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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede (8)
"Strebe Hoch empor, aber die Liebe gebe deinem Streben die Richtung."

Mit diesem kleinen Spruch darf ich Euch, liebes Brautpaar, und alle anwesenden Gäste recht herzlich begrüßen.

Ihr seid also heute hier erschienen um den Bund für das Leben zu schließen. Schon das Gesetz sagt uns, die Ehe ist ein Vertrag, der geschlossen wird vor Zeugen, und zwischen zwei Menschen verschiedenen Geschlechts. Was ist aber gemeint mit diesem Vertrag? Dieser Vertrag sagt uns, wir sollen unsere Pflicht verdoppeln, und unser Recht halbieren.

Heute beginnt Ihr Euer Haus des gemeinsamen Lebens zu bauen. Mit einem Herzenswunsch hat's begonnen, mit einem ernsten Gedanken wurde es weitergebracht, mit einem kleinen Wort wird's beschlossen und durch die Tat wird's verwirklicht.

Gleichzeitig beginnt Ihr heute einen gemeinsamen Lebensweg, von dem Ihr nicht wisst, wohin und wieweit er Euch führt, was er an Glück und Freude, vielleicht aber auch an Kummer und Sorge bringt.

Es wird sicherlich Tage im Leben geben, wo man gegen den Strom schwimmt, oder gegen den Wind marschiert. Gerade aber wenn solche Stürme kommen, muss sich die Liebe bewähren. Die Liebe ist ja kein Zustand, sondern ein wunderbares Abenteuer. Und jedes Abenteuer ist schön, wenn man es mit Liebe betrachtet.

Ihr beide habt schon viele schöne Stunden gemeinsam verbracht, eine bedeutungsvolle Stunde Eures Lebens, ist für Euch beide aber jetzt gekommen. In dieser Stunde erfülle Euch nur ein Wunsch, und der sei Vorsatz für Euer ganzes Leben - einander wirklich glücklich zu machen.

Glücklich sein hängt nicht von Zeit, Geld und von den Lebensverhältnissen ab, sondern vor allem davon, wie man sich mit dem Menschen versteht, in dessen Hände man sein Vertrauen und seine Zukunft legt - schon Goethe sagte:

Es ist in der Welt nichts schätzbarer als ein Herz, das der Liebe und der Leidenschaft fähig ist.

Das kleine und so unscheinbare Wörtchen Ja gehört zu jenen Wörtern, das der Mensch sehr oft gebraucht. Auch Ihr habt damit schon unzählige Fragen beantwortet, nichtige, mitunter wichtige. Heute ist Euer Ja Wort, die Entscheidung Eures Lebens.

Mit Eurem Ja Wort vertraut Ihr einander Euer Lebensglück an, und gebt Euch das Versprechen, in allem was immer auch die ungewisse Zukunft bringen mag, zusammen zu stehen und zusammen zu halten.

Wenn Ihr gewillt seid, dieses große Versprechen vor mir abzugeben, dann bitte ich Euch, meine Frage, die ich jetzt an Euch richten werde, zu beantworten:

Und so frage ich dich . Bist du bereit, Frau . zu ehelichen, so antworte mit "Ja".

Nun frage ich dich . bist auch Du bereit . zu ehelichen, so antworte ebenfalls mit "Ja".

Ihr beide habt nun die Ehe nach den Vorschriften des Gesetzes geschlossen - Ihr seid Mann und Frau. Damit spreche ich jetzt aus, dass Ihr rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Nehmt, einer alten Tradition folgend, diese kleinen Ringe zum äußeren Zeichen Eurer Verbundenheit - Eurer endlosen Liebe zueinander, die wie der Ring kein Ende haben soll.

RINGWECHSEL!


Euer herzliches Versprechen, nun mehr in einer glücklichen Gemeinschaft leben zu wollen wurde im Ehebuch des Standesamtes . eingetragen, die Urkunde die hierüber errichtet wurde, will ich Euch jetzt vorlesen.


UNTERSCHRIFTEN

Ich darf das Brautpaar nun bitten nach vorne zu kommen, um das Ehebuch zu unterfertigen .


Jede Ehe ist schnell geschlossen, aber damit ist sie es noch lange nicht geworden, denn: wo Menschen zusammenleben, muss einer auf den anderen Rücksicht nehmen. Es gibt Meinungsverschiedenheiten, Missverständnisse, ja auch Auseinandersetzungen. Weil die Ehe die innigste Gemeinschaft zweier Menschen ist, müssen Eheleute besonders rücksichtsvoll zueinander sein.
Das ist gewiss nicht immer leicht, aber notwendig, wenn Eure Ehe und das Glück Eurer Ehe von Dauer sein sollen.

Möge nie eine Stunde kommen, in der Ihr Euer Ja Wort bereuen müsst. Der heutige Tag soll immer als der schönste Eures Lebens in Erinnerung bleiben.

Zum Abschluss möchte ich Euch noch ein Zitat von unserem Grillparzer mit auf den Weg geben - der sagt: es ist schön für andere zu leben.


 
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