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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (107)
Sehr geehrtes Brautpaar !

Ihr seid heute vor dem Standesamt erschienen, um in den Stand der Ehe zu treten, da Ihr entschlossen sind, Euer Leben gemeinsam zu gehen.
Das tut Ihr, weil Ihr gleichgerichtete Lebensziele und Wünsche habt. Eure gemeinsamen Ziele kann ich natürlich nur vermuten, allgemein werdet Ihr vielleicht folgende Erwartungen in Eure Ehe setzen: Ihr erhofft Euch Sicherheit, Ihr möchtet Euch aufeinander verlassen können. Ihr wollt Euch gegenseitig unterstützen und gemeinsam viel erleben. Ihr erwartet Euch einen verantwortungsvollen Partner bzw. eine verantwortungsvolle Partnerin, eine harmonische Beziehung und vieles mehr. Unbestritten kann es nur von Vorteil sein, wenn Ihr Euch diese Ziele setzt und ernsthaft versucht, sie zu verwirklichen.
Es muss Euch aber auch bewusst sein, nicht alle Vorsätze erreichen zu können. Es ist auch nicht sinnvoll, beim ersten Fehlschlag die Flinte gleich ins Korn zu werfen. Es wird davon abhängen, wie es Euch gelingt, die vielfältigen Probleme, die sich in einer Beziehung ergeben, zu meistern. Und genau dabei kann sich eine Beziehung entwickeln und an neuen Zielen orientieren.

Ich beglückwünsche Euch zu diesem Schritt und freue mich mit Euch.

Ihr werdet auch von einer großen Anzahl Verwandter und Freunde begleitet. Das ist schön so, denn daran kann man erkennen, dass man den Menschen etwas bedeutet.

Als Trauzeugen sind Herr N.N. aus N.N: und Herr N.N. aus N.N: anwesend.

Ich ersuche Euch, wertes Brautpaar und die Trauzeugen, sich von den Sitzen zu erheben.

Frau N.N., ich frage Dich Kraft meines Amtes und im Beisein der genannten Zeugen, ist es Dein eigener und freier Wille, die Ehe mit Herrn N.N. nach Recht und Sitte einzugehen, alle Pflichten Deiner zukünftigen Familie gegenüber treu zu erfüllen und dieses Versprechen auch vor dem Gesetz feierlich zu besiegeln?
Wenn Du dieses Willens bist, so antworte mit "JA"!

Herr N.N., ich frage Dich Kraft meines Amtes und im Beisein der genannten Zeugen, ist es Dein eigener und freier Wille, die Ehe mit Frau N.N. nach Recht und Sitte einzugehen, alle Pflichten Deiner zukünftigen Familie gegenüber treu zu erfüllen und dieses Versprechen auch vor dem Gesetz feierlich zu besiegeln?
Wenn Du dieses Willens bist, so antworte mit "JA"!

Ihr habt beide meine Fragen bejaht. Somit erkläre ich Euch im Namen der Republik Österreich für rechtmäßig verbundene Eheleute."

Als sichtbares Zeichen Eurer Eheschließung bitte ich Euch, Euch gegenseitig die Ringe anzustecken!


Vor Eurer Eheschließung wurde ein Protokoll aufgenommen:
-------------- Verlesung des Protokolls - anschließend unterschreiben lassen!!!!

Schlussworte

Sehr geehrtes Ehepaar !

Als Standesbeamter der Gemeinde N.N. und in meinem eigenen Namen gratuliere ich Euch zur Eheschliessung sehr herzlich und wünsche Euch zu Eurem neuen Lebensabschnitt alles Gute.

Ihr beide steht heute auf einem der Höhepunkte Eures Lebens; als erfahrene Menschen wisst Ihr, was Ihr vom Leben fordern dürft. Ihr gebt Euch keinen trügerischen Illusionen hin und steht als pflichtbewusste Menschen auf dem Boden der Realität.

Das oberste Gebot Eures Miteinander - Lebens soll nicht so sehr das eigene Glück sein, sondern das Wohl des Partners. Miteinander reden und dadurch miteinander Probleme lösen. Das Gespräch ist in unserer schnelllebigen Zeit besonders wichtig geworden. Ihr beide wisst, wie leicht es zu Missverständnissen kommen kann, wenn man stumm nebeneinander durchs Leben geht. Es wäre sehr schade, wenn einer von Euch zum Anderen geringschätzig sagen würde "Das verstehst Du nicht".
Viel besser ist es zu sagen: "Komm zu mir und sprechen wir darüber".
Die Partnerschaft wird durch das gemeinsame Gespräch bereichert und kann sich positiv weiterentwickeln.

Schon Maria Theresia hat gesagt: "Alles Glück der Ehe besteht im gegenseitigen Vertrauen und in gegenseitiger Zuvorkommenheit. Man muss einander achten, und Einer muss dem Anderen dienen, man muss wahre Freundschaft für einander empfinden, um in einer Ehe glücklich zu leben."


 
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