächste TÜV, ja das ist wahr, der kommt erst in 25 Jahr. Ihr seid ja schon wirklich lange ein Paar und habt von daher sicherlich bereits die Erfahrung gemacht, dass Liebe auch Verzicht bedeutet, Verzicht auf die Durchsetzung eigener Interessen. Jeder von Euch wird sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln; und dabei werdet Ihr manchmal in dieselbe, manchmal jedoch auch in verschiedene Richtungen gehen. Darum ist es wichtig, jederzeit Kompromisse zu schließen und die Bereitschaft mitzubringen, sich mit dem Partner zu arrangieren und neue Lösungen zu finden. Liebe Steffi, lieber Niko, der Tag der Eheschließung stellt mit Sicherheit einen besonderen Höhepunkt im Leben der Menschen dar; es ist der Tag, an dem sich zwei Menschen aus Liebe ihr Ja-Wort geben. Dieses Ja gilt aber nicht nur für freundliche, schöne und harmonische Tage und Zeitabschnitte, dieses Ja muss auch Bestand haben, wenn einmal schwere Zeiten eine Ehe belasten oder überschatten. Es wird nicht immer eitel Sonnenschein sein, das eine oder andere Wölkchen wird sich einschleichen, ab und zu auch ein Gewitter. Seid euch bewusst, dass ihr für das Wetter in eurer Ehe selbst verantwortlich seid. Und wenn sich trotz sorgfältigem Bemühen ein Gewitter nicht so leicht vertreiben lässt, dann denkt an Heute und die kirchliche Hochzeit und an das Herzklopfen und die Vorfreude auf eure schönsten Tage und wie wunderbar diese Tage waren, trotz aller Hektik und Arbeit der Vorbereitungen. Manchmal hilft es auch, sich „Wolkenschieber“ zu holen, eure Trauzeugen zum Beispiel, die ihr mitgebracht habt und die das eine oder andere Auge auf eure Ehe haben. Heute bin ich nur dazu da, mit euch den rechtlichen Grundstein für eure Verbindung zu legen. Aus dem losen Band der Freundschaft knüpfe ich mit euch ein festes Band der Ehe, ich bin sozusagen der Knoten in eurem Leben. Und nachdem ihr alle rechtlichen Voraussetzungen für die Ehe erfüllt habt, bin ich jetzt bereit, euer Ja-Wort entgegen zu nehmen. Ich möchte nun von euch das schönste und lauteste Ja hören, das ihr je zu eurem Partner gesagt habt. Ihr habt liebe Menschen mitgebracht, die alle nur dabei sind, um dieses eine Wort von euch zu hören, also, lasst euer Herz sprechen! Und damit alle hier es gut hören können, bitte ich das Brautpaar und die Trauzeugen aufzustehen. ____________, ich frage dich, ist es dein eigener und freier Entschluss, mit der hier anwesenden ___________ die Ehe einzugehen, so antworte mit Ja… _________, ich frage auch dich, ist es dein eigener und freier Entschluss, mit dem hier anwesenden _________ die Ehe einzugehen, so antworte mit Ja. Nachdem ihr nun beide meine Frage mit JA beantwortet habt, erkläre ich euch nunmehr kraft Gesetzes zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten. Ihr dürft euch jetzt gegenseitig die Ringe anstecken und euch küssen. Die Ringe zeigen jedem, dass Ihr beide fest zusammengehört, und stehen als Symbol für das Ja-Wort, das Ihr Euch gerade gegeben habt. Ich wünsche Euch, dass Eure gegenseitige Liebe so endlos sein wird wie Eure Ringe. Ihr dürft wieder Platz nehmen. Ich lese euch zum Abschluss noch ein Gedicht vor. In diesem Spruch werden verschiedene Lebenssituationen angesprochen. Einige habt ihr gemeinsam erlebt, andere – bekannte, wie unbekannte- warten noch auf euch. Es ist ein gemeinsamer, aber unbekannter Weg, den ihr gehen möchtet. Dafür wünsche ich euch heute viel Glück und alles Liebe. Zum Schluss lese ich Euch nun den Eintrag in das Heiratsregister vor. Darin wird Eure Eheschließung durch Eure und meine Unterschriften beurkundet. Gratulation und Übergabe des Stammbuches mit Abschrift des Familienbuches, sowie der Erklärung zur Namensführung für _______.
 
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