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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (124)

Liebes Brautpaar,
werte Trauzeugen und Hochzeitsgäste

Ich darf Sie alle hier in unserem Standesamt in ........... auf das herzlichste begrüßen.
Mein besonderer Gruß gilt natürlich dem Brautpaar, der ............... und dem ............


Ihr beide, liebes Brautpaar, seht euer Lebensziel und euer Lebensglück in der Ehe und Familie. Ihr wollt heute auch nach außen eindeutig dokumentieren, dass Ihr als Paar verbunden seid und dass ihr und eure Kinder zusammengehören.
Dieser offizielle Schritt und die damit einhergehende Verbindlichkeit sind euch wichtig. Dies unterstreicht, wie viel ihr einander bedeutet und welch hohen Stellenwert das Familienleben für euch einnimmt. Was gibt es schließlich Schöneres als die Nähe zu dem Menschen, den man liebt, oder als ein unbeschwertes Kinderlachen? Und was gibt es Bedeutsameres als den inneren Zusammenhalt, den ein Paar oder eine Familie sich gegenseitig geben?

Denn das, was wir in einer Ehe und in der Familie suchen, das ist die Gewissheit, uns aufeinander verlassen zu können.
Dieses Gefühl von Zusammengehörigkeit, diese Sicherheit, ist der Kern jeder Beziehung. Es findet seinen Ausdruck auch im Trauschein und im Ehering und auch in einem gemeinsamen Namen. Doch weitreichender ist die tiefe Überzeugung, die dahinter steht: Die Überzeugung, miteinander durch dick und dünn gehen zu wollen und zu können, die Überzeugung, sich umeinander zu kümmern und füreinander einzutreten.

Diese Gewissheit verbindet zunächst zwei Menschen, die sich ineinander verlieben und gut miteinander auskommen. Dann weitet sich dieses Gefühl von Verantwortung auch auf ihre Kinder aus. Kinder haben ja ein noch stärkeres Bedürfnis nach Verlässlichkeit als Erwachsene. Sie brauchen einen verbindlichen Tagesablauf und klare Regeln. Sie brauchen Eltern, die Zeit und Verständnis für sie haben, die mit ihnen spielen und Ausflüge machen, die ihre Sorgen und Nöte anhören und ihnen bei der Lösung ihrer Probleme helfen.

Doch auch die Erwachsenen brauchen Verlässlichkeit in einer Beziehung. Sie wollen wissen, woran sie mit dem Partner sind, wenn sie sich auf eine gemeinsame Lebensplanung einlassen. Sie brauchen Verbindlichkeit, was die Regelung des Alltags angeht, wie auch die Gewissheit, alles gemeinsam durchzustehen. Sie sehnen sich nach etwas Stabilität in einer Zeit, in der sich vieles rasch verändert und Biografien nicht mehr so geradlinig verlaufen wie früher. Und in einem Leben, in dem von heute auf morgen vieles ganz anders sein kann, möchten Eltern und Kinder etwas Bleibendes und Beständiges, wünschen sie sich ein harmonisches Familienleben.

Nun geht es in Ehe und Familie natürlich nicht immer ganz harmonisch zu. Doch Differenzen gehören eben auch zum Zusammenleben, und Auseinandersetzungen zwischen den Generationen können gar nicht ausbleiben. Konflikte sollen auch nicht aus lauter Harmoniesucht unter den Teppich gekehrt, sondern ausgetragen werden. Allerdings indem bestimmte Regeln eingehalten werden. Denn auch bei Auseinandersetzungen lässt sich deutlich machen, wie wichtig einem der andere ist und dass man ihn und seine Meinung respektiert.
Es geht nicht darum, immer ein Herz und eine Seele zu sein - was ja auch gar nicht machbar ist. Sondern es geht darum, das Gefühl zu vermitteln, zusammenzugehören, egal was kommt. Dieses Gefühl von Verlässlichkeit gibt Stärke, Kraft und innere Ruhe.
Das hilft, Stress oder Hektik im normalen Alltag zu verkraften und Konflikte zu bewältigen. Es vermittelt Kindern eine positive Grundeinstellung zum Leben, es gibt ihnen den Rückhalt, von dem aus sie die Welt gefahrlos entdecken können. Das harmonische Zuhause wird zu einem Ort, an dem alle auftanken und an den sich alle gern zurückziehen.

Diese Verlässlichkeit setzt voraus, dass alle Verantwortung übernehmen, für sich, für die anderen und für die Ehe beziehungsweise die Familie. Die Eheleute stehen nicht mehr alleine da, sondern haben die Partnerschaft im Auge und das Wohl der Kinder. Und auch die Kinder werden, sobald sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, kleine Verantwortlichkeiten in der Familie übernehmen.

Die Entscheidung für Ehe und Familie bedeutet also, dass zwei Menschen Aufgaben übernehmen, die sie auch fordern. Doch sie geben nicht nur, sie bekommen auch etwas. Der Austausch von Geben und Nehmen bringt ihnen Gewinn. Denn sie finden eine Oase, wo sie verstanden und aufgefangen werden, einen Ort, wo sie miteinander lachen und den Unbilden des Lebens trotzen können. Sie leben mit Menschen zusammen, die sie mögen, wie sie sind, und auf die sie sich unbedingt verlassen können.



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Liebe ..........., lieber ............!
Nachdem ihr euch das gegenseitige Ja-Wort gegeben habt und damit rechtmäßig verbundene Eheleute geworden seid, möchte ich euch zum Schluss noch alles Gute und viel Glück für euren gemeinsamen Lebensweg wünschen.


 
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