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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (1.049)

Liebes Brautpaar, ich darf Sie herzlich hier im Rathaus der Stadt Musterstadt begrüßen. Mein Name ist Anna Mustermann und ich freue mich heute Ihre Standesbeamtin zu sein. Doch bevor wir zu der eigentlichen Eheschließung kommen, möchte ich ein paar Worte an Sie richten. Ihr Hochzeitstag verläuft ein bisschen anders als der der meisten Brautpaare. Doch auf die äußeren Gegebenheiten kommt es bei der Eheschließung nicht an, sondern darauf, was ein Paar verbindet. Das A und O einer Ehe ist, dass zwei Menschen wissen, dass sie zusammen gehören und dass sie in guten wie auch in schlechten Zeiten zusammenhalten wollen. Denn das Leben besteht nun mal aus Licht und Schatten. Dunkle Momente und helle Augenblicke, Erfolge und Misserfolge, Glück und Unglück wechseln sich ab. Jeder gerät mal in Situationen, mit denen er allein nicht so gut klarkommt; jeder ist froh, wenn er dann Aufmunterung oder Unterstützung findet. Jeder Mensch freut sich, wenn ihm in schwierigen Zeiten jemand zur Seite steht. Jeder sucht nach einem Menschen, der Glück und Unglück mit ihm teilt, der zu ihm gehört und zu ihm steht. Zu zweit lässt sich vieles besser bewältigen. Es ist einfach, gut miteinander auszukommen, wenn es einem gut geht und alles glatt verläuft. Was in einer Beziehung jedoch wirklich zählt ist auch zusammenzuhalten, wenn die Dinge nicht so gut aussehen. Gerade dann brauchen wir einen Menschen, der uns versteht und die schwierige Zeit mit uns durchsteht. Gerade dann braucht ein Paar die Gewissheit zusammen zu gehören. Um diese Zusammengehörigkeit zu bestätigen möchte ich jetzt zum wesentlichen Teil der Trauung kommen. Dazu muss ich Sie über die rechtliche Bedeutung der Ehe belehren. \"Die Ehe wird dadurch geschlossen, dass die Verlobten vor dem Standesbeamten persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit erklären, die Ehe miteinander eingehen zu wollen. - Diese Erklärungen können nicht unter einer Bedingung oder einer Zeitbestimmung abgegeben werden. Ich freue mich nun, in meiner Funktion als Standesbeamtin Ihr gegenseitiges Versprechen entgegennehmen.
 
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