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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (120)
Liebe ........................., lieber .........................., sehr geehrte Trauzeugen und Hochzeitsgesellschaft, ich begrüße Sie alle herzlich in unserem Trauzimmer in .......!

Zunächst möchte ich mich allen kurz vorstellen:
Mein Name ist ................und ich bin 1 von 3 Standesbeamten hier in .............

Eine Trauung gehört für mich zu den \"Highlights\" der Woche.
Dazu tragen Sie alle mit bei, mit Ihrer guten Laune, die Sie mit hier herein gebracht haben.
Meistens schwingt beim Brautpaar ein bisschen Aufregung mit, aber das ist ja auch ganz normal, denn eine Eheschließung ist immer etwas ganz Besonderes.

Mit Ihrem Jawort heute, gelten Sie ab sofort nicht nur in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis als Paar, sondern dann auch offiziell vor der Gesellschaft als Ehepaar.
Der Gesetzgeber hat vorgesehen, dass vor jeder Trauung die Dokumente geprüft werden. Das Verfahren haben Sie ja schon vor ein paar Wochen beim Aufgebot hinter sich gebracht.
Nun steht also Ihrer Eheschließung nichts mehr im Wege.


Dafür, dass Sie sich heute das Jawort geben wollen, gibt es bestimmt eine ganze Menge Gründe.
Aber ein Motiv wird sicher in der Überzeugung liegen, miteinander ein Leben lang glücklich werden zu können.

Nach Glück sehnen wir uns alle, und zu den Bereichen, von denen wir uns Glück erhoffen, gehört vor allem die Partnerschaft in der Ehe.

Deshalb möchte ich meine kleine Ansprache auch mit ein paar Worten über das Glück beginnen.
Der Theologe Albert Schweitzer, sagte einmal:
Das Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Wenn man andere an seinem Glück teilhaben lässt, gibt man also nichts weg, sondern man bekommt etwas hinzu:
Man wird glücklicher.

Wer selber glücklich ist, möchte dem anderen etwas von seinem Glück abgeben.
Er möchte ihn glücklich sehen, ihn glücklich machen, und ist auch selber glücklich, wenn ihm das gelingt.
Wenn zwei sich gemeinsam freuen, erleben sie dieses Gefühl viel intensiver.

Das Glück erfährt also eine Steigerung, wenn wir den anderen daran teilhaben lassen oder wenn wir es gemeinsam empfinden.

Geteilte Freude ist doppelte Freude
heißt es deshalb so treffend in einem Sprichwort.
Dieses Sprichwort beginnt, wie Sie sicher wissen, mit einem anderen, ähnlich paradox klingenden Ausspruch, nämlich:
Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Hier geht es nun darum, dass etwas weniger wird, wenn man es teilt.

Und auch dies trifft vor allem zu, wenn zwei Menschen eng miteinander verbunden sind.
Denn wenn jemand Kummer teilt, Sorgen oder Probleme mit einem durchsteht, oder wenn zwei Menschen schwierige Zeiten zusammen durchleben, dann ist das Leid leichter zu ertragen.

Die enge Verbindung zu einem anderen Menschen ist also eine Lebensform, die das Leben leichter machen kann.
Denn gemeinsam lässt sich mit Problemen und Konflikten viel besser fertig werden, und gemeinsam erlebt jeder die schönen Seiten des Lebens viel intensiver.

Und beides, die dunklen wie die hellen Zeiten, hält das Leben nun mal für einen bereit.
So wie jeder erwarten darf, dass die Liebe ihm schöne Stunden schenkt, so muss jeder auch damit rechnen, dass im Leben nicht immer alles glatt läuft.
Und dann ist es immer gut, nicht allein dazustehen.

Jeder hat mehr vom Leben, wenn er es mit einem anderen teilt.
Wenn er jemanden hat, mit dem er die Sorgen und Freuden des Lebens teilen kann.
Wir gewinnen an Lebensqualität, wenn wir nicht allein dastehen, sondern unser Leben mit jemandem zusammen verbringen, den wir lieben.
Denn beim anderen finden wir Verständnis sowie Rückhalt und Unterstützung, und das Zusammenleben mit dem Menschen, den man liebt und dem man vertraut, gewährt Glück und Zufriedenheit.

Ich wünsche Ihnen Beiden, dass Sie in Ihrem gemeinsamen Leben und in Ihrer Ehe das Glück finden werden.





 
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