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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (4)

Ich darf alle, das Brautpaar, die Zeugen und Gäste zur standesamtlichen Eheschließung hier im Trauungssaal der GEMEINDE MUSTERDORF sehr herzlich begrüßen.
Um der Absicht zum Beginn eines gemeinsamen Lebensweges auch eine gesetzliche Grundlage zu geben, darum seid Ihr beide heute hierher gekommen. Es freut mich, daß ich als Euer Standesbeamter an diesem für Euch beide so wichtigen Schritt mitwirken darf.
Ein bedeutender Philosoph hat einmal gesagt: "Das Glück kann man nicht erzwingen, aber man kann es wenigstens einladen!". Wenn man über diese Worte nachdenkt, begreift man, wie recht er damit hatte. Das Glück in einer Partnerschaft ist ein heikles Gut, das nicht allen gleich vergönnt ist.
Wer kein Glück hat sucht es, wer es gefunden hat, vermag es oft nicht wirklich zu schätzen.

Eben dieses Glück wollt Ihr beide heute in der Trauung finden. Das Jawort ist allerdings keine Garantie dafür, es wird Eure Aufgabe sein, im täglichen Leben "Ja" zueinander zu sagen, auch wenn die Vorzeichen einmal nicht so gut stehen.
Das Gesetz definiert das Wort "Ehe" als Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau. Beide müssen gleichzeitig und persönlich vor dem Standesbeamten anwesend sein und übereinstimmend zum Ausdruck bringen, daß sie ab nun in ehelicher Gemeinschaft zusammenleben wollen.
Aber gerade in unserer heutigen Zeit ist es oft schwer, sich Zeit für einen Partner zu nehmen, denn die Hektik unserer so rastlosen Welt wirkt sich oft negativ auf das Zusammenleben zweier Menschen aus. Darum ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen für die Sorgen und Probleme des anderen und auftretende Unstimmigkeiten durch ein gemeinsames klärendes Gespräch aus der Welt zu räumen.

Wenn Ihr beide auf Ehrlichkeit und Verständnis in Eurer Ehe achtet, wird es nicht schwerfallen, kleine Fehler des anderen nicht überzubewerten, sondern zu akzeptieren. Der Versuch, Mißstimmungen mit einer offenen Aussprache gemeinsam aus der Welt zu schaffen, sollte dem Stillschweigen von Problemen immer vorauszugehen.
Die beiden gewählten Trauzeugen sind sicher nicht nur hier, um dem Protokoll genüge zu tun, sie sollen in schweren Stunden, die in jeder Partnerschaft vorkommen, zur Seite stehen.
Aber die Hauptverantwortung an Eurer Beziehung tragt Ihr selbst.
Vertraut einander, enttäuscht Euch nicht, seid ehrlich zueinander und belügt Euch nicht, habt Geduld miteinander und seid treu, dann werdet Ihr nur frohe Stunden zählen können.

In diesem Sinne darf ich nun feststellen, daß Ihr alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe erfüllt habt. Und so bitte ich das Brautpaar und die Zeugen, sich zur Abgabe des Eheversprechens von den Plätzen zu erheben.
Und so frage ich Dich, HERR MUSTERMANN, ist es Dein freier Wille und fester Entschluß mit FRAU MUSTERMANN die Ehe einzugehen, dann sag "Ja".
Ich frage auch Dich, FRAU MUSTERMANN, ist es auch Dein freier Wille und fester Entschluss mit HERR MUSTERMANN die Ehe einzugehen, dann sag auch Du "Ja".
Da Ihr nun vor Zeugen und ohne Vorbehalt erklärt habt, die Ehe miteinander eingehen zu wollen, ist Euer Lebensbund geschlossen. Mir obliegt es nun auszusprechen, daß Ihr beide ab jetzt rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Die Ringe als das Symbol der immerwährenden Treue sollen diesen Lebensbund auch für andere sichtbar machen, anschließend bestätigen wir mit unserer Unterschrift im Ehebuch die heutige Trauung.
Ich darf nun den Eintrag dieses gegenseitigen Versprechens auszugsweise zur Kenntnis bringen:
MUSTERORT, am MUSTERDATUM
HERR MUSTERMANN und FRAU MUSTERMANN erschienen zur Eheschließung vor dem unterzeichneten Standesbeamten. Der Standesbeamte hat die Verlobten gefragt, ob Sie die Ehe miteinander eingehen wollen und nach Bejahung dieser Frage ausgesprochen, daß Sie nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute sind. Die Ehegatten haben den Familiennamen des Mannes als gemeinsamen Familiennamen bestimmt.


Die Unterschrift des Standesbeamten, der Eheleute und der Trauzeugen besiegeln die heutige Trauung, die mit der Zahl X/XXXX im Ehebuch des Standesamtes MUSTERORT eingetragen wurde.

So darf ich nun zum Abschluß in meinem Namen, sowie im Namen des Bürgermeisters der GEMEINDE MUSTERORT das Beste für Eure gemeinsame Zukunft wünschen.
 
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