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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (149)

Sehr geehrtes Brautpaar, sehr geehrte Trauzeugen,
sehr geehrte Hochzeitsgäste!

Ich darf Sie alle recht herzlich im Standesamt der ...... willkommen heißen.
Und ich möchte, obwohl wir alle wissen, warum wir uns hier versammelt haben, der Ordnung halber feststellen, dass Sie, Frau/Frl. (Familienname), und Sie, Herr (Fami-lienname) , heute hierher gekommen sind, um miteinander in der gesetzlich vorge-schriebenen Form die Ehe zu schließen.

Gestatten Sie mir bitte, dass ich einige persönliche Worte an Sie richte:

Es liegt immer eine ganz eigene Stimmung über jener Stunde, in der sich zwei Men-schen das Versprechen geben, miteinander durch das Leben zu gehen.
Wir glauben zu spüren, wie sich mit der Hoffnung auf das Gelingen der gemeinsa-men Zukunft ein leises Bangen mischt vor dem Aufbruch ins Ungewisse.
Denn, wie gewissenhaft Sie auch geprüft haben, ob eine genügend große Basis für ein gedeihliches Zusammenleben gegeben ist, wie ehrlich und ernsthaft Ihr Wollen ist, wie groß und stark Ihre Liebe zueinander ist, der Trauschein allein ist keine Ga-rantie für das Gelingen einer Ehe.
Wer absolute Sicherheit nur vom Jawort erwartet, wer glaubt, die Ehe ließe sich von vorne herein programmieren, der übersieht, dass unser Leben leider nicht immer un-seren Wünschen gehorcht.

Das Jawort, mit dem Sie sich aus freiem Einverständnis zur umfassenden ehelichen Lebensgemeinschaft verbinden, bedeutet im Sinne des Rechtes und der Sitte, dass Sie gewillt sind, gemeinsam zu wohnen, miteinander zu planen und gemeinsam zu wirtschaften.






Es besagt, dass Sie einander in jeder Hinsicht treue Gefährten sein sollen, dass Sie sich zueinander sowohl in schönen als auch in schweren Stunden anständig und rücksichtsvoll verhalten sollen, dass Sie sich in allen Lebensbereichen so viel wie möglich helfen und unterstützen sollen.
Mit Ihrer Willenserklärung anerkennen Sie sich als gleichberechtigte Partner, das heißt, dass in Ihrer Ehe keiner dem anderen über- oder untergeordnet sein wird, dass keiner mehr zu sagen oder zu entscheiden hat, als der andere, dass keiner den an-deren in irgend einer Weise ausnützt oder unterdrückt, sondern Sie sich ehrlich be-mühen werden, Ihre Gemeinschaft immer einvernehmlich zu gestalten.

Sehr geehrte Brautleute, kein Mensch ist imstande, alle Bedürfnisse und alle Wün-sche seines Partners sofort zu erkennen und zu erfüllen.
Sie sollten daher nachsichtig miteinander umgehen und großzügig zueinander sein.
Wer seinem Partner nicht vertraut oder wer dieses Vertrauen missbraucht, der jeden Schritt seines Partners überwacht, der nur kritisiert statt zu verstehen und zu helfen, der nur die körperlich - materielle und nicht die geistige Gemeinschaft sucht, der wird nach und nach die Grundlagen des Zusammenlebens untergraben.
Vor ca. zweieinhalb tausend Jahren hat ein griechischer Philosoph das Leben eine Kunst und das Eheleben den schwierigsten Teil dieser Kunst genannt.
Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Eine Ehe ist letzten Endes genau das, was beide in ihr verbundene Menschen aus ihr machen. Von Ihnen selbst und von Ihrem Verhalten zueinander hängt es ab, wie Ihre Ehe gelingt.


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Die Eheschließung wird nach österreichischem Recht in der Wiese vollzogen, dass die beiden Brautleute vor dem zuständigen Standesbeamten in Gegenwart zweier Trauzeugen die Erklärung abgeben, dass sie Willens sind, miteinander die Ehe zu schließen.
Nachdem Ihr Aufgebot vorschriftsmäßig abgeschlossen worden ist und mir keine E-hehindernisse zur Kenntnis gelangt sind, sind die gesetzlichen Voraussetzungen für Ihre Eheschließung gegeben.

Aufgrund dieser Tatsache bin ich als Standesbeamter der ........ gerne bereit, Ihre Erklärungen, die Ehe miteinander schließen wollen, rechtswirksam ent-gegenzunehmen.
Wenn Sie sich (Brautpaar und Trauzeugen) bitte dazu von Ihren Plätzen erheben!

Als Standesbeamter der ......... richte ich an Sie, sehr geehrtes Braut-paar, kraft meines Amtes und angesichts der beiden Trauzeugen die bedeutsame Frage.

Herr (Vor- und Familienname), ist es Ihr freier und ungezwungener Wille, die Ehe mit Frau (Vor- und Familienname) einzugehen und sie zu Frau zu nehmen, mit allen Rechten und Pflichten?

Frau (Vor- und Familienname) , ist es auch Ihr freier und ungezwungener Wille, die Ehe mit Herrn (Vor- und Familiennamen) einzugehen und ihn zum Mann zu neh-men, mit allen Rechten und Pflichten?

Gleich einem Gelöbnis haben Sie durch Ihre Erklärungen den Ehebund geschlossen. Ich erkläre im Namen der Republik Österreich Ihre Ehe als gesetzmäßig zustande gekommen. Sie sind nun rechtmäßig verbunden Eheleute.

Es ist ein alter Brauch anlässlich der Eheschließung die Ringe zu wechseln. Wollen daher auch Sie, sehr geehrtes Brautpaar, den Ringwechsel vornehmen zum äußeren Zeichen des eben geschlossen Bundes und im Bewusstsein, dass Sie diese Ringe für alle Zukunft miteinander verbinden mögen.



Nehmen Sie bitte wieder Platz.

Ich verlese nun das für Sie unter Nr............... angelegte Blatt des Ehebuches, wel-ches anschließend von den Ehegatten und den Trauzeugen zu unterfertigen ist.

Verlesung des Ehebuches!

Die Verlobten haben bestimmt, nach der Eheschließung den Namen des Mannes / der Frau zu führen. Nach § 93 des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches haben Sie daher künftighin den gemeinsamen Familiennamen (Name) zu führen.

Entsprechen die Angaben den Tatsachen?

Unterschrift des Ehebuches!

Sie haben nun die Ehe geschlossen. Sie sind rechtmäßig verbundene Eheleute ge-worden.
Viele Hände werden sich Ihnen nun entgegenstrecken und Ihnen alles Glück dieser Erde wünschen.
Bedenken Sie aber dabei, dass das Schicksal Ihrer Ehe in Ihren Händen ruht.

In diesem Sinne möchte ich Ihnen, auch im Namen unseres Bürgermeisters, für Ihre nun gemeinsame Zukunft alles Gute wünschen!

 
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