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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (111)

Sehr geehrte Hochzeitsgäste, sehr geehrte Trauzeugen, liebes Brautpaar, ich darf Sie sehr herzlich begrüßen.

Sehr geehrte Frau Name, sehr geehrter Herr Name,
ich freue mich, dass Sie sich Ort als Rahmen für den schönsten Tag, oder zumindest einen der schönsten Tage Ihres Lebens ausgesucht haben, um vor dem Staat und vor aller Öffentlichkeit zu bekennen, dass Sie einander lieben und für immer beisammen bleiben möchten.

Mit Ihrem Ja-Wort vereinigen sich Ihre Lebenswege nun endgültig. Sie verbinden Ihr Schicksal und verpflichten sich, liebevoll füreinander zu sorgen und stets ein guter, treuer und liebevoller Partner zu sein.
Wenn sich Schwierigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten im Alltag aufdrängen, bemühen Sie sich, diese gemeinsam zu bekämpfen.
Denken Sie dann vielleicht daran, wie Sie sich zum ersten Mal gesehen haben und wie Sie zum ersten Mal gemerkt haben, dass Sie für einander bestimmt sind.
Oder welche Empfindungen Sie heute haben, heute an dem Tag, an dem Sie einander das Ja-Wort geben um zum Ausdruck zu bringen, immer füreinander da zu sein.
Denken Sie an all diese Gefühle, dann wird es Ihnen immer leicht fallen, die für das Zusammenleben richtigen Entscheidungen zu treffen.

Sie haben sich sicher eine ganz andere Einzugsmusik vorgestellt. Ihre Schwester hat mit ihren Kindern viel Zeit aufgewendet um der Trauung einen anderen würdigen Rahmen zu geben und hat mich gebeten, den mit Ihnen vereinbarten Ablauf etwas zu ändern. Ich habe dem gerne zugestimmt, weil ich meine, dass die Trauung dadurch noch persönlicher wird und weil Zeit zum Kostbarsten gehört, was man geliebten Menschen schenken kann. Zeit zu schenken erfordert besondere Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung mit den Beschenkten und zeigt ein persönliches Naheverhältnis.

Wohl einer der bedeutungsvollsten Augenblicke im Leben des Menschen ist die Stunde, in der er sich mit einem anderen verbindet, um die Gemeinschaft der Ehe zu begründen. Dieses Ereignis ist von so weit reichender Bedeutung, dass der Staat als Hüter der Gemeinschaft, der Ehe seinen besonderen Schutz angedeihen lässt. Er hat durch seine Rechtsordnung bestimmt, wie und wann eine Ehe rechtsgültig geschlossen werden kann und welche rechtlichen Wirkungen sich daraus ergeben.

Die Ehe wird dadurch geschlossen, dass beide Verlobten freiwillig, persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit vor dem Standesbeamten, in Gegenwart ihrer Trauzeugen erklären, dass es ihr ernster und freier Wille ist, die Ehe miteinander eingehen zu wollen.

Ich frage nun Sie, Herr Name ist es Ihr ernster, freier und wohlüberlegter Wille, mit Ihrer Braut, Frau Name nach Recht und Gesetz die Ehe zu schließen, alle gerechten Pflichten gegenüber Ihrer Ehefrau und Ihrer zukünftigen Familie getreu und gewissenhaft zu erfüllen, dann sprechen Sie bitte deutlich JA.

Ebenso frage ich Sie Frau Name ist es auch Ihr ernster, freier und wohlüberlegter Wille mit Ihrem Bräutigam, Herrn Name nach Recht und Gesetz die Ehe zu schließen, Ihre gerechten Pflichten gegenüber Ihrem Ehemann und Ihrer zukünftigen Familie getreu und gewissenhaft zu erfüllen, dann sprechen auch Sie bitte deutlich JA.

Sie haben nun auf Grund Ihrer freigesprochenen Ja-Worte in Gegenwart Ihrer Gäste und Trauzeugen und vor mir als Standesbeamtem Ihren Ehebund geschlossen.

Ich erkläre hiermit, dass Sie nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute sind.

Alle warten sicher schon gespannt darauf - Sie dürfen Ihre Frau jetzt küssen.

Einem schönen alten Brauch folgend, und zur Bekräftigung Ihres Ehebundes darf ich Sie nun ersuchen, einander die Eheringe anzustecken.

Der Ring am Finger soll Sie immer daran erinnern, dass Sie heute mit Ihrem JA-Wort versprochen haben immer gemeinsam durchs Leben zu gehen und einander im Unglück, Krankheit und Not nicht zu verlassen sondern zusammenzuhalten, was immer das Leben bringt und fordert. Tragen Sie diese kleinen Ringe als sichtbares Zeichen der Verbundenheit und der immerwährenden Bereitschaft füreinander und miteinander leben zu wollen.
Nun möchte auch Ihr Neffe Ihnen etwas mitteilen (Gedicht).

Ich verlese nun die Eintragung im Familienbuch des Standesamtes und ich darf Sie und Ihre Trauzeugen anschließend ersuchen, diese mit Ihrer Unterschrift zu bestätigen.

Ich freue mich, dass ich Sie als Erster zu Ihrem neuen Ehebund beglückwünschen darf. Ich wünsche Ihnen, dass alle Ihrer heutigen Wünsche in Erfüllung gehen und dass es auch in Zukunft viele Menschen gibt, die Ihnen kostbare Zeit schenken. Ganz besonders wünsche Ich Ihnen aber, dass Sie sich gegenseitig viel Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe schenken. Gehen Sie ihren zukünftigen Lebensweg gemeinsam und in bedienungsloser Liebe für- und zueinander.
 
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