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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (156)

Ich darf das Brautpaar, die Trauzeugen, sowie alle Hochzeitsgäste zur standesamtlichen Eheschließung sehr herzlich begrüßen.

Ein bedeutungsvoller Augenblick, wohl einer der entscheidensten in ihrem Leben, ist nun für sie gekommen. Es ist dies die Stunde ihres JA-Wortes, mit dem sie den Bund fürs Leben schließen. Denn aus den Worten \"Du\" und \"Ich\" wird nun ein \"Wir\" !
Sie leben nun schon seit geraumer Zeit zusammen und darum sind hier Ratschläge über den Umgang mit dem Lebenspartner fehl am Platz. Und ich meine, dass jeder des anderen Stärken, aber auch dessen Schwächen sehr gut kennt und vielleicht gerade deshalb haben sich sich zu diesem heutigen Schritt entschlossen.
Ich möchte nun einige Worte über die Bedeutung der Ehe sagen und will dies in Form eines Vergleiches mit unserer Arbeitswelt tun:
Wenn ein Mensch seinen bisherigen Beruf aufgibt, um einen anderen zu ergreifen, dann erfordert das eine Umstellung der bisherigen Lebenführung und Lebensgewohnheiten. Wenn ein solcher Wechsel aus freien Stücken erfolgt ist die Eingewöhnung in die neue Umgebung nicht schwer, keine grundlegende Wandlung. Und doch gilt es, vieles zu verändern was bisher so war und in Zukunft anders sein soll. Auch sie, liebes Brautpaar, stehen heute an einem solchen Wendepunkt ihres Lebens. Auch sie wollen in freiem Entschlusse ihr bisheriges Leben ändern, ihr Leben, dass sie bisher nach ihrem Willen und Wünschen geführt haben. Dieser Entschluß ist ihnen sicher nicht schwer gefallen, haben sie doch das kostbarste, was es im Leben überhaupt gibt, dafür erhalten: Einen Menschen einen Freund, der bereit sein will, nunmehr gemeinsam mit dem anderen das Leben zu meistern. Wie sagte doch schon der große Dichter Franz Grillparzer: \"Es ist schön für andere zu leben\". Liegt da nicht das ganze Geheimnis der Ehe verborgen, das herzliche Wollen zum gemeinsamen Schaffen, zum gemeinsamen Leben aber auch zum gemeinsamen Glück ?
Diesem ihrem Entschlusse wollen sie heute hier rechtliche Kraft verleihen, indem sie öffentlich erklären, einander als Mann und Frau angehören zu wollen.
Da ihr Aufgebotsverfahren vorschriftsmäßig abgeschlossen worden ist - sind nun auch die gesetzlichen Voraussetzungen für ihre Eheschließung gegeben. Ich bin daher gerne bereit, ihre Erklärungen, dass sie die Ehe schließen wollen rechtswirksam entgegenzunehmen.
Ich darf das Brautpaar und die Zeugen bitten, sich zu diesem Zweck von ihren Plätzen zu erheben.
Ich frage sie .......... sind sie gewillt mit .......... die Ehe zu schließen, dann antworten sie mit einem Ja.
Ebenso frage ich sie .......... sind sie gewillt mit .......... die Ehe zu schließen, dann antworten auch sie mit einem Ja.
Nachdem sie in Gegenwart ihrer Trauzeugen erklärt haben, dass sie gewillt sind - die Ehe miteinander einzugehen - ist es mir Kraft meines Amtes als Standesbeamter der Gemeinde .......... eine Freude vor ihnen auszusprechen, dass sie nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute sind !
Als äußeres Zeichen der Verbundenheit - ihrer immerwährenden Bereitschaft - füreinander und miteinander leben zu wollen, bitte ich sie den Ringwechsel vorzunehmen.
Ich bitte nun wieder Platz zu nehmen !
Ihre Willenserklärung wurde im Ehebuch eingetragen. Ich lese diesen Eintrag nun auszugsweise vor und bitte sie und die Trauzeugen - diese Urkunde anschließend zu unterschreiben.
Sie haben nun vor dem Standesamt die Ehe geschlossen.
Mögen alle Erwartungen die sie in diesen Bund setzen in Erfüllung gehen und möge für sie liebes Ehepaar, dieser (Eheschließungsdatum) einer der höchsten und größten Feiertage in ihrem Leben bleiben.
Ein bedeutungsvoller Augenblick geht zu Ende, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Zu diesem schönen Anfang werden sie viele beglückwünschen, auch ich darf noch herzlich alles Gute für die Zukunft wünschen, recht viel Glück und Freude für ihre Ehe, ein unerschütterliches Vertrauen zueinander und bestes gegenseitiges Verstehen, nicht nur in allen großen Fragen, sondern auch
in den tausend kleinen Dingen des täglichen Lebens.
Möge diese Stunde und dieser Tag in ihrer Erinnerung
fortleben als der Beginn eines glücklichen Zusammen-
lebens.
Mit der Überreichung der Heiratsurkunde, sowie den besten Glückwünschen unseres Herrn Bürgermeisters, darf ich mich von ihnen verabschieden und meine Amts-
handlung beenden.
 
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