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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (188)

Liebes Brautpaar, sehr verehrte Hochzeitsgäste !

Ich möchte Sie zu dieser kurzen Feierstunde hier am Standesamt der .............. recht herzlich begrüßen.

Sehr geehrtes Brautpaar !

Wenn ein Mensch seinen bisherigen Beruf aufgibt, um einen anderen zu ergreifen, dann erfordert das eine Umstellung der bisherigen Lebensführung und Lebensgewohnheiten.

Wenn ein solcher Wechsel aus freien Stücken vollzogen wird, dann ist die Eingewöhnung in die neue Umgebung und in die neuen Aufgaben nicht schwer.

Aber doch gilt es, vieles zu verändern, was bisher so war und in Zukunft anders sein soll.

Auch Sie, sehr geehrtes Brautpaar, stehen heute an einem solchen Wende- punkt Ihres Lebens. Auch Sie wollen aus freiem Entschluss Ihr bisheriges Leben ändern, Ihr Leben, dass Sie bis zum heutigen Tage für sich allein geführt haben, nach Ihrem Willen und Ihren Wünschen.

Dieser Entschluss ist Ihnen aber sicher nicht schwer gefallen, haben Sie doch das kostbarste, was es im Leben überhaupt gibt, dafür erhalten:
Einen Menschen, einen Kameraden, einen Freund, der bereit sein will, nunmehr gemeinsam mit dem anderen das Leben zu meistern, zu bezwingen, sich dienstbar zu machen.

Wie sagte doch unser großer Dichter Grillparzer: ,..................... es ist schön, für andere zu leben !

Liegt darin nicht das ganze Geheimnis der Ehe verborgen, das herzliche Wollen zum gemeinsamen Schaffen, zum gemeinsamen Leben und auch zum gemein- samen Glück ?

Ist nicht mit diesen einfachen und tiefen Worten das große Gesetz umschrieben, das Mann und Frau zueinander führt zum glückhaften Erlebnis der Ehe ?

Zu dem Bunde, der nicht durch geschriebenes Gesetz und rechtliche Ordnung, sondern nur durch den Willen zum Füreinanderleben bestehen kann !

Alles andere fließt aus diesem Bekenntnis: die Liebe und Treue, die Achtung und das Verstehen und all die anderen Tugenden, die die festen Stützen einer wirklichen Ehegemeinschaft sind.



Diesem Ihrem Entschlusse wollen Sie heute hier seine rechtliche Kraft verleihen, indem Sie öffentlich und vor Zeugen erklären, einander als Mann und Frau angehören zu wollen.
Gerne bin ich bereit, dabei mitzuwirken, und deshalb bitte ich Sie, meine Fragen die ich nun an Sie richten werde, zu beantworten:

Und so frage ich Sie, Bräutigam .............., ist es Ihr freier und ungezwungener Wille, mit der hier anwesenden Braut .......... die Ehe eingehen zu wollen, so sprechen Sie mit ja - JA.
Und nun frage ich Sie ............... ist es auch Ihr freier und ungezwungener Wille, mit dem hier anwesenden Bräutigam ....... die Ehe eingehen zu wollen, so sprechen Sie mit ja - JA.

Feierlich beschworen und besiegelt haben Sie Ihren Lebensbund.
Kraft meines Amtes spreche ich aus, dass Sie nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute sind.

Damit ist die Ehe wohl geschlossen, aber noch nicht geworden. Die Ehe wird erst durch das gemeinsame Leben, durch das gegenseitige Bewähren, durch das gemeinsame sinnvolle Streben.

Der Ring ist Sinnbild des in sich Geschlossenen, der Einheit und der Treue.
Nehmt diese kleinen goldenen Reifen zum äußeren Zeichen Eurer Verbundenheit, Eurer endlosen Liebe, Eurer immerwährenden Bereitschaft füreinander und miteinander leben zu wollen.

Ihr herzliches Versprechen, nunmehr in einer Gemeinschaft leben zu wollen, ist in diesem Buche, dem Familienbuch des Standesamtes Mariasdorf , von mir eingetragen worden.
Diese Eintragung will ich Ihnen jetzt vorlesen und ich bitte Sie und die Trau-zeugen diese Eintragung nach der Verlesung zu unterschreiben.

Lassen Sie mich mit den Worten einer großen Österreicherin schließen:
`Soweit die Erde Himmel sein kann, ist sie es in einer glücklichen Ehe!`
Dass Ihre Ehe eine solche werden möge, das wünsche ich Ihnen von Herzen.

Herzlichen Glückwunsch !

 
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