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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (148)

Liebes Brautpaar, geschätzte Hochzeitsgäste, ich darf Euch hier
am Standesamt zur Trauung von
............ sehr herzlich begrüssen !

Liebe .., lieber ... !

Es ist für mich als Standesbeamter und persönlicher Freund eine große Freude, zwei liebe Menschen vor mir zu haben, welche in ..... mit Ihren Freunden die gemeinsame Wanderung durchs Leben beginnen wollen, erfüllt von dem Bewusstsein, dass Sie damit Ihren Lebensinhalt bereichern und erweitern obwohl der Mittelpunkt Ihrer Lebensinteressen in einem anderen Ort besteht.

Liebe .., lieber .., viel von dem, was im Leben eines Menschen von Bedeutung ist, liegt außerhalb des Bereiches seines Willens, weil es andere Menschen oder eben die Zeit- und Lebensverhältnisse oder sonstige Umstände so bestimmen. Er selbst kann bei vielem weder etwas dazu - noch dagegen tun. Aber ein Ereignis im Leben, dass veranlasst er selbst. Er wählt seinen Weggefährten und bestimmt mit ihm den Ort und die Zeit, an dem er eine wichtige Entscheidung in seinem Leben fällt und sucht mit ihm die Menschen aus, die diesen Festtag mitfeiern dürfen.

Wenn sich zwei Menschen im Leben begegnen, dann kann es oft sein, dass sie füreinander Sympathie empfinden. Es ist fast unbewusst dieses Gefühl, aber doch scheint es nicht fremd und nicht neu zu sein; man meint, den anderen schon lange zu kennen, und die sonst so einhüllende Scheu hat sich zu einer unsichtbaren Brücke des Vertrauens gewandelt.

Und dann wird dieses Vertrauen immer tiefer und fester, bis es schließlich vom ganzen Menschen Besitz ergreift, und den stillen Wunsch wach werden lässt, mit dem anderen auch alle Sorgen zu teilen. Dieses zarte Bemühen, das Leben eines anderen zu erleichtern und zu verschönern gibt viel Freude und Frohsinn.

Ihr beide habt Euch gemeinsam ein Heim geschaffen, diese Heimat, euer Heim, liegt jedoch auch im Menschen selbst und nicht nur in einem Haus oder in einer Wohnung. Und genau so ist auch der römische Spruch "Ubi bene ibi patria" zu verstehen, was soviel heißt wie, "Dort wo ich mich wohl fühle, dort finde ich auch meine Heimat". Diese Geborgenheit muss im Zusammenleben zweier Menschen immer wieder aufs Neue gesucht werden.

Ein Stück Eures Lebensweges seid Ihr schon gemeinsam gegangen und habt miteinander frohe Stunden, aber auch Kummer und Sorgen erlebt. Bei diesem Zusammenleben als gute Freunde in Freud und Leid, hat sich Eure Lebensgemeinschaft bereits bewährt. Darum habt Ihr auch den Entschluss gefasst, gemeinsam durchs Leben zu gehen.

Diesem Entschluss wollt Ihr heute hier am Standesamt rechtliche Kraft verleihen, indem Ihr öffentlich erklärt, einander als Mann und Frau angehören zu wollen. Ich als Standesbeamter will gerne bereit sein, dabei mitzuwirken, und so bitte ich Euch jetzt aufzustehen und meine Frage, die ich an Euch richte, zu beantworten.

Ich frage nun Dich lieber Bräutigam: Ist es dein freier Wille und fester Entschluss, mit Deiner Braut ....... die Ehe zu schließen,
dann antworte - mit JA!!

Und nun frage ich Dich liebe Braut: Ist es auch den freier Wille und fester Entschluss, mit Deinem Bräutigam ........ die Ehe zu schließen, dann antworte auch - mit JA!!

Auf Grund Eurer beiden ausgesprochenen JA-WORTE spreche in nun Kraft meines Amtes aus, dass Ihr rechtsmäßíg verbundene Eheleute seid. Diese kleinen glänzenden Reifen mögen Euch stets daran erinnern, dass Ihr mit dem Ja-Wort die Verantwortung füreinander übernommen habt, und das all Euer Tun und Lassen das Glück zweier Menschen bestimmt und beeinflusst. Zum äußeren Zeichen Eurer Verbundenheit, sollt Ihr Euch nun gegenseitig die Ringe anstecken.

R i n g w e c h s e l

Anlässlich Eurer Hochzeit wurde im Ehebuch des Standesamtes eine neue Seite angelegt. Den Eintrag daraus, werde ich nun auszugsweise vorlesen und Euch anschließend bitten zu unterschreiben.

Liebes Brautpaar, eine bedeutungsvolle Stunde geht nun zu Ende, ein neuer Lebensabschnitt hat seinen Anfang genommen. Zu diesem neuen und schönen Anfang werden Euch heute viele gratulieren. Auch im Namen unseres Bürgermeisters darf ich Euch die herzlichsten Glückwünsche zur Hochzeit überbringen. Ich, als Standesbeamter wünsche Euch für Euer gemeinsames Leben den inneren Frieden, den Frieden in Eurem Haus genauso, wie den Frieden in Eurer Ehe. Denn zum Frieden in der Ehe gehört notwendigerweise die Anerkennung des anderen, den nur mit Achtung und Wertschätzung des anderen, ist Friede möglich.

Liebe .., lieber ..., wenn ihr jetzt diesen Raum verlässt, führt euch euer Weg nicht mehr in das vertraute Zuhause der Eltern oder eurer Wohnungen, sondern in ein neues Haus - in das Haus eurer Ehe. Ihr habt heute mit dem Bau des Fundamentes begonnen, welches sehr stark sein muss, damit es alles, was noch nachkommen wird, auch tragen kann. Ihr beide seid die Baumeister und Architekten, die es nach innen und außen gestalten und vollenden müssen. Fügt es ein in die Landschaft des Lebens und baut es stark gegen alle Unsicherheiten dieser Zeit.

 
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