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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (158)

Sehr geehrtes Brautpaar, werte Trauzeugen, als Standesbeamter der Gemeinde ?????? heiße ich Sie auf das herzlichste willkommen.
Vor mir dem Standesbeamten sind erschienen willens die Ehe einzugehen:
Herr _______________ und Frau ______________
Als Trauzeugen fungieren: __________________________
Wertes Brautpaar!
Wir sind heute hier zusammengekommen, weil Sie beide, Frau _____________ und Herr __________________, sich Ihr Ja-Wort geben und Ihr Leben miteinander teilen wollen. Sicher haben Sie viele Pläne für die Zukunft und konkrete Vorstellungen über Ihr Zusammenleben. Doch was bedeutet das eigentlich, sein Leben zusammen zu verbringen, miteinander teilen zu wollen? Zu dieser Frage möchte ich Ihnen vor der eigentlichen Zeremonie noch ein paar Worte mit auf den Weg geben.

Viel von dem was im Leben eines Menschen von Bedeutung ist, liegt außerhalb des Bereiches seines Willens, weil es andere Menschen oder die Zeit- und Lebensverhältnisse, der Ablauf der Jahreszeiten, Naturereignisse und sonstige Umstände bestimmen. Er selbst kann bei vielem weder etwas dazu noch dagegen tun.
Aber das wichtigste Ereignis in seinem Leben veranlaßt er selbst. Er wählt seinen Partner und bestimmt mit ihm den Ort und die Zeit für die Feier, an dem er mit seinem Ja-Wort diese bedeutungsvolle Entscheidung fällt, und sucht mit ihm die Menschen aus, die diesen Festtag mitfeiern dürfen.
Geschätzte Brautleute, Sie haben sicherlich beide das Gefühl, füreinander bestimmt zu sein und die Überzeugung, in Ihrem gemeinsamen Leben nicht nur gut miteinander auszukommen, sondern auch glücklich zu werden. Aber nur im Inneren, im Herzen des Menschen, ist Glück in Ihrer Ehe zu erreichen.

Möge es Ihnen bewußt sein, daß Glück nicht zu kaufen, sondern das Resultat von Anstrengung und dauernder Bemühung ist. Aber Sie werden sehen, es lohnt sich, den Sie haben einen Gefährten zur Seite, der Ihnen mit seinem heutigen Ja-Wort versprochen hat, in Ihrem Zusammenleben mit Verständnis zu reagieren und wenn es nötig ist, auch Opfer zu bringen, damit Ihre Ehe auch in den Stürmen des Lebens standhält und das Glück bringt, welches Sie sich in Ihren Wünschen und Träumen vorstellen.
Daher sprechen Sie in ein paar Minuten das Wörtchen Ja, mit welchem Sie die Ehe schließen und Ihre Zukunft in gewissen Dingen des Lebens, in die Hand des anderen legen.
Mit diesem Wörtchen Ja, welches Sie in Ihrem Leben schon unzählige male ausgesprochen haben und damit viele belanglose - aber auch viele wichtige Fragen beantwortet - und die eine oder andere Entscheidung getroffen haben.

Mit diesem Wörtchen JA bekennen Sie sich zu Ihrem Partner und dokumentieren damit, dass Sie Ihr Leben gemeinsam verbringen wollen und übernehmen Verantwortung füreinander.
Sie sind erfüllt von der besten Absicht ein guter Ehemann eine gute Ehefrau zu sein, dem guten Willen füreinander immer liebevoll zu sorgen, und dem ernsten Vorsatz, einander auf der Wanderung durchs gemeinsame Leben ein guter Freund, ein treuer und angenehmer Weggefährte zu sein, in frohen und vor allem aber in trüben Stunden, wenn etwas anders kommt als Sie beide das erwartet haben.
Versuchen Sie die Probleme die auch in Ihrer Ehe irgendwann auftreten können nicht aus dem Weg zu gehen oder vor sich herzuschieben. Nehmen Sie sich Zeit für die gemeinsamen Probleme, aber auch für die des Partners und versuchen Sie durch Gespräche mit dem Partner die Schwierigkeiten zu meistern, oder wenigstens Verständnis dafür aufzubringen.
Es gibt sehr viele Ehepartner die nicht miteinander, sondern nebeneinander Leben. Manche haben schon längere Zeit kein Wort miteinander gewechselt. Der in der ersten Liebe so lebhafte Dialog zwischen den Eheleuten ist sehr oft verstummt.

Ich glaube daher, eine lebhafte Ehe, mit Diskussionen oder sogar Streit ist immer noch besser, als eine stumme Ehe, in der der Partner alles was Ihm mißfällt hinunterschluckt. Denn dann staut sich in jedem Menschen der Kummer auf und es kommt irgendwann zu einem Gefühlsausbruch und unüberlegten Dingen die man später bereut.
Ich bin mir aber sicher, daß Sie sich all dessen bewußt sind und eine recht klare Vorstellung über Ihre gemeinsame Zukunft haben.

Nun soll Ihrem Entschluss, gemeinsam durchs Leben zu gehen, rechtliche Kraft verliehen werden. Ich ersuche Sie daher meine Fragen die ich nun an Sie richten werde zu beantworten:
Ich frage nun Sie Herr ____________________ ob Sie mit ihrer hier anwesenden Verlobten Frau __________________ die Ehe eingehen wollen so anworten Sie mit JA

Ich frage nun Sie Frau ______________ ob Sie mit Ihrem Verlobten Herrn ____________________ die Ehe eingehen wollen, so antworten Sie mit JA

Nachdem Sie vor mir, dem zuständigen Standesbeamten ohne Vorbehalt erklärt haben, die Ehe eingehen zu wollen, ist Ihr Ehebund geschlossen. Sie sind nun kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute. Als sichtbares Zeichen Ihres Gelöbnisses bitte ich Sie, diese Ringe, gegenseitig anzustecken.

Zum jederzeitigen Beweis dieses bedeutungsvollen Beginns eines neuen Lebensabschnittes wurde Ihr Gelöbnis in das Ehebuch eingetragen, welches ich nunmehr vorlesen werde:
Wertes Brautpaar:
Feierlich beschworen und besiegelt haben Sie nun Ihren Lebensbund. Damit ist die Ehe wohl geschlossen, aber noch nicht geworden. Die Ehe wird erst durch das gemeinsame Leben, durch das gegenseitige Bewähren und durch das gemeinsame Streben, dass ich und du ist daher zum Wir geworden.
Mit der Überreichung der Urkunden geht dieser Festakt zu Ende. Zu Ihrem Festtag möchte ich Ihnen für Ihre gemeinsame Zukunft alles gute wünschen und hoffe für Sie, dass Sie Ihre gemeinsamen Ziele die Sie sich vornehmen auch erreichen können und den heutigen Tag immer in guter Erinnerung behalten und ihn nie zu bereuen brauchen. Das wünschen Ihnen auch sicher alle die heute hier anwesend sind.


 
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