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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (1.058)

Sehr geehrtes Brautpaar!
Euch verbindet eine ganze Menge: -natürlich Eure ganz persönliche Geschichte, aber auch -Eure Liebe zur Musik Ihr habt Euch immer schon gerne gegenseitig Hörbücher ausgeliehen, besucht gemeinsam Konzerte -gemeinsame Spaziergänge mit Hund, Ihr habt und liebt Tiere im Allgemeinen -Bräutigam hat es geschafft, Braut ankommen zu lassen, Ruhe in ihr Leben zu bringen „Verbundenheit“ schließt „Freiheit“ nicht aus… Dieses Geschenk bekommt man tatsächlich nur, wenn man sich innerlich und von ganzem Herzen zueinander hingezogen fühlt. „Was für ein Glück, wenn Du jemanden findest, der so ganz genau in Dein Herz passt!“ Nun seid Ihr FREI füreinander und miteinander.   Ich möchte Euch eine kleine Geschichte über das „Frei-Sein“ erzählen: Ich beobachtete zwei Bergsteiger, die schon seit geraumer Zeit gewissenhaft und bedächtig ihre Ausrüstungen überprüften. Jeder Griff saß, und ich hatte das Gefühl, dass dies für beide zwar Routine war, ihnen jedoch aber Freude bereitete. Sie prüften Karabiner, knoteten Seile, hängten Ausrüstungsgegenstände an ihre Gürtel und zurrten ihre Körpergurte fest – jeder für sich. Zu guter Letzt hängten sich beide ein langes, dickes Seil um, mit dem sie beide verbunden waren. „Entschuldigung!“, fragte ich einen der beiden Bergsteiger: „Fühlst Du Dich frei?“ Er antwortete: „Frei? – wie meinst Du das?“ Ich entgegnete: „Ich meine: frei, sich ungehindert bewegen zu können. Frei, das Leben zu genießen. Frei, um schnell vorwärts zu kommen. Ich meine: Frei! Nicht gegenseitig verknotet, zusammengebunden, und eine schwere Last tragen zu müssen!“ Der eine Bergsteiger blickte die andere Bergsteigerin an, und seine Antwort, so kam es mir vor, war die Antwort beider: „Weißt Du“, sagte er, „da wollen wir hinauf!“ und er fuhr fort: „Wir wollen einen besonderen Weg gehen, und wir möchten beide neue Horizonte sehen! Knoten, die fest sitzen, Karabiner, die halten und Gurte, die belastbar sind, haben wir uns sorgfältig gemeinsam ausgesucht. Genauso wie die Länge und das mögliche Gewicht des Seiles, mit dem wir beide in ebenem Gelände locker, aber wenn es darauf ankommt, sicher verbunden sind, wenn Klippen zu überwinden sind, wenn Abgründe drohen, wenn wir in steiler Wand hängen. Das Seil erst lässt uns Wege gehen, die wir uns alleine nicht zutrauen würden, die wir alleine nie genießen könnten. Erst das Wissen um unsere sichere und feste Verbindung macht uns frei.“ Kommen wir nun zum kleinen Wörtchen JA. Es spielt im Leben eine wichtige Rolle. Egal in welcher Situation des Lebens, es kommt uns oft leicht, manchmal etwas schwerer über die Lippen. Ihr habt schon genug Situationen erlebt, ich denke, Ihr wisst, was ich meine… Zu diesem JA kam es am 24.12.2016, da gab es die Ringe, die gleich nur die Hand wechseln werden… Gleich erwarten hier Alle von Euch ein KLARES JA, ein klares Bekenntnis, das Vertrauen, künftig gemeinsam als Eheleute durchs Leben zu gehen. Das ist Euer Wunsch! Dieses JA, einmal ausgesprochen, bindet. Bindet für ein gemeinsames, vertrauensvolles Leben. Egal was, das Motto sollte stets sein: JA, wir schaffen das! Ihr habt schon so viel geschafft, nun wollt Ihr, wie sagtet Ihr „die Sache rund machen“, den „finalen Schritt“ wagen… Braut hat mir geschrieben: „Ich heirate den tollsten Mann der Welt…“ dem hab ich nichts hinzuzufügen… Wie es im Sport den Fair-Play-Gedanken gibt, -ein sehr sehr wichtiger Gedanke, Ihr wisst, wovon ich spreche- , so ist dies in der Ehe der Wunsch nach Respekt und Anerkennung; Respekt vor- und füreinander. Anerkennung, wie wertvoll, einzigartig und unverwechselbar man füreinander ist… Ich bin mir sicher, dass Ihr das auch in schlechteren Zeiten im „Hinterkopf“ haben werdet und dieses kostbare Gut bewahrt und darauf vertraut, denn Ihr habt es selbst in der Hand, Ihr wisst es längst selbst wie Ihr Euer Leben weiter gestalten und welchen Weg, Wert und Inhalt Ihr Eurer Ehe gebt. Auch das wisst Ihr längst selbst: mit einem Lächeln im Gesicht –und im Herzen- lässt sich manche Situation ein wenig leichter angehen. ICH wünsche Euch von ganzem Herzen, dass sich alles erfüllt, was IHR Euch erhofft… Mit einem Lächeln im Gesicht kommen wir nun auch zum rechtlichen, formalen Teil der Eheschließung. Ich bitte Euch nun, sich von den Plätzen zu erheben: Ich hab mir Euren Text von Gregor Meyle mal ein wenig auseinandergebröselt… und für mich bzw. für Euch „neu interpretiert“…   „Ich lege meinen Kopf in deine Hände, wenn ich dein Herz hör geht’s mir gut.“ Das ist euer Song, der Text steht auch in Eurer Einladung für den heutigen Tag. Wenn Ihr zusammen seid, dann geht’s Euch beiden gut. Zwei Herzen haben sich –wie sagtet Ihr noch so treffend –nicht gesucht, und doch gefunden-. „Weit entfernt vom bittren Ende, deine Liebe macht mir Mut.“ Es gab auch nicht so runde Zeiten, Ihr habt durch Eure Verbundenheit den Mut gefunden, ein neues Wagnis einzugehen… und wie man sieht: Mut wird belohnt! „Und du sprichst mir von der Seele, kennst dich verdammt gut bei mir aus.“ Das war ganz schnell klar bei Euch, eine besondere Verbundenheit, eine „Seelenverwandtschaft“ die Eure Leben auf den Kopf stellte und Euch neue –nicht geplante- Wege gehen ließ. „Wenn ich in deine Augen sehe, dann weiß ich: Ich bin zuhaus…“ Gibt es eine bessere Umschreibung? Keine Ahnung. Ihr wisst es genau: IHR habt EUER gegenseitiges zuhause gefunden… Ihr seid miteinander verbunden… Ja-Wort… Nachdem Ihr vor mir als Eurer zuständigen Standesbeamtin diese Frage eindeutig mit JA beantwortet habt, erkläre ich Euch hiermit kraft Gesetzes zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten. „Ich leg mein Kopf in deine Hände, wenn ich dein Herz hör geht’s mir gut. Weit entfernt vom bittren Ende, deine Liebe macht mir Mut. Und Du sprichst mir von der Seele, kennst dich verdammt gut bei mir aus. Wenn ich in deine Augen sehe, dann weiß ich ich bin zu Haus.“  Ringtausch Hier liegen die Eheringe. Ein Ring symbolisiert Unendlichkeit, weil der Ring kein Ende hat. Sie sind in Zukunft das äußere Zeichen Ihrer Verbundenheit. … und wenn Ihr möchtet, könnt und dürft und sollt… Als Standesbeamtin hat man das schöne Privileg, als Erste gratulieren zu dürfen, Familie und Freunde müssen sich noch etwas gedulden… Leider gibt es noch ein wenig „Bürokram“ zu erledigen… die Niederschrift über die Eheschließung… Unterschriften So. Nun ist mein Teil dieser Veranstaltung so gut wie abgeschlossen. Als Ehepaar geht es nun weiter, enger verbunden. In Filmen folgt jetzt der Abspann. Die Hauptdarsteller haben sich gefunden, Happy End… alles super. Ihr wisst, dass es im wahren Leben anders kommt… Ihr wisst aber auch, JETZT ist die richtige Zeit!  In diesem tollen Lied, was Euch so miteinander verbindet, gibt es noch eine Textzeile, die sagt: „Hast Du Dich dann entschieden, kommt alles anders, als Du denkst. Und Du hoffst auf Dein Glück, während Du Dein Herz verschenkst.“ Ich bin mir ganz sicher, dass Ihr beiden MITEINANDER, mit EUREN Herzen, GEMEINSAM Eurer Glück findet. Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt… man merkt es Euch an. Außerdem sagt das Lied noch: „Wenn ich Dein Herz hör geht’s mir gut. Weit entfernt vom bittren Ende Deine Liebe macht mir Mut. Und Du sprichst mir von der Seele, kennst Dich verdammt gut bei mir aus. Wenn ich in Deine Augen sehe, dann weiß ich, ich bin zu Haus…“ dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen… IHR seid zu Haus!!!!
 
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