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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (216)

Sehr geehrte Frau ..., sehr geehrter Herr ..., werte Trauzeugen und Gäste,

ich begrüße Sie recht herzlich in den Räumen des Standesamtes ... sowohl als Standesbeamter als auch als Vertreter der Gemeinde ...

Ich freue mich heute sehr, Sie beide so glücklich vor mir zu sehen. Für mich ist es auch etwa Besonderes, meine Nachbarn zu verheiraten - oder besser gesagt: in aller Form auszusprechen und zu beurkunden, dass Sie \"Ja\" gesagt haben zueinander.
Gester abend haben wir noch beim Polterabend zusammengesessen und haben den Abschied Ihres Junggesellendasein gefeiert. Gestern schon hat sich gezeigt, dass Sie richtig feiern können und Spaß verstehen. Und Sie wissen ja, es ist der Brauch, dass man mit Geschirr so richtig laut poltert. Das soll nämlich die bösen Geister vertreiben. Außerdem sagt der Volksmund: \"Scherben bringen Glück\". Demnach muss Ihre Ehe also eine glückliche Ehe werden!

Ich hoffe nun, Sie haben, obwohl die Nacht kurz war, gut geschlafen. So manche Braut hat mir schon erzählt, dass Sie vor Aufregung nicht hat schlafen können. Auch den Männern geht es manchmal so. Viele wissen ja nicht so genau, wie eine Hochzeit im Standesamt ablaufen wird. Da geht es Ihnen nun ganz anders: Sie sehen nun Ihren Nachbarn vor sich. Ich meine, das macht die Atmosphäre schon vertrauter und entspannter.
Vor kurzem habe ich nun Ihre Aufgebotsunterlagen grprüft und festgestellt, was ich ohnehin schon wusste, einer Eheschließung steht heute nichts im Wege.

Gestern ist es ja sehr lustig zugegeangen. Ich denke, keiner der Anwesenden hätte den Polterabend missen wollen.
Doch heute soll nun das größere Ereignis stattfinden, und damit meine ich nicht die Feierlichkeiten, die sich dem Trauungsakt im Standesamt anschließen werden, sondern vielmehr das, was dahintersteckt.
Ich weiß, Sie beide kennen sich schon eine geraume Zeit. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Sie, Frau ..., zu ihm ins Haus eingezogen sind. Sie leben nun schon knappe zwei Jahre unter einem Dach. Da brauche ich Ihnen heute nichts mehr über das Zusammenleen zu erzählen. Sie haben Ihre Partnerschaft gut erprobt. Sie kennen sich gut, die Vorlieben des Partners, seine guten und schlechten Seiten.
Sie haben sich auch im alltäglichen Leben \"getestet\". Das war nicht immer ganz so einfach. Von der Arbeit kommt man manchmal gestresst nach Hause und möchte dann nur seine Ruhe haben. Das bedeutet für den anderen. Toleranz zu üben und Rücksicht zu nehmen. Sie wissen, dass man in einer Ehe auch manchmal zurücktreten muss.
Auch im Haushalt sind die Aufgaben sicher schon verteilt. Sie sind bereits ein Team und wissen, Sie können sich auf den anderen verlassen.
Heute nun gibt es einen besonderen Einschnitt in Ihrer Beziehung. Sie geben sic heute das Eheversprechen. An Ihnen leigt es nun, dieses mit Leben zu füllen. Ihre Partnerschaft ist bis heute gewachsen. Vielleicht erinnern Sie sich zwischendurch gerne einmal zurück an den Tag, an dem Sie sich kennenlernten. Hatten Sie damals schon von Heirat geträumt? Vielleicht, aber es war noch nicht der richtige Zeitpunkt. Sie wollten sich erst besser kennenlernen.

Ihr \"Ja-Wort\" heute schließt Ihre Ehe. Sie geben sich gegenseitig dieses \"Ja-Wort\", ich werde nur feststellen, dass Sie damit rechtlich verbundene Ehegatten sind. Sie versprechen sich damit, zusammenzubleiben und sich gegenseitig zu unterstützen.

Das Bürgerliche Gesetzbuch spricht an, dass sich Ehegatten wirtschaftlich unterstützen sollen. Doch die nicht-materielle Unterstützung ist meiner Meinung nach noch wichtiger. Damit meine ich z.B. zusammenzuhalten und sich gegenseitig mit Rat und Tat zu helfen, wenn Schwieriges im Leben zu bewältigen ist. Aber auch die großen und kleinen Freuden gemeinsam zu genießen. Das sind die Dinge, die Ihre Ehe lebendig halten und mit Leben erfüllen.

Einen festen Lebensbund zu schließen ist immer ein besonderes Ereignis, weil man dem anderen dadurch sagt, du bis einzigartig für micht. Nun möchte ich Sie also bitten, zum \"Ja-Wort\" mit mir aufzustehen.
Nun frage ich Sie Herr ... (Vor- und Familienname), ist es Ihr freier und eigener Wille, mit der hier anwesenden Frau ... (Vor- und Familienname) die Ehe zu schließen, dann antowrten Sie mit \"JA\".

Wollen Sie Frau ... uas freiem und eigenenm Willen mit dem hier anwesenden Herrn .... die Ehe schließen, dann antworten auch Sie mit \"JA\".

Da Sie beide meine Frage vor den beiden Trauzeugen mit \"Ja\" benatwortet haben, sprech ich aus, dass Sie nunmehr kraft Gesetzes rechtlich verbundene Ehegatten sind.

Sie haben sich Ihre Eheringe mitgebracht, die Sie sich nun zum Zeichen, dass Sie fest verbundenen Ehegatten sind, gegenseitig anstecken dürfen.

Ich freue mich besonders, Ihnen zu Ihrer Eheschließung gratulieren zu können. Ich wünsche Ihnen einen glücklichen gemeinsamen Lebensweg.

Ich möchte Ihnen zum Schluss noch von einem alten Brauch erzählen. Der Bräutigam soll nach der Hochzeit für die Kinder als Geschenk eine grade Anzahl von Münzen werfen. Das soll der Ehe Glück und Reichtum bringen. Wenn er die Münzen mit der rechten Hand wirft, sorgt das für eine gute Nachbarschaft. Aberglaube hin oder her, und ob Sie Münzen werfen und mit welcher Hand - ich denke wir werden gute Nachbarn bleiben.
 
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