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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (192)

Begrüßung


Geschätzte Hochzeitsgäste!

Ich begrüße sie sehr herzlich zur standesamtlichen Trauung in ......

Ganz besonders begrüße ich das Brautpaar, Sie liebe Frau .... und Sie lieber Herr .... sowie die beiden Trauzeugen, die heute eine wichtige Funktion übernommen haben.

Liebes Brautpaar,

es freut mich, dass ich heute die ehrenvolle Aufgabe habe, als ihre Standesbeamtin tätig zu sein und diesen so wichtigen Augenblick mit ihnen teilen darf.

Denn eine Eheschließung ist zweifelsohne ein wichtiges und weitreichendes Ereignis.

Sie beide stehen heute am Beginn eines neuen Lebensabschnittes, von dem sie zwar Vorstellungen und Wünsche haben -

wie er sich gestalten und entwickeln soll,

von dem sie aber noch nicht wissen, was an Glück und Freude, vielleicht aber auch an Sorgen und Unerfreulichem kommen mag.

Bevor sie "Ja" zueinander sagen, werde ich ihnen noch ein paar Worte und Gedanken über die Ehe mit auf ihren gemeinsamen Lebensweg geben.

Das Eheleben ist einzigartig und individuell, denn eine Partnerschaft besteht aus zwei eigenständigen Persönlichkeiten.
Unbestritten macht das die Ehe erst interessant und abwechslungsreich.

Durch ihren verantwortungsvollen Beruf als Pflegehelfer haben sie sehr viel Kontakt mit Menschen und sie beide wissen, was es heißt:

+ rücksichtsvoll zu sein
+ zuhören zu können bzw. gesprächsbereit zu sein
+ vertrauen " zu empfangen" und auch
+ Liebe zu geben

Und so ähnlich verhält es sich auch in einer ehelichen Partnerschaft.

Rücksichtsvoll zu sein in einer Beziehung bedeutet, dass man die Zukunft gemeinsam plant und auch gestaltet, sich in allen Belangen des Miteinanders bespricht, die Meinung und die Ansicht des Partners in die eigene Entscheidung mit einbezieht und auch respektiert.

Denn wir alle sind nicht ohne Fehler und doch erfordert die Ehe oft, die kleinen Unstimmigkeiten des Partners zu übersehen und durch dessen guten Seiten die Ehe harmonisch zu gestalten.

Sie - liebes Brautpaar - und ihre Gäste sind sicherlich mit mir einer Meinung, - wenn ich sage, dass zu einer glücklichen und harmonischen Ehe eine ständige Gesprächsbereitschaft erforderlich ist.

Dem anderen zu zeigen, dass er in diesem Moment der Wichtigste für einen ist.
Den Erlebnissen, Anliegen und Sorgen des Partners zuzuhören, zeigt Interesse am anderen und lässt keine Sprachlosigkeit und Leere aufkommen.

Es kommt beim Zuhören häufig darauf an, die Zwischentöne zu hören und auf scheinbare Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten zu achten. Nur wer die erkennt, hört aufmerksam zu.

Einander aufmerksam zuhören, so glaube ich, ist ein sehr wertvoller und nützlicher Liebesbeweis, denn wir alle wissen, wie leicht es durch oberflächliches Hinhören zu Missverständnissen und Unstimmigkeiten kommen kann.

Für eine Partnerschaft unentbehrlich ist das gegenseitige Vertrauen, wie sie sicher aus eigener Erfahrung wissen.

Vertrauen bedeutet, die Gewissheit zu haben, dass sie sich immer aufeinander verlassen können und sich gegenseitig Kraft geben.

Dieses Vertrauen ist keine Selbstverständlichkeit, sondern wurde im Laufe ihrer Beziehung erst langsam aufgebaut, - und gerade deshalb sollte das gegenseitig gewonnene Vertrauen nicht missbraucht werden, sondern weiterhin gegenseitig bekräftigt werden.

Denn ein enttäuschtes Vertrauen kann nur sehr schwer wieder gekittet werden.

Ja, und dann wäre/ist da noch die Liebe als "Grundkapital" jeder glücklichen Ehe.

Die Liebe bedeutet den Partner in seiner Einmaligkeit und Einzigartigkeit anzunehmen, ohne die Augen vor seinen Fehlern zu verschließen.

Wenn man seinen Partner liebt, lässt man ihm jede Möglichkeit offen, sich weiter zu entwickeln und ist dann erstaunt wie vielschichtig und facettenreich er ist.

Liebe heißt aber auch, an sich und an der Partnerschaft zu arbeiten und immer wieder einen neuen Anfang zu wagen - so wie Sie es heute tun.

Denn aus Liebe haben Sie sich entschieden, einen neuen Weg in Ihrem Leben zu gehen, einen Weg, den Sie gemeinsam beschreiten wollen.

Und so sehr sich ihre Liebe im Laufe der Jahre auch wandeln mag, so wird sie doch immer wieder die Basis für eine harmonische und glückliche Ehe sein.

Nun bin ich gerne bereit das "Ja -Wort" für ihr gemeinsames Leben entgegenzunehmen und ersuche sie, dazu aufzustehen.


Geschätztes Brautpaar,

Ich frage Sie, Herr ... , wollen Sie mit Frau ... die Ehe eingehen, dann antworten Sie mit JA.

Ich frage auch Sie, Frau ... , wollen Sie mit Herrn ... die Ehe eingehen, dann antworten auch Sie mit JA.

Nachdem Sie beide meine Frage mit JA beantwortet haben, stelle ich mit Freude fest, dass Sie nun rechtmäßig verbundene Eheleute sind.

Sie haben heute Ringe mitgebracht. Sie wissen, der Ring ist ein Symbol - für die Liebe und die Partnerschaft. Tragt daher diese Ringe als äußeres Zeichen für das heute gegebene Versprechen.

Ich bitte Sie, wieder Platz zu nehmen.

Über ihre Trauung wird im Ehebuch ein Eintrag vorgenommen, den ich ihnen nun Auszugsweise vorlese.

Ehebuch vorlesen

Ich bitte Sie und die beiden Trauzeugen diese Eintragung zu unterzeichnen und darf Sie einzeln zu mir nach vorne bitten.


Liebes Ehepaar,

zum Abschluss ihrer Eheschließung habe ich noch ein Gedicht für sie:

Deine Hand

Ich habe deine Hand, um sie zu halten, wenn du alleine bist.
Um sie zu wärmen, wenn du frierst.
Um dir aufzuhelfen, wenn du gefallen bist.
Um dich zu führen, wenn du den Weg suchst.
Um dich zu beschützen, wenn du Hilfe brauchst.
Um dich zu stärken, wenn du schwach bist.
Um dir zu sagen, dass ich stets für dich da bin.
Um dir wortlos zu sagen: dass ich dich liebe.
Ich wünsche Ihnen von ganzen Herzen, dass Sie sich ihre Liebe und ihren guten Willen einander glücklich zu machen für immer bewahren.

 
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