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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (185)

Ich begrüße Sie sehr herzlich zur standesamtlichen Trauung. Mein besonderer Gruß gilt dem Brautpaar. Daher heiße ich Frau . und Herrn . sowie die beiden Trauzeugen willkommen.
Es freut mich, daß Sie sich entschlossen haben im Standesamt ........ die Ehe zu schließen und ich diejenige bin, die diese Trauung für Sie durchführen darf. Es ist heute für mich die erste standesamtliche Trauung, und ich vermute, daß wir uns im Bezug auf die Nervosität sicherlich die Hand reichen können.
Noch heute werden Sie sich den Ehering, der als Symbol für eine nie endende Liebe gilt - als äußeres Zeichen Ihrer Verbundenheit an den Finger stecken. Vielleicht werden Sie dann an das folgende Gedicht von Herrn Rudolf Weiß mit dem Titel "Gedanken beim Betrachten eines Eheringes" zurückdenken.
Manchmal
Ringen miteinander
Manchmal ge-ring-schätzen
Manchmal
Um den Finger wickeln
Niemals aber aneinander
Ein Ende finden.
Die Liebe und die Partnerschaft sind nicht nur Worte, sondern sie sehen einem Mossaik ähnlich. Auch dort formen kleine und auch größere Steine in allen Farben ein Kunstwerk oder Bild. Genauso in der Liebe, bei der Mosaiksteine wie z.B. das Vertrauen, die Gesprächsbereitschaft, die Gemeinsamkeit und der Humor eine Partnerschaft formen und zusammenhalten. Natürlich müssen beide Partner daran miteinander arbeiten, um so eine gute Beziehung zu erreichen.
Vertrauen ist sicherlich ein wichtiger Mosaikstein in jeder Beziehung.
Vertrauen bedeutet, daß sich beide Partner 100%ig auf den anderen verlassen können. Niemand braucht sich vor dem anderen zu verstecken oder gar zu verstellen. Dies setzt natürlich voraus, daß die Ehepartner miteinander ehrlich umgehen.
Es ist ein sehr schönes Gefühl, zu wissen, daß sich jeder an den Partner mit all seinen Wünschen, Sorgen aber auch Ängsten anvertrauen kann. Das schafft sicherlich Wärme und Behaglichkeit in der Partnerschaft.
Bestimmt haben Sie sich für den neuen gemeinsamen Lebensabschnitt vorgenommen, dem Partner gegenüber keine Gelegenheit auszulassen, durch kleine Aufmerksamkeiten und liebevoll Rücksichtnahme, Ihre Liebe zum Ausdruck zu bringen.
Belassen Sie es aber nicht nur bei den Gedanken, sondern verleihen Sie Ihrer Liebe auch Ausdruck durch Worte und Zeichen der Liebe. Bedanken Sie sich für zum Beispiel für eventuelle Selbstverständlichkeiten.
Denn je mehr Liebe Sie geben, um so mehr werden Sie zurückerhalten. Denn Liebe ist das Einzige auf der Welt, dass gerade dann wächst, wenn es verschwendet wird.
Auch werden Sie sicherlich mit mir einer Meinung sein, daß es in unserer hektischen Zeit sehr wichtig geworden ist, mit dem Partner gemeinsam etwas zu unternehmen.
Sich Zeit zu nehmen, um sie dem Partner zu geben. Denn gemeinsam Erlebtes verbindet, es schweißt zusammen und es fördert vor allem das gemeinsame Gespräch. Jedoch darf dabei nicht vergessen werden, daß jeder auch Zeit für sich selbst, für seine Freunde und Hobbys braucht.
Wir alle wissen, daß es in einer Partnerschaft zu Meinungsverschiedenheiten kommen kann. Sie sehen sicherlich Ihrem Eheleben realistisch entgegen, denn Sie haben das partnerschaftliche Zusammenleben bereits erprobt und die Möglichkeit wahrgenommen, Ihre Partnerschaft von der Zeit des Kennenlernens bis zum heutigen Tag weiterzuentwickeln und zu dem zu formen, was Sie heute füreinander empfinden.
Dies bedeutet, daß Sie ein eingespieltes Team sind und wissen, daß eine Problemlösung nur dann möglich ist, wenn beide Partner am selben Strang ziehen. Denn streiten bedeutet ja nicht, sich gegenseitig anzuschreien, sondern gemeinsam über das Problem zu diskutieren und es so positiv zu lösen.
Nicht umsonst ist REDEN an den weniger guten Tagen viel wichtiger als an den Guten.
Bei all dem darf aber auf den Humor in der Beziehung nicht vergessen werden, denn Humor ist bekanntlich die beste Medizin.
Mit diesen Mosaiksteinen für ein glückliches Eheleben, wird es Ihnen bestimmt gelingen, so wie in dem Gedicht von Herrn Rudolf Weiss, aneinander in Ihrer Liebe niemals ein Ende zu finden.
Mit diesen Worten wende ich mich nun den gesetzlichen Bestimmungen zu.
Ich stelle fest, daß Sie alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe erfüllt haben und ich ersuche Sie, sich zur Abgabe Ihrer Erklärungen von den Plätzen zu erheben.
Ich frage Sie, Frau ., wollen Sie aus eigenem und freiem Willen die Ehe mit Herrn . eingehen, dann antworten Sie bitte mit JA.
Ich frage auch Sie, Herr ., wollen Sie aus eigenem und freiem Willen die Ehe mit Frau . eingehen, dann antworten Sie bitte mit JA.
Nachdem Sie nun vor Ihren Zeugen erklärt haben, die Ehe miteinander eingehen zu wollen, spreche ich aus, daß Sie von nun an rechtmäßig verbundene Eheleute sind.
Ich ersuche Sie nun das Ehebuch nach Durchsicht mit Ihrer Unterschrift zu bestätigen, die Braut bitte ich mit dem neuen Namen . zu unterschreiben.
Thomas Niederreuter hat einmal gesagt:
"Ein heiteres Ehepaar ist das Beste, was sich in der Liebe erreichen läßt!"
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen, daß Sie in dieser Stunde oder Minute eine glückliche und harmonische Ehegemeinschaft beginnen.
Herzlichen Glückwunsch!!!

 
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