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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (240)

Goethezitat

Sehr geehrte ....., sehr geehrter Herr ...., werte Trauzeugen und Gäste,
herzlich willkommen hier im Trauraum des ..... Rathauses.
Es ist schon eigentümlich
jede Hochzeitsgesellschaft bringt eine besondere Stimmung in diesen Raum. Oft schwingt dabei ein bisschen Aufregung mit und das ist auch ganz normal, denn eine Eheschließung ist ja schließlich nichts Alltägliches, sondern ein herausragendes Ereignis in Ihrem Leben und nicht nur für Sie das Brautpaar, sondern natürlich auch für Ihre Gäste.
Johann Wolfgang von Goethe schrieb einst:
Die Welt ist so leer, wenn man nur Berge, Flüsse und Städte darin denkt, aber hier und da jemanden zu wissen, der mit uns übereinstimmt, mit dem wir auch stillschweigend fortleben, das macht uns dieses Erdenrund zu einem bewohnten Garten.
Sie, Frau ...., und Sie, Herr ....., gehen heute die Ehe ein, das ist eine Entscheidung, die wohl für sich spricht. Wie Goethe in seinem Zitat anspricht, stimmen auch Sie sicherlich auch in vielem überein sonst wären Sie nicht hier. Dies ist, so meine ich, eine Grundvoraussetzung für eine glückliche Ehe. Und auch der zweite Aspekt im Zitat, nämlich sich ohne viele Worte verstehen zu können, ist für eine Partnerschaft mit Trauschein eine gute Basis. Ohne große Worte zu machen, wissen Sie beide dass Sie auf Ihren Partner zählen können, er steht zu Ihnen, so wie Sie sind.
Ihre gegenseitige Zuneigung und die daraus entstehende Liebe bildete die Basis für Ihren Entschluss, zusammenzubleiben. Die Liebe wird es auch sein, die Ihr Umfeld zu einem bewohnten Garten werden lässt, um das Bild von Goethe noch einmal aufzugreifen. Und er stellte sich, als er dies schrieb, sicher seinen wunderschönen, verwunschenen Garten mit einer Vielzahl von Blumen, Sträuchern und Bäumen vor. Ein Garten, in dem jeder seine Lieblingsecke hat, in die er sich einmal allein zurückziehen kann. Einen Garten, der aber auch Raum hat, sich mit dem Partner zusammenzusetzen und die Ruhe und Beschaulichkeit zu genießen oder sich mit Freunden zu treffen.
Goethe war sich bewusst, dass der Mensch in der Regel nicht allein leben kann, sondern dass er auf andere Menschen angewiesen ist. Jeder ist eingebunden in ein Netz von Beziehungen. Es ist wichtig, Verwandte und Bekannte zu haben, die zu einem stehen. Die tiefste und innigste Bindung sollte man aber zu seinem Ehepartner aufbauen. Jeder sollte dem anderen ein echter Freund und treuer Lebenspartner sein.
Freundschaft verbunden mit Liebe ist nicht nur ein köstliches Geschenk, sondern auch eine dauernde Aufgabe.

Vielleicht kann dieser Grundsatz ein Lebensmotto für Ihre Ehe werden - dass Sie stets echte Freunde füreinander sind, die sich gegenseitig unterstützen und wie \"Pech und Schwefel zusammenhalten\" - komme was da wolle. Bewahren Sie diese glückliche Beziehung zwischen Ihnen . Ratschläge für Ihr gemeinsames Eheleben möchte ich Ihnen dafür nicht geben, das müssen Sie beide schon gemeinsam herausfinden. Aber gestatten werde Ihnen stattdessen alles Gute und viel Glück für Sie beide wünschen. Denken Sie bitte immer daran der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist immer ein lächeln.


 
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