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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (143)

Liebes Brautpaar, verehrte Trauzeugen!

Ich darf euch recht herzlich zu der heutigen Eheschließung des Herrn ...... und der Frau ...... im Standesamt von ...... begrüßen.

Es freut mich also, dass ich heute am Beginn Eures gemeinsamen Ehelebens dabei sein darf, um als Standesbeamter Euer Eheversprechen entgegenzunehmen.

Für diesen heutigen Tag, habt ihr euch beide entschlossen, das \"JA\" abzugeben, mit dem ihr euch vor dem Gesetz und den Menschen bereit erklärt, ein Leben lang füreinander und miteinander zu denken, zu planen, zu sorgen und zu entscheiden.

Die Trauzeugen sind mit anwesend und werden mit ihrer Unterschrift bezeugen, dass sie mit dabei waren, wenn ihr übereinstimmend euren Ehewillen erklärt.

Die Tatsache, dass ihr heute hier erschienen seid, zeigt, dass ihr euch entschlossen habt, nun auch vor dem Gesetz und ihrem Lebensumfeld mit all euren Verwandten, Freunden und Bekannten als Mann und Frau zu gelten.
Dies ist in der heutigen Zeit , in der immer mehr Menschen in Beziehungen ohne Trauschein zusammenleben, um so vielleicht "modern" zu erscheinen und vermeintliche Freiheiten zu genießen, ja gar nicht mehr so selbstverständlich.

Bei der Eheschließung selbst gibt es wenig Formvorschriften. Eine Vorschrift, die aber einzuhalten ist, dass der Heiratseintrag vorgelesen wird. Damit möchte ich nun mit dem ersten Teil des Heiratseintrages beginnen.

Danach ein Gedicht


Bevor ich nun zum wichtigsten Teil dieser Amtshandlung, nämlich der Frage nach dem Ja-Wort komme, möchte ich noch ein paar Worte an das Brautpaar richten.

Wenn Ihr Euch zurückerinnert an die ersten Tage,Wochen Eurer Beziehung, werdet Ihr feststellen, dass das damals etwas sehr Spannendes war. Ihr habt Euch gegenseitig gefallen, aber noch vieles war unausgesprochen. Jeder war verliebt, aber wusste das auch schon der andere?

Jedenfalls wurde die Neugierde geweckt, den anderen kennen zu lernen. Ihr habt schließlich einander entdeckt Eure Eigenschaften, Vorlieben und Hobbys. Daraufhin konntet Ihr feststellen, wir passen zueinander, wir wollen zusammenbleiben.

In der Zeit des Kennenlernens seid Ihr auch auf Eure Verschiedenheiten gestoßen. Ihr habt erfahren, dass der eine Partner über manches ganz anders denkt als der Andere.
Doch Eure Zuneigung machte es möglich, sich für den anderen zu öffnen, für den Partner da zu sein.

Den heutigen Hochzeitstag den Ihr im Kreise Eurer Familien und Freunde feiert, möge das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu Euren Familien Euch lehren, dass wir nie für uns allein leben, sondern eng verwachsen sind mit allen anderen, die unser Schicksal teilen.

Bewahrt Euch Eure Fröhlichkeit, Euren Humor und die Geselligkeit, bleibt einfach so, wie Ihr seid, dann werdet Ihr nicht nur selbst Freude an Eurer ehelichen Lebensgemeinschaft haben, sondern auch wir können an dieser Freude teilhaben.

Die Ehe ist angelegt auf Dauer, wie auch das Herz des Menschen eine lange Zeit schlagen will.
Und diese Dauer verleiht immer mehr und immer tiefere Bildung. Ich möchte Euch bitten, sich in eurem gemeinsamen Leben ein wenig von dieser Herzensbildung anzueignen.
Dazu bedarf es des gegenseitigen Zuhörens und des Zugehens auf den anderen.

Gemeinsam habt ihr den Bau des Wohnhauses in geplant.
Da steht viel Arbeit und Engagement dahinter, aber ich bin mir sicher mit viel Fleiß wird es ein sehr schönes Zuhause werden.

Das gemeinsame Haus soll eine Oase der Erholung für die Familie sein, die einen Geborgenheit und Kraft im Alltag gibt.

Nun möchte ich zum wichtigsten Teil dieser Amtshandlung kommen und ich darf das Brautpaar bitten, sich von den Plätzen zu erheben.


Zuerst stelle ich meine Frage an Dich Herr ...... ist es Dein freier Wille mit der hier anwesenden Frau ...... die Ehe zu schließen, dann antworte mit \"JA\".

Nun die Frage an Dich Frau ..... ist es Dein freier Wille mit den hier anwesenden Herrn ...... die Ehe einzugehen, dann antworte mit \"JA\".

Da Ihr beide meine Frage, vor den beiden Trauzeugen, übereinstimmend mit \"JA\" beantwortet habt, stelle ich fest, dass Ihr nunmehr kraft Gesetzes rechtlich verbundene Ehegatten seid.

Die Ringe die hier schon bereit liegen, wollen wir nicht vergessen.
Sie sind auch für andere sichtbar ein Symbol.
Als Zeichen der äußeren Verbundenheit und Achtung stecken Sie sich nun gegenseitig die Ringe an.

Bevor Ihr nun den Heiratseintrag unterschreibt, werde ich Euch noch den zweiten Teil des Ehebuches vorlesen.


Danach Musik



Abschließend darf ich Euch alles Gute auf Euren weiteren Lebensweg wünschen, den ihr bereits ein gutes Stück gemeinsam gegangen seid.
Ihr sollt Freude am gemeinsamen Leben haben, den Partner gegenseitig achten und anerkennen.

Wie ihr bereits beide wisst, gibt es in einer Partnerschaft nicht nur Sonnentage, deshalb ist es ganz wichtig in kritischen Situationen in der Partnerschaft zu einander zu stehen,
Probleme gemeinsam besprechen und ausdiskutieren, dann wird sich das Glück auf Dauer einstellen, welches ich auch im Namen der Gemeinde von ganzen Herzen wünsche.

In diesem Sinne danke ich für die Aufmerksamkeit und wünsche euch eine schöne lustige Hochzeitsfeier.

Musik



 
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