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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (130)


Nachdem nun alle anwesend sind, möchte ich Sie recht herzlich begrüssen; ganz besonders natürlich Sie beide, ..................... und ......................


Sie beide wollen heute den Bund der Ehe schließen und ich glaube, dass Sie sich diesen Schritt in ein gemeinsames Leben sehr gut überlegt haben. Sie haben sich ja sicher schon lange vor dem heutigen Tag Ihr innerstes Ja-Wort gegeben und gewusst, dass Sie füreinander bestimmt sind.

Mit Ihrem heutigen Ja-Wort hier am Standesamt legen Sie Ihre Zukunft nun voll Vertrauen in die Hand Ihres Partners. Sie beide stehen am Beginn eines neuen Lebensabschnittes, von dem Sie eigentlich trotz aller guten Vorsätze noch nicht wissen, was er Ihnen an Glück und Freude, vielleicht aber auch an Sorgen und Leid bringen wird.

Auch in Ihrem gemeinsamen Leben wird es trübe Tage geben; Tage, an denen Sie sich einsam und verlassen fühlen. Aber versuchen Sie immer, die Fehler des Partners mit der Einsicht zu ertragen, dass man selbst ja auch nicht fehlerlos sind und beenden Sie solche Unstimmigkeiten wenn möglich noch am selben Tag durch ein versöhnendes Wort oder einfach nur durch ein Zeichen der Liebe. Ich glaube, es sind sicher verlorene Stunden Ihres Lebens, in denen man nicht gut miteinander ist.

Jeder möchte natürlich gerne eine sogenannte "gute" Ehe führen, aber wenn man sich das alles so ein bisschen durch den Kopf gehen lässt - was ist eigentlich eine "gute Ehe", was macht das Gelingen einer Ehe aus?
Sie beide haben sich schon ein wichtiges Fundament für Ihre Ehe geschaffen, Sie haben sich ein gemütliches Heim gebaut und viele Arbeitsstunden, Energie und Liebe in ihr Haus gesteckt.

Aber alleine dieses Fundament reicht nicht. Jeder wünscht sich, dass seine Ehe nicht ein Nebeneinander, sondern ein Miteinander ist und so glaube ich auch, dass man da gewisse "Eckpfeiler" auf dieses Fundament aufsetzen sollte, damit die Ehe wirklich ein Miteinander bleibt.

Der erste und wohl wichtigste Eckpfeiler ist einmal die L i e b e zueinander. Es ist im alltäglich Leben nicht immer leicht, sich gegenseitig immer wieder die Liebe zueinander zu beweisen. Die Liebe des Partners ist nicht etwas, dessen man sich auf ewige Zeiten sicher sein kann. Die gegenseitige Liebe muss man sich immer wieder erarbeiten und beweisen, damit sie nicht irgendwann aufhört.

Ein zweiter und sicherlich auch sehr wichtiger Eckpfeiler ist die A c h t u n g vor dem Partner. Vergesst nie, euch gegenseitig zu schätzen und zu achten und denkt daran, dass ihr euch gegenseitig etwas ganz Besonderes seid.

Der dritte Eckpfeiler könnte Z e i t sein. Es ist so wichtig in einer Partnerschaft, sich gegenseitig bewusst Zeit zu schenken, auch mit den Kindern so viel Zeit wie nur möglich zu verbringen. Ihr werdet sehen, dass diese Liebe hundert- und tausendfach zurückgeschenkt wird.

Und der vierte Eckpfeiler wird vielleicht das gegenseitige V e r t r a u e n sein. Darauf vertrauen zu können, dass der Partner treu ist, vertrauen zu können dass man geliebt wird und vor allem darauf vertrauen zu können, dass der Partner zu einem hält, wenn es einem schlecht geht, dass man sich fallen lassen kann und sich beim Partner geborgen weiß.

Ich denke mir wenn Sie versuchen, diese Eckpfeiler" der Ehe wirklich zu leben und sich noch dazu eine leise, innere Dankbarkeit in sich selbst und auch füreinander bewahren, dann wird Ihre Ehe für Sie wie ein Brunnen sein oder wie eine Quelle, aus der Sie immer wieder Kraft schöpfen können und das dann eine Quelle ist, die nie versiegt.


Ich möchte Sie beide und Ihre Trauzeugen nun bitten, zur eigentlichen Eheschließung aufzustehen.

Konsensgespräch, unterschreiben, einige nette Schlussworte


 
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