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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (106)

Wertes Brautpaar, liebe Hochzeitsgäste, ich darf Euch zur standesamtlichen Trauung von sehr herzlich begrüßen.
Liebes Brautpaar ihr habt euch nach reiflicher Überlegung entschlossen, vor dem Gesetz eine eheliche Gemeinschaft einzugehen.
Mit dem Ehevertrag, den Ihr gemeinsam mit euren Trauzeugen unterzeichnen werdet, sind auch einige Rechte und Pflichten verbunden.
Ihr müßt ab dem heutigen Tag in einer ehelichen Lebensgemeinschaft leben.
Ihr sollt gemeinsam wohnen und seid zur Treue, anständigen Begegnung und zum gegenseitigen Beistand verpflichtet.
Insbesonderes habt Ihr die eheliche Lebensgemeinschaft, die Haushaltsführung und die Erwerbstätigkeit unter Rücksicht aufeinander und auf das Wohl der gemeinsamen Kinder zu gestalten.
Und Ihr werdet ab heute einen gemeinsamen Familiennamen führen. Ihr habt euch dafür entschieden, dass euer gemeinsame Familienname und der Familienname der gemeinsamen Kinder lauten wird.


Liebe , lieber , es freut mich das Ihr euch entschlossen habt die standesamtliche Trauung in durchzuführen. Noch mehr freut es mich, dass ihr euch entschlossen habt in euer Heim zu bauen und hier zu wohnen. Da die Einwohner in immer weniger werden, ist es besonders wichtig, dass sich junge Familien hier ansiedeln. Ich hoffe, dass Ihr beide nicht die einzigen bleiben, die die Gemeinde gewonnen hat, sondern, dass noch einige Kinder dazukommen.
Ich habe euch vorher gesagt, ihr seid zur gegenseitigen Treue und Liebe verpflichtet. Nichts ist beständiger als die Liebe und gleichsam vergänglicher.
Nichts stärker und dennoch so verletzlich. Sie trägt uns auf sanften Flügeln und schmettert uns oftmals zu Boden. Manchmal dürsten wir nach ihr - dann wieder schenkt sie sich uns in Überfluss. Wer um der Liebe Stärke nicht weiß, nicht um ihrer Wege die sie geht, der hat sie niemals richtig gespürt.
Liebe - das heisst Glück, aber das heisst auch Unglück. Liebe - das heisst lachen, aber das heisst auch weinen. Liebe - das heisst Sonne, aber das heisst auch Regen. Liebe hat viele Gesichter, Schöne und auch Häßliche. Aber wer einmal in das schöne Gesicht der Liebe geblickt hat, den kann das Häßliche nicht schrecken.
So wünsche ich euch, dass ihr in eurem Leben möglichst oft das schöne Gesicht der Liebe sehen werdet, aber dass ihr auch die schweren Tage eurer Ehe gemeinsam übersteht. Nur wenn ihr Beide auf einige eigensinnige Dinge im Leben verzichtet und das Gemeinsame in den Vordergrund stellt, werden wir uns zur Silberhochzeit oder zur Goldenen Hochzeit wiedersehen.


Jetzt kommen wir zum entscheidenden Teil der standesamtlichen Trauung. Ich werde euch Fragen ob ihr euren Partner zum Ehegatten nehmen wollt und bitte euch darum, dass ihr mit ja antwortet.

willst du die hier anwesende zu deiner gesetzmäßig angetrauten Ehefrau nehmen?
willst du den hier anwesenden zu deinem gesetzmäßig angetrauten Ehemann nehmen?
Kraft meines Amtes als Standesbeamter der Gemeinde erkläre ich euch hiermit rechtmäßig zu Mann und Frau.
Als sichtbares Zeichen eurer Ehe dürft ihr euch küssen.

Wir haben gemeinsam am die Niederschrift zur Ermittlung eurer Ehefähigkeit aufgenommen.
Als letzte Aufgabe der standesamtlichen Trauung müßt ihr nun gemeinsam mit Euren Trauzeugen und das Ehebuch unterzeichnen.

Gratulation.

 
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