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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (201)

Eingang Musikstück

Begrüßung !

Liebe Braupaar , sehr geehrte Trauzeugen und Hochzeitsgäste!

Ich heiße Sie alle recht herzlich willkommen im Standesamt XXXXXXXX und freue mich, dass Ihr euch entschlossen habt bei mir in XXXXXXXXX den Bund der Ehe zu schließen und dass euch auch so ein so schönes Wetter hierher begleitet hat.

Einleitung:

Liebe Brau (Name),
Lieber Bräutigam (Name) !

Es gibt viele Gründe, warum ein Paar den Schritt in die Ehe wagt, aber es gibt auch manchmal einige Punkte, wo man zu Grübeln beginnt.

So hatte sich auch Charles DARWIN einmal Gedanken über die Ehe gemacht und nahm ein großes Stück Papier, malte darauf eine Senkrechte und eine Waagrechte.
Links notierte er "heiraten" und rechts "nicht heiraten".

Unter "heiraten" notiere er die Vorteile:

- trautes Heim
- Reiz des weiblichen Plauderns
- gut versorgt sein

Unter "nicht heiraten" schrieb er:

- Zeitverlust
- viele Störungen
- den Zwang zum Geldverdienen

Darunter zog er einen Saldo und schrieb:

Es gibt viele glückliche Sklaven!" und Darwin heiratete.


Sicherlich habt auch ihr euch auch Gedanken gemacht, Vor- und Nachteile abgewogen, ob ihr euch nun ins Eheglück stürzt oder doch lieber bei der Lebensgemeinschaft bleibt.
Viele Schlagworte werden bei diesen Überlegungen gefallen sein: zB. Treue, Vertrauen, Liebe, gemeinsame Interessen, Anerkennung, Zeit füreinander haben, usw. ......

Und wie man sieht habt ihr euch nun für eine gemeinsame Zukunft entschieden.



Hauptteil:

Liebes Brautpaar !

Ich nehme an, jeder von euch beiden wuchs in das Leben des anderen hinein, ihr habt beieinander ein Zuhause gefunden und ihr fühlt euch wohl beieinander.
Dieses "miteinander leben" bedeutet nicht nur, dass ihr gemeinsam in einem Haus, einer Wohnung zusammenlebt, sondern auch, dass ihr euch füreinander Zeit nehmt.


Zum Wort ZEIT fallen mir besonders folgende Dinge ein, die besonders wichtig in einer Partnerschaft sind:

ZEIT ZUM STAUNEN HABEN:
Man sollte nichts für selbstverständlich hinnehmen und sich auch über kleine Dinge des Lebens freuen.

ZEIT FÜR SICH SELBST NEHMEN:
Das Leben soll nicht durch andere bestimmt werden.
Wichtig ist, was einem persönlich am Herzen liegt.

ZEIT ZUM LACHEN :
Wenn man etwas mit Humor angeht gelingt es besser und die Freude wirkt auf Andere.

ZEIT MIT DEM PARTNER VERBRINGEN:
Vor allem halte ich es für wichtig, dass diese gemeinsame Zeit richtig genützt wird. Etwas miteinander unternehmen, miteinander reden,... spüren, dass der Andere da ist.

Das Wesen einer Gemeinschaft zweier unverwechselbarer, einzigartiger Menschen zu sein, besteht darin sich mit Stärken und Schwächen in die Partnerschaft einzubringen, einander zu akzeptieren und nicht "besitzen" zu wollen, der Partnerin bzw. dem Partner Freiraum für eine eigene Entwicklung zu geben, sind wichtige Voraussetzungen für das Gelingen einer Beziehung.
Freiraum heißt aber nicht, dass man sich alle Freiheiten herausnehmen soll. Freiheit hat ja immer auch etwas mit Verantwortung zu tun, mit Verantwortung für sich und für andere. Liebe kann sich nicht entfalten, wenn Zwänge, gleich welcher Art bestehen. Liebe ist ja eigentlich etwas, das das eigene Leben bereichert, und auch das Zusammenleben fügt dem Leben eines Einzelnen etwas hinzu: Zuwendung, Unterstützung, Gemeinsamkeit.



Gestattet mir bitte aus gegebenem Anlass, einen Vergleich aus der Welt des Sports anzustellen.
Stellt euch vor, ihr befindet euch auf einer gemeinsamen Radtour.
Jeder von euch fährt sein eigenes Rad.
Das ist auch gut so. so behält jeder seine Freiheit.
Jeder muss auch einmal seinen eigenen Weg verfolgen können, unabhängig vom anderen.
Jeder hat so sein Tempo und braucht ganz individuelle Verschnaufpausen.

Doch dennoch ist es wichtig zusammenzubleiben und nicht dem anderen davonzufahren.
Will einer den anderen abhängen, dann ist auch schon der Wurm drin.
Der andere fährt dann frustriert hinterher und fühlt sich allein gelassen.

Bei jeder Radtour habt ihr auch einmal Berge zu bewältigen.
Diese stellen eine Herausforderung dar.
Die Berge in einer Partnerschaft sind Krisenherde, die Meinungsverschiedenheiten.

Da heißt es taktisch fahren: die Gänge herunterschalten und die Kräfte einteilen und ganz besonders aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Zur Not muss man das Rad schieben.
Es kann auch sein, dass einer in dieser Situation davonfährt.
Doch dann ist es eine Selbstverständlichkeit, oben am Berg auf den anderen zu warten. Denn ihr wollt schließlich gemeinsam ans Ziel kommen.

Das die Liebe und auch das Vertrauen zueinander bestehen bleiben und wachsen kann, hängt, also von zwei unterschiedlichen, beinahe gegensätzlichen Faktoren ab.

Zu einem ist es förderlich, sich gegenseitig als selbständige Menschen zu akzeptieren und zuzugestehen, dass der andere auch seinen eigenen Lebensbereich hat.
Und zum anderen braucht es natürlich auch, dass man sich einander zuwendet und Gemeinsamkeiten entwickelt.

Auf dieser Basis, nicht auf Grund von Zwängen und Einengungen kann dem Partner Vertrauen entgegengebracht werden, das Vertrauen, immer für einander da zu sein, das Leben miteinander zu teilen, auch wenn man einmal beruflich oder private Interessen verfolgt, wo der Partner nicht dabei ist.

Freilich darf Vertrauen nicht mit Blindheit oder Gleichgültigkeit verwechselt werden. Die wäre nicht der Ausdruck des "Miteinander-Lebens", sondern bestenfalls des "Nebeneinander-Her-Lebens".

Wenn ihr euch nun traut, ich meine dies im doppelten Sinne des Wortes, so tut ihr das heute sicherlich nicht, um eich gesellschaftlichen Zwängen zu ergeben, sondern weil ihr Vertrauen zueinander gefasst habt, Vertrauen in die bekannte, akzeptierte und geliebte Persönlichkeit des Partners.
Ihr traut euch sozusagen zu, euren weiteren Weg nun auch staatlich sanktioniert weiter miteinander zu gehen. So gesehen ist die Institution Ehe bei weitem kein Auslaufmodell. Wenn ihr unter diesen Voraussetzungen "ein Herz und eine Seele" seid, ist dies ein wundervolle Sache.



In diesem Sinne bin ich gerne bereit, euer Eheversprechen entgegenzunehmen. Und wende mich den gesetzlichen Bestimmungen einer Eheschließung zu.
Ich stelle fest, dass ihr alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe gegeben sind und ersuche euch, und auch eure Trauzeugen sich von den Plätzen zu erheben.

Ich frage Sie Herr XXXXXXXXXXXXX wollen sie aus eigenem und freiem Willen die Ehe mit Frau XXXXXXXXXXXXX eingehen, dann antworten sie bitte mit JA.

Ich frage auch Sie Frau XXXXXXXXXX willst du aus eigenem und freien Willen die Ehe mit Herrn XXXXXXXXXX eingehen, dann antworte bitte mit JA.

Nachdem ihr nun vor den anwesenden Zeugen erklärt habt, die Ehe miteinander einzugehen spreche ich Kraft meines Amtes aus, das ihr von nun an rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Ihr habt vereinbart als Zeichen eurer Verbundenheit einen Ringwechsel vorzunehmen. Darf ich drum nun ersuchen. Zudem glaube ich, dass auch der Brautkuss fällig ist.

Musik - Fotografen

Platz nehmen

Anlässlich euerer Willenserklärung wurde im Ehebuch unseres Standesamtes unter der Nr. XXXX ein neuer Eintrag angelegt. Ich werde nun diesen Eintrag gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auszugsweise vorlesen: und euch anschließend bitten, diesen mit eueren Unterschriften zu ergänzen.

Ev. Musik

Schluss:

Woody Allen hat einmal gesagt: Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit Problemen fertig zu werden, die man alleine niemals gehabt hätte."
Zweifellos steckt hinter diesem etwas launigen Spruch auch ein Körnchen Wahrheit.
Vor Pannen ist man nie ganz gefeit. Ich aber bevorzuge lieber und gerade heute einen Ausspruch von Albert Schweizer, der besagt:
" Glück ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

In diesem Sinne wünsche ich euch ganz herzlich einen schönen und glücklichen Weg in euere weitere gemeinsame Zukunft und für heute noch einen wundervollen und glücklichen Hochzeitstag.

Ich darf mit gleichzeitig als erste Gratulantin einstellen und möchte euch dazu euere Hochzeitsmappe überreichen und die Trauung schließen.

Herzlichen Glückwunsch !!

Musik

 
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