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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (108)

Sehr geehrtes Brautpaar, geschätzte Trauzeuge und alle anwesenden Gäste Ich darf Sie recht herzlich zur standesamtlichen Trauung am Standesamt der Gemeinde --- begrüßen.
Beginnen möchte ich mit einem alten schottischen Sprichwort: Heirate nie des Gelden willen, du leihst es billiger.

Liebes Brautpaar, ihr habt den Entschluss gefasst, dass ihr miteinander die Ehe eingehen wollt, und ich als euer Standesbeamter habe vom Gesetzgeber die Aufgabe zugewiesen bekommen, öffentlich festzustellen und zu beurkunden, dass ihr euch rechtmäßig verbunden habt.

Die Ehe ist zweifelsohne ein bedeutendes und weitreichendes Ereignis im Leben eines Menschen, sie betrifft und verändert nicht nur euer Leben alleine. Eure Hochzeit ist auch ein gesellschaftliches Ereignis, das insbesondere die Familie und Freunde freut.

Solch ein Tag sollte uns aber auch die Gelegenheit geben, der andauernden Alltagshektik zu entfliehen um nachzudenken.

Ich möchte euch folgenden Gedanken mit auf eurem weiteren Lebensweg geben:

Wichtig für das Gelingen einer funktionstüchtigen Ehe ist, dass man die Begriffe einig werden mit gleich werden nicht verwechselt.
Oberflächlich betrachtet könnte man meinen beide Begriffe bedeuten in etwa das Selbe. Aber ihr werdet mir recht geben, wenn ich sage, dass man gleich werden auch mit sich anpassen oder sich unterordne umschreiben kann. Egal ob ein Partner sich von sich aus dem anderen Partner anpasst oder ob ein Partner die Unterordnung des anderen erwartet. Das Ergebnis ist in beiden Fällen das Gleiche. Die Eigenständigkeit und die Selbständigkeit gehen dabei verloren, aber erst unterschiedliche Charaktere machen eine Ehe auf Dauer gesehen erst interessant.
Im Gegensatz dazu wird jeder vernünftige Mensch die Einigkeit als eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen einer harmonischen Beziehung bezeichnen.

Jeden Tag im Laufe eines Ehelebens scheint nicht die Sonne, ab und zu steigen auch kleinere oder größere Wolken im Ehehimmel auf
Johann Wolfgang von Goethe hatte schon gesagt;
In der Ehe muss man sich manchmal streiten, nur so erfährt man etwas voneinander.
Wichtig hierbei ist jedoch, dass man einen für beide annehmbaren Kompromiss, mit dem Ziel die Liebe zueinander und die Verbindung zueinander nicht auseinander brechen zu lassen, erzielen kann.
Liebes Brautpaar, ihr seid euch des Ernstes eurer Absichten bewusst und in diesem Bewusstsein wollt ihr hier vor dem anwesenden Standesbeamten und den anwesenden Trauzeugen euer Jawort geben.
Ich ersuche das Brautpaar und die Trauzeugen sich von den Plätzen zu erheben.
Ich dich
Ihr habt beide die Frage mit Ja beantwortet und somit die Ehe nach österr. Recht geschlossen und es freut mich, dass ich kraft meines Amtes als Standesbeamter aussprechen darf, dass ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid.
Ringe Kuss
Ehebuch

Das Geheimnis einer glücklichen Ehe besteht aus vier Worten: Du hast recht Liebling

 
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