logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (173)

Geschätztes Brautpaar!

Ihr habt diesen heutigen standesamtlichen Trauungstermin schon länger fixiert, die Hochzeitsfeier gemeinsam geplant und vorbereitet und nun wollt ihr zueinander JA sagen.
Mit diesem Ja geht ihr einen Ehevertrag ein, in dem ihr euren Willen erklärt, in unzertrennlicher Gemeinschaft leben zu wollen. In Gemeinschaft leben, heißt mehr als nur zusammenzuleben, es heißt, dass sich jeder Partner bemühen muss, dem anderen von sich etwas zu geben, den anderen zu ergänzen.

Eines der wichtigsten Elemente einer Ehe ist die Liebe, aber gerade sie ist auch am leichtesten verletzlich, und wenn sie verletzt wird, leidet sie und in schlimmen Fällen stirbt sie sogar.
Also kommt für das Gelingen einer Ehe viel darauf an, die Liebe bewusst zu pflegen und zu schützen.
Zeigt eure Liebe dem Partner immer wieder. Es genügt nicht, nur "einander zu lieben", sondern wir müssen dieser Liebe auch ständig Ausdruck verleihen.
Das kann eine freundliche Geste, ein liebes Wort, die Anerkennung einer Leistung und auch die körperliche Zuneigung sein.

Niemand weiß von eurem Weg, den ihr miteinander gehen werdet, wohin er führt, wieviel Glück und Freude, aber auch Probleme und Verdruss er euch bringen wird. Aber gerade weil das so ist, sollt ihr die tägliche Freude und das tägliche Lachen genauso pflegen,
wie Aufrichtigkeit, Aufgeschlossenheit und Verständnis.

Wesentlich für das gute Gelingen eurer Ehe wird es sein, dass ihr so wie bisher, auch noch nach vielen Ehejahren zärtlich miteinander umgeht und immer wieder versucht, die auftretenden Probleme gemeinsam zu lösen.
Vielleicht bei einem gemütlichen Abendessen oder bei einem gemeinsamen Sparziergang.

Seid immer bemüht, einander zu verstehen und euch auch zu verzeihen, eure Meinungen und Wünsche aufeinander abzustimmen und eure Entscheidungen so zu treffen, dass der andere nicht verletzt, traurig gestimmt oder gar ständig verärgert wird.
Versucht, Spannungen noch am gleichen Tag durch ein versöhnendes Wort oder durch ein Zeichen der Liebe zu beenden, denn jede Stunde, in denen Streit und Hass herrschen, ist eine verlorene Zeit des Lebens.
Vergesst bitte nicht, dass Vertrauen die Basis des ehelichen Zusammenlebens sein muss. Haltet daher zueinander, lasst das Vertrauen und die gegenseitige Liebe wachsen, um den Keil der Unzufriedenheit, der sich rasch in eine Beziehung drängen kann, erst gar nicht entstehen zu lassen.
Werdet nicht müde und versucht immer wieder aufeinander zuzugehen, auch wenn es noch so schwierig erscheint.
Jeder die gleiche Anzahl von Schritten.
Nähert euch, aber lasst für das Ich des Anderen ein wenig Platz übrig.

Diese Gedanken möchte ich euch auf euren Lebensweg mitgeben.

Bevor wir aber zum eigentlichen Trauungsakt übergehen wollen wir uns noch ein wenig besinnen.



Eheversprechen
Verlesung
Unterschrift


Liebes Brautpaar,

Nach dem vorhin ausgesprochenen JA beginnt nun für euch beide ein gemeinsamer Weg.
Ein Weg, der euch die schönen Seiten des Lebens zeigt, der euch aber auch manchmal über scheinbar unwegsames Gelände führen wird.

Mein Wunsch für euch beide ist, dass ihr, so wie in dieser Stunde, ein Herz und eine Seele bleibt, dass ihr nicht neben, sondern immer füreinander lebt.

Auch die Geschwister, Eltern und Verwandten feiern heute mit euch euren Festtag, so möge dieser Kreis, aus dem ihr heute heraustretet, für euch auch künftig immer eine Heimat bedeuten, möge das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu eurer Familie euch lehren, dass wir nie für uns allein leben, sondern eng verwachsen sind mit allen anderen, die unser Schicksal teilen.

In diesem Sinne wünsche ich euch das Beste auf eurem gemeinsamen Lebensweg, erinnert euch immer wieder gerne an euren Hochzeitstag, nehmt die frohe Stimmung mit auf euren gemeinsamen Lebensweg und beginnt mit dieser Stunde eine gute, glückliche und harmonische Ehegemeinschaft.

Als Standesbeamtin der Stadtgemeinde Rohrbach darf ich euch als erster alles Gute wünschen.

Herzlichen Glückwunsch!

 
zurück zur Übersicht