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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede (7)

Liebes Brautpaar,
verehrte Festgäste!

Ich begrüße sie zunächst alle auf das herzlichste (bei strahlendem Sonnenschein) hier auf der Burgruine Musterort. Besonders begrüße ich natürlich das Brautpaar und ich freue mich wirklich sehr, dass sie sich entschlossen haben vor dem Standesamt Musterort hier in Musterort ihr Ja-Wort zu geben und dass ich derjenige Standesbeamte bin, der ihr Ja-Wort entgegennimmt.
Alternativ zusätzlich bei nicht so schönem Wetter: Entspricht das Wetter heute zwar nicht so ganz ihren Vorstellungen weil es vielleicht etwas regnerisch und kühler ist kann das diesem Tag aber nichts anhaben, denn sie, liebes Brautpaar strahlen so viel Wärme aus das ihr Hochzeitstag zu einem besonderen Festtag für sie und uns alle wird. Der Regen heute beweist vielmehr welch große Freude sich in ihrem Herzen breitmacht.

Für sie alle hier ist heute wie schon vorhin erwähnt ein ganz besonderer Tag, denn zwei Menschen, die sie alle hier sehr gut kennen und die Ihnen viel bedeuten, haben sich gefunden und wollen ihr Leben miteinander teilen, ihre schon erprobte Lebensgemeinschaft unter den Schutz des Gesetztes stellen und darauf vertrauen geradewegs in Glück zu starten.

Aber auch für mich als Standesbeamter ist es immer wieder eine große Freude wenn ein Paar sich das Ja-Wort gibt. Es ist für mich auch eine große Ehre bei diesem sehr persönlichen und wunderschönen Moment dabei sein zu dürfen und dieses wichtige Ereignis im Leben eines Brautpaares als deren Standesbeamter mit ihnen zu teilen.

Ich möchte am Anfang meiner Rede zum wunderschönen Trauungsort der Burgruine Musterort kommen. Die Braut verbrachte viele Stunden ihrer Jugendzeit auf dieser Ruine. Daher wurde dieser Ort für die feierliche Zeremonie ausgewählt.

Hier nun einige Sätze zur Geschichte des Ortes und der Burg einfügen !!!

Liebes Brautpaar!

Im Leben jedes Menschen gibt es Stunden, die seine Zukunft entscheiden und sein Schicksal bestimmen. Eine solche Stunde ist heute auch für Sie gekommen, denn Sie sind hier um einander das Ja-Wort zu geben mit dem Sie ihre bereits erprobte Lebensgemeinschaft unter den Schutz des Gesetzes stellen und den Bund fürs Leben schließen.

Mag dieser Tag für Sie vielleicht nicht sehr viel ändern, so beweist alleine schon die Tatsache, dass Sie ab heute einen gemeinsamen Familiennamen führen werden, das der heutige Tag etwas ganz besonderes ist und für Sie zum Festtag wird.

Bevor wir aber zur eigentlichen Trauung kommen und ich mich dem Brautpaar zuwende, möchte ich auch an die Trauzeugen ein paar Worte richten.

Werte Trauzeugen !
Sie kennen das Brautpaar gut. Und da sie sich nun auf Bitten der Brautleute bereit erklärt haben, hier als Trauzeugen zu fungieren, haben Sie eine Aufgabe und Verantwortung übernommen. Von der Idealvorstellung her sollten sie für die Dauer der Ehe als Freunde ein wenig aufpassen auf diese Ehe. Helfen, Sie, daher wo immer Sie helfen können und helfen Sie, wenn Sie gebraucht werden, aber drängen sie sich nicht auf.

Ja und nun wende ich mich an Sie liebes Brautpaar!

Es steht mir sicherlich nicht zu Ihnen jetzt Belehrungen zu halten, und ich würde mir dies auch nie anmaßen, möchte Ihnen aber doch ein paar Gedanken mit auf Ihren gemeinsamen Lebensweg geben. Es ist für mich oft nicht sehr leicht die passenden Worte zu finden – speziell wenn man ein Brautpaar persönlich nicht so gut kennt – aber bei Ihnen viel es mir doch etwas leichter.
Denn ich weis z.B. um den wunderschönen Trauungsort den Sie gewählt haben.

Liebes Brautpaar!

Im Frühling beginnt das Leben vom Neuem, und immer wieder kommt dieser Neubeginn, ein jedes Jahr, dieses Faktum ist so faszinierend, dass unendlich viele Dichter und Schriftsteller davon geschrieben und gesungen haben. Aber trotzdem gilt, was Horaz, der römische Dichter, in einem seiner berühmtesten Gedichte sagt:
Es verdrängt der Sommer den Frühling, der dann selber entschwinden muss". Was hiermit ausgedrückt ist, ist dies, dass auch der Frühling, dass auch der Wonnemonat Mai, nur ein Durchgangsstadium darstellt hin zu dem Sommer und von dort aus weiter zum Winter und zum neuen Jahr und so immer weiter.

Sie sind hierher gekommen, um heute vor mir, dem Standesbeamten, die Ehe für Ihr gemeinsames Leben zu versprechen. Ich wünsche Ihnen einen sehr guten Aufbruch in das neue gemeinsame Leben, ich wünsche Ihnen diesen Aufbruch genauso, wie dies im Frühling für die Blumen zutrifft, die zu sprießen beginnen. Ich wünsche Ihnen dazu jenes Zutrauen auf den Sommer hin, wie es den Kindern eigen ist: Dieses Zutrauen weiß noch gar nichts von dem, dass auf den Sommer der Herbst und der Winter folgen wird. Leben Sie so, als würden Sie allein für Frühling und Sommer Ihrer Ehe leben. Lassen Sie die Sonne des Wohlwollens scheinen und die Sonne der Toleranz. Und wenn es einmal regnet ja, wenn es sogar einmal ein Gewitter gibt, so denken Sie daran, es wird gewiss wieder die Sonne scheinen. In diesem Sinne meine besten Wünsche für Sie und Ihr gemeinsames Leben, dass Sie heute beginnen.

Mit dem Bewusstsein und der Überzeugung füreinander bestimmt zu sein, sind Sie nun heute hergekommen um einander das Ja-Wort zu geben mit dem Sie den Bund der Ehe schließen.
Damit erfüllen Sie die staatliche Eheschließungsform und verbinden auch gerade dieses Versprechen, das Versprechen miteinander durchs Leben zu gehen und stets zusammenzustehen und zusammenzuhalten was immer auch die unbestimmte Zukunft bringen mag.

Somit komme ich nun zu meiner Kernaussage:

Jeder Mensch sehnt sich danach, einen Menschen zu finden, dem er voll und ganz vertrauen kann, jeder Mensch wünscht sich, mit einem anderen zusammen durch Leben zu gehen. Denn aus der Verbundenheit mit einem anderen Menschen ziehen wir die Kraft, uns mit Problemen und Konflikten die das Leben immer wieder mit sich bringt auseinander zu setzten, wir entwickeln unsere innere Sicherheit, gewinnen Geduld, Verständnis und Freude und unser Leben findet Glück und Erfüllung und bekommt einen tieferen Sinn. In einer vertrauensvollen Beziehung finden wir Rückhalt und Unterstützung. Vertrauen zueinander und gegenseitige Zuneigung sind die Güter, wie wirklich Glück versprechen. Wirklich glücklich macht die Liebe, die Sie Ihrem Partner schenken, Freude, die Sie ihm machen, Gutes das Sie ihm tun und Opfer, die Sie gerne bereit sind für ihn zu bringen.
Bauen sie daher ihre Ehe auf Liebe und Vertrauen und erkennen sie, dass Güte die Quelle ist, aus der immer neue Freude fließt. Ihre vielen Interessen helfen Ihnen dabei, denn mit ihnen bringen sie als diese Fähigkeit in Ihre Partnerschaft ein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen dass ihr gemeinsamer Lebensweg nur Glück erfahren möge. Denn wie heißt ein Zitat:

Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt
Geteiltes Leid ist halbes Leid und
geteilte Freude ist doppelte Freude.

 
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