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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (243)

> Sehr geehrte Frau ........, sehr geehrter Herr ...............
>
> Ich begrüße Sie und Ihre Gäste dazu ganz herzlich hier im Rathaus
> ..........
> Es freut mich, dass ich gemeinsam mit Ihren Gästen Zeuge eines ganz
> besonderen Versprechens sein darf.
>
> Sie haben sich zusammengefunden, um nach schweren Schicksalsschlägen und
> manchen Irrwegen ein neues Glück aufzubauen.
> Dazu muss man den Sinn des Lebens verstehen, das uns in jeder Not und
> Betrübnis immer wieder seine Sonnenseite zeigt.
>
> Wir alle spüren es, dass es etwas großes und schönes ist, wenn zwei
> Menschen sich einander gefunden haben und wie jeder den anderen soviel
> bedeutet, dass beide den künftigen Weg gemeinsam gehen wollen.
>
> Sie suchen das Glück der Ehe in einem Lebensalter, das die Sorglosigkeit
> überwunden hat. In Ihnen lebt nicht mehr das Schwärmerische und
> Unbekümmerte der Jugend, sie tragen schwer an Dingen, die den Jungen
> leichter erscheinen.
>
> Und so fühlen Sie tiefer und verantwortungsbewusster die Bedeutung des
> heutigen Tages.
> Sie haben sicher auch über Dinge nachgedacht, die andere Menschen
> vielleicht nicht berühren und haben Lebenserfahrung sprechen lassen, wo
> andere sich auf den Zufall verlassen.
> Dafür sind nun die Grundlagen für Ihre Ehe sicherer, fester und
> zuverlässiger als die manch anderer.
>
> Sie haben mir erzählt, dass Sie sich schon fast Ihr ganzes Leben kennen.
> Viele Jahre haben Sie nebeneinander gewohnt und auch da als gute Freunde
> vieles gemeinsam getan.
>
> Aber jeder musste seinen eigenen Weg gehen. Das Leben hat Ihnen nicht nur
> Gutes beschert, sondern auch sehr viel Schweres aufgegeben.
>
> Doch Sie beide haben sich niemals aus den Augen verloren und einer hat
> aus der Ferne am Schicksal des anderen teilgenommen.
>
> Zu einem Zeitpunkt, wo es für Sie liebe Frau ....., so aussah, dass das
> Leben trostlos ist und Ihnen keine Perspektive mehr eröffnet,
> kam Herr ..... und nahm Ihr Leben in seine Hände.
>
> Sie meinten nie mehr so glücklich sein und erst recht nicht mehr zu
> heiraten.
>
> Alle Schwierigkeiten und Bedenken räumte er aus dem Weg und nahm Sie in
> seinem Haus auf - und in sein Leben.
>
> In seinem Herzen waren Sie wohl schon immer.
>
> Nun wollen Sie füreinander sorgen und einander helfen in allen Tagen.
>
> Beide verbindet die Sehnsucht nach dem anderen, der gemeinsam mit ihm den
> Weg wandert, der vor Ihnen liegt.
> Mit Besonnenheit und froher Erwartung können Sie sich der Zukunft
> zuwenden.
>
> Gestützt auf Ihre reiche Lebenserfahrung schaffen Sie sich das Heim und
> die Häuslichkeit, nach der Sie sich sehnen und sich geborgen fühlen.
>
> Ich brauche Ihnen für Ihre Zukunft keine guten Ratschläge zu geben.
> Sie haben weit mehr Erfahrung als ich.
>
> Nur ein kleines nettes Gedicht, das ich auf einem Kalenderblatt entdeckte,
> möchte ich Ihnen noch vortragen.
>
> Geh nicht allein durchs Leben,
> das ist die viel zu schwer,
> es gibt so viel zu heben,
> allein drückt`s dich so sehr.
> Es gibt so viel zu klagen,
> du darfst nicht einsam sein,
> es gibt so viel zu tragen,
> geh nicht allein!
>
> Geh nicht allein - das Leben
> Ist einem viel zu reich;
> Man muss dem Andren geben,
> sonst bricht der eigne Zweig.
> Man muss die Freude teilen
> und teilen seine Pein
> und miteinander weilen -
> geh nicht allein!
>
> Nun ist der entscheidende Augenblick da:
> Sie werden sich nun gleich das Ja-wort geben und darum bitte ich Sie mit
> mir aufzustehen.
>
>
>

 
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