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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (197)

BEGRÜSSUNG

Liebes Brautpaar!

Ich freue mich ganz besonders sie heute hier im Trauungssaal der Gemeinde ....... als Ihre Standesbeamtin begrüßen zu dürfen.

Herzlich begrüße ich auch die Trauzeugen
und die Eltern
weiters alle Verwandten, Bekannten und Freunde.

* * * * *

Sehr geehrte Frau ......,
sehr geehrter Herr .........!
Heute ist es so weit,
ein sehr wichtiger Tag in Ihrem gemeinsamen Leben ist gekommen.

Sie beide wollen heute in den Stand der Ehe treten, und sind nach reiflicher Überlegung fest entschlossen, Ihr Leben auf die Gemeinschaft auszurichten:
gemeinsam wollen Sie das Leben meistern.

Mag dieser Tag nicht allzuviel verändern, so ist er doch eine entscheidende Wende in Ihrem Leben. Das beweist allein schon die Tatsache, dass Ihr beide und Ihre Tochter ....... ab heute einen gemeinsamen Familiennamen tragen werdet.
Ich möchte Ihnen zu diesem Entschluss meinen herzlichen Glückwunsch aussprechen und ich freue mich mit Ihnen.
* * * * *



Sehr geehrtes Brautpaar!
Die Liebe spielt wohl für jeden von uns im Leben eine ganz besondere Rolle. Falls es irgendetwas Besseres gibt, als geliebt zu werden, dann ist es, selbst zu lieben. Liebe bedeutet, jemanden zu haben
- der unsere Vergangenheit versteht,
- an unsere Zukunft glaubt
- und uns heute so annimmt wie wir sind.
Sie beide haben einen Menschen gefunden, der an Ihrem Leben teilhat und teilnimmt.

Grundvoraussetzung dafür ist Gesprächsbereitschaft und Zuhören-können. Es ist ein tiefes Bedürfnis des Menschen, jemanden zu haben, dem er sein Glück, seine Freude, aber auch seine Sorgen und Ängste mitteilen kann.

Einerseits ist - wie Albert Schweitzer gesagt hat - Glück das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt, andererseits kennen wir auch alle den Spruch geteiltes Leid ist halbes Leid.
Sie haben sicherlich beide das Gefühl, füreinander bestimmt zu sein. Es wird jedoch nicht immer einfach sein. Es müssen sich beide bemühen und anstrengen.

Wenn wir jemanden lieben, machen wir oft den Fehler anzunehmen, dass unser Partner dies ohne ein besonderes Verhalten unsererseits weiß und fühlt. Die Erfahrung des Gefühls, geliebt zu werden, erwächst jedoch aus einer Vielzahl von besonderen Handlungen und Hilfestellungen. Lassen Sie daher keine Gelegenheit aus, durch kleine Aufmerksamkeiten, liebevolle Rücksichtnahme, Verständnis oder freundliche Worte der Anerkennung Ihrer Liebe dem Partner gegenüber Ausdruck zu verleihen, denn je mehr Sie geben, um so mehr werden Sie zurückerhalten.
Liebe und Zuneigung besteht aus vielen Teilen und Teilchen, die wir uns immer wieder erarbeiten müssen.
Denn erst wenn man schon Jahre oder gar Jahrzehnte verheiratet ist, kann man sagen:
Nicht die großen Taten fügten unser Leben zusammen,
sondern die kleinen unscheinbaren Gesten des täglichen Lebens.

Wir alle wissen, dass es auch trübe Tage geben wird, Tage, in denen der Mensch sich verlassen fühlt. An solchen Tagen aber denken Sie umsomehr daran, dass sie einen Halt haben an Ihrem Ehepartner und dieser Halt nur dann groß werden kann, wenn auch das nötige Vertrauen vorhanden ist.

Vertrauen ist eine emotionale Atmosphäre, in der wahre Liebe gedeihen kann. Zu vertrauen heißt, das Gefühl zu haben, in der Gegenwart des anderen sicher zu sein und dass er oder sie uns in Momenten der Verletzlichkeit, der Schwäche oder des Triumphs nicht enttäuschen wird.
Vertrauen bedeutet, dass unser Partner ein tiefes Interesse an uns hat, dass er oder sie trotz gelegentlicher Fehltritte oder Versehen grundsätzlich um unser Wohlergehen besorgt ist.

Ich wünsche ihnen ein unerschüttliches Vertrauen zueinander und gegenseitiges Verständnis, um nicht nur in allen großen Fragen, sondern auch in den tausend kleinen Dingen des täglichen Lebens immer wieder den Weg zum anderen zu finden.

* * * *
(Nun kommen wir zum gesetzlichen Teil)

Jeder Tag eures Lebens ist ein neues JAWORT zueinander.

Somit bitte ich Sie nun - liebes Brautpaar und Trauzeugen - aufzustehen. (Warten)
Dem Brautpaar werde ich jetzt diese kleine, aber doch so bedeutende Frage stellen

Ich frage Sie, Herr Dipl.-Ing.- ........., ist es ihr eigener und fester Entschluss, mit der hier anwesenden Frau ..... die Ehe einzugehen, so antworten Sie bitte mit einem lauten und deutlichen JA.

Antwort abwarten

Ich frage auch Sie, Frau ....., ist es auch ihr unbeirrter Wille mit dem hier anwesenden Herrn ...... den Bund der Ehe zu schließen, so antworten auch Sie mit JA

Antwort abwarten

Nachdem Sie beide soeben vor mir und Ihren Trauzeugen meine Frage mit "JA" beantwortet haben, freue ich mich aussprechen zu dürfen, dass Sie rechtmäßig verbundene Eheleute sind.

RINGWECHSEL


Die Ringe sind das Sinnbild des in sich Geschlossenen, der Einheit und der Treue. Sie haben keinen Anfang und kein Ende und können ohne Gewalt nicht getrennt werden. Und so soll es auch in Ihrer Ehe sein.

Darf ich sie nun bitten, zum äußeren Zeichen ihrer Verbundenheit die Ringe zu tauschen.

Lassen Sie sich dabei ruhig Zeit für das Fotografieren.

Sie dürfen sich jetzt wieder niedersetzen.

UNTERSCHRIFT

Für Sie beide, für Ihre Nachfahren und zum Beweis für jedermann, dass sie heute hier nach gesetzlicher Vorschrift geheiratet haben, verlese ich nun auszugsweise die Eintragung im Ehebuch
.....
.....
Nun bitte um die Unterschrift des Ehepaares sowie der Trauzeugen.
 Zuerst bitte sie Frau ....
 Dann sie Herr ....
 Und dann die Trauzeugen

ENDE

Sehr geehrtes Ehepaar ....!
Eine bedeutungsvolle Stunde in Eurem gemeinsamen Leben geht hiermit zu Ende..
Ein neuer Lebensabschnitt hat seinen Anfang genommen. Diesen Raum, den sie als Braut und Bräutigam betreten haben verlassen Sie nun als Ehepaar.

Wenn heute Geschwister, Eltern und Verwandte mit Ihnen zusammen Ihren Festtag feiern, so möge dieser Kreis, aus dem Sie heute heraustreten, Ihnen auch künftig immer eine Heimat bedeuten, möge das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu Ihrer Familie Sie lehren, dass wir nie für uns allein leben, sondern eng verwachsen sind mit allen anderen, die unser Schicksal teilen.

Zur Erinnerung an diesen Tag darf ich Ihnen noch eine Trauungsmappe verbunden mit allen Glückwünschen unseres Bürgermeisters überreichen und freue mich ganz besonders, dass ich Ihnen nun als erster gratulieren darf.

 
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