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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (221)

Liebe xxx, lieber xxx, ich begrüße euch und eure Trauzeugen sowie eure Eltern sehr herzlich zur standesamtlichen Trauung.

Die Eheschließung ist wohl der bedeutendste Moment im Leben eines Menschen. Heute ist nicht nur für euch, liebe Manuela und lieber Hannes, ein bedeutender Tag, sondern auch für mich als Standesbeamtin ist jede Trauung etwas Besonderes. Diese Aufgabe ist für mich eine große Freude, denn: Was gibt es schöneres als die Liebe zweier Menschen zu besiegeln?

Ein Zitat von Antoine de Saint-Exupery lautet: "Die Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt"

Mit eurer Eheschließung beurkundet ihr heute öffentlich, dass ihr beide nicht nur gemeinsam in die gleiche Richtung blickt, sondern auch eine Beziehung in Liebe, Vertrauen und mit genügend Freiraum führen wollt.

Eine wichtige Grundlage für eine glückliche Ehe ist euer Vertrauen zueinander. Denn Vertrauen bedeutet, die Gewissheit, dass der Partner in allen Lebenslagen an eurer Seite steht.
Vertrauen heißt aber auch, dass ihr euch immer aufeinander verlassen könnt und euch gegenseitig Kraft gebt.
Das gegenseitig gewonnene Vertrauen darf nicht missbraucht werden, denn ein enttäuschtes Vertrauen kann nur sehr schwer gekittet werden.
Denkt daran: "Vertrauen ist die Grundlage jeden Miteinanders". Also habt Vertrauen ineinander und vertraut auf eine glückliche gemeinsame Zukunft.

Wenn jeder dem anderen vertraut, ist es auch leichter sich gegenseitig genügend Freiraum zu lassen.
Dazu fällt mir folgendes Zitat ein: "Binde zwei Vögel zusammen, sie werden nicht fliegen können, obwohl sie nun vier Flügel haben."
Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass auch in der Ehe jeder seinen persönlichen Freiraum benötigt. Jeder soll weiterhin seinen Hobbys nachgehen und vor allem seine Freundschaften nicht aufgeben.
Der so gewonnene Freiraum soll nicht auf Kosten des anderen ausgelebt werden, sondern auf Grund einer gegenseitigen Achtung und Zuneigung entstehen.

Doch trotzdem soll immer genug Zeit bleiben, die ihr beide miteinander verbringt. Das kommt sehr gut in einem Gedicht von Wiebke Herich zum Ausdruck:


Nur einen Augenblick Zeit haben
Für ein Gespräch
Für einen Händedruck
Für ein Lächeln
Nur einen Augenblick Zeit haben
Für den anderen
Für seine Gedanken
Für seine Ängste
Für seine Freude

Das wichtigste Fundament der Ehe ist sicherlich die Liebe. Lieben heißt Fehler zu verzeihen, den anderen mit allen seinen Stärken und Schwächen zu akzeptieren. sowie die Wünsche und Bedürfnisse des anderen zu erkennen und ihnen entgegen zu kommen. Liebe bedeutet auch füreinander da zu sein, zuzuhören und Verantwortung füreinander und die gemeinsame Beziehung zu übernehmen.
Die Liebe ist es, die Menschen die Kraft gibt, den ganz normalen Alltag mit all seinen Problemen und Konflikten zu bewältigen. In jeder Partnerschaft entstehen hin und wieder Spannungen. Wagt es, diese Konflikte auszutragen. Wenn ihr ehrlich und offen miteinander redet und aufmerksam zuhört, werdet ihr sicher immer eine passende Lösung finden. Und die Liebe, die euch beide verbindet, wird euch dabei eine große Hilfe sein.

Diese Liebe hat euch heute hierher geführt. Mein Wunsch an euch ist: Bewahrt euch diese Liebe möglichst für immer in eurem Herzen.
Eure gegenseitige Liebe bringt ihr nun mit dem "JA-Wort" zum Ausdruck. Ich bitte euch dazu aufzustehen.

Ich frage dich xxx, willst du mit xxx die Ehe schließen? Dann antworte mit "Ja".
Ich frage nun auch dich Manuela, bist du bereit mit Hannes die Ehe einzugehen? Dann antworte ebenfalls mit "Ja".

Nachdem ihr beide, in Anwesenheit eurer Trauzeugen, meine Frage mit "Ja" beantwortet habt, darf ich hiermit feststellen, dass ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Als äußeres Zeichen eurer Verbundenheit bitte Euch gegenseitig die Ringe anzustecken. Der Ring ist ein Symbol für Liebe, Glück und Vertrauen. Tragt den Ring als Zeichen für das heute gegebene Versprechen.

Du darfst die Braut jetzt küssen.

Nun bitte ich euch wieder Platz zu nehmen. Anlässlich eurer Hochzeit wurden im Ehebuch folgende Eintragungen vorgenommen. Wenn diese Angaben richtig sind, ersuche ich euch, dies mit eurer Unterschrift zu bestätigen

Zum Abschluss bitte ich euch beide noch einmal aufzustehen und einander die Hände zu reichen. Ein kleines Gedicht soll euch für immer an diesen Augenblick erinnern.

Ich habe deine Hand, um sie zu halten, wenn du alleine bist.
Um sie zu streicheln, wenn du Zärtlichkeit suchst.
Um sie zu wärmen, wenn du frierst.
Um dir aufzuhelfen, wenn du gefallen bist.
Um dich zu führen, wenn du den Weg suchst.
Um dich zu beschützen, wenn du Hilfe brauchst.
Um dich zu stärken, wenn du schwach bist.
Um dir zu zeigen, dass ich stets für dich da bin.
Um dir wortlos zu sagen: Ich liebe dich.

Im Namen der Gemeinde xxx darf ich euch nun noch ein kleines Geschenk und die Heiratsurkunde überreichen.

Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass eure Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung gehen und vor allem viel Kraft und Ausdauer für eine glückliche und harmonische Ehe.


 
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