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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede (244)
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> Eheschließung am XX. Dezember 2006
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> Liebe Frau xxxxxxx, lieber Herr xxxxxxxx.
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> vor einiger Zeit haben Sie die Eheschließung bei mir angemeldet.
> Ich habe alle rechtlich Voraussetzungen geprüft und kann Ihnen mitteilen,
> dass Ihrem Ja-Wort heute nichts mehr im Wege steht.
> Ich freue mich sehr sie noch ein kurzes Stück auf dem Weg in Ihr Eheleben
> begleiten zu dürfen und möchte deshalb gerne noch ein paar persönliche
> Worte an Sie richten.
>
> An Ihrem heutigen Festtag wird Ihnen immer wieder das Wörtchen "Glück"
> begegnen. Ihre Familie die gleich Zeugen sein werden, wie sie als frisch
> gebackenes Ehepaar diesen Raum verlassen, werden Ihnen Glück für die
> gemeinsame Zukunft wünschen.
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> Es wird vielleicht auch passieren, dass Ihnen heute noch einen
> Schornsteinfeger begegnet, der die Braut küssen sollte oder vielleicht
> auch Hufeisen oder anders was Sinnbild für Ihr Glück sein soll.
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> Was aber wird sich wohl hinter den Glückwünschen verbergen?
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> Ich habe ein sehr schönes Gedicht von Clemens Brentano gefunden, welches
> zeigt, dass Glück unendlich viel sein kann.
> Ich möchte es Ihnen gerne vorlesen.
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> Tja und so könnte man das wohl noch lange ausschmücken.
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> Sie haben beide nun das große Glück, den Partner gefunden zu haben, der
> das Leben mit Ihnen teilen möchte; Ihnen in guten, wie in schlechten
> Zeiten zur Seite steht und eben all das, was Glück sein kann mit Ihnen
> gemeinsam erleben will.
>
> Liebe Frau XXXXXX, lieber Herr XXXXXX, Sie beide haben mir verraten, dass
> Sie sich nun schon seit 30 Jahren zueinander gehören. Irgendwann einmal
> sind Sie aufeinander aufmerksam geworden, haben sich lieben und schätzen
> gelernt.
>
> Ihr Partner ist für Sie einzigartig. Sie haben eine gemeinsame
> Vergangenheit und eine gemeinsame Zukunft.
> Und..eigentlich könnte man Ihnen heute schon zu Ihrer Perlenhochzeit
> gratulieren. Denn diese steht über dem 30. Hochzeitstag.
>
> Sie haben sich bereits ein gemeinsames Zu Hause geschaffen, haben schon
> eigene Kinder und Enkelkinder. All das was einem sehr jungen Paar noch
> bevorsteht haben Sie mit Bravour gemeistert. Sie kennen Ihren Partner wohl
> schon in und auswendig.
> Er beginnt den Satz und Sie denken Ihn zu Ende.
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> Kann man da noch von einer Entdeckungsreise reden, die die Ehe bereithält?
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> Ja, denn:
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> Ein Eheleben, sei es auch noch so lang, reicht nicht aus, um den Partner
> den man liebt zu begreifen und zu verstehen.
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> Solange nämlich eine Liebe anhält, bleibt der Partner eine geheimnisvolle
> und deshalb anziehende Person.
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> Mit der heutigen Eheschließung geben Sie sich ganz offiziell das Ja-Wort.
> 2 x 2 Buchstaben werden Sie gleich rechtskräftig miteinander verbinden. Im
> Herzen sind Sie dies schon lange aber heute eben auch auf dem Papier.
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> Hier haben sich nun wahrlich 2 Herzen gefunden, geprüft und beschlossen
> die Zukunft als Ehepaar zu verbringen.
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> Denn wie sagt Schiller so treffend:
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> Drum prüfe, wer sich ewig bindet
> ob sich das Herz zum Herzen findet.
>
> Ich kann Ihnen nur bestätigen, dass eine liebevolle verlässliche
> Partnerschaft eines der besten Dinge ist, was einem Menschen im Leben
> wieder fahren kann.
> Wer einen Partner an seiner Seite weiß, der in beständiger Treue mit einem
> gemeinsam die Höhen und Tiefen des Lebens durchschreitet, wird das
> Phänomen erleben, dass sich Glück verdoppelt und Leid geteilt wird.
>
> Genau solch eine irdische Partnerschaft, oder auch solch eine himmlische
> Ehe auf Erden wünsche Ihnen beiden von Herzen.
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> TRAUFORMEL
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> Nun liebe Frau XXXXXX und lieber Herr XXXXXXX möchte ich zum wichtigsten
> Moment des heutigen Tages kommen und bitte alle hier im Raum, sich wegen
> der Besonderheit des Augenblickes von Ihren Plätzen zu erheben.
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> Vor Ihren Trauzeugen frage ich Sie
> Herr XXXXXXXX, ist es Ihr eigener freier Wille mit der hier anwesenden
> XXXXXXXXXX, geborene XXXXXX die Ehe einzugehen so antworten Sie bitte mit
> JA.
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> Ebenso frage ich Sie, Frau XXXXXXXX, geborene XXXXXX, ist es ihr eigener
> freier Wille mit dem hier anwesenden XXXXXXX die Ehe einzugehen, so
> beantworten auch Sie meine Frage mit JA.
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> Nachdem Sie nun beide vor mir der zuständigen Standesbeamtin erklärt
> haben, dass Sie die Ehe miteinander eingehen wollen erkläre ich Sie
> nunmehr kraft Gesetzes und Kraft meines Amtes zu rechtmäßig verbundenen
> Eheleuten.
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> Als äußeres Zeichen ihrer Verbundenheit, bitte ich Sie nun sich ihre
> Eheringe anzustecken.
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>
> Glück
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> Glück ist gar nicht mal so selten,
> Glück wird überall beschert,
> vieles kann als Glück uns gelten,
> was das Leben uns so lehrt.
>
> Glück ist jeder neue Morgen,
> Glück ist bunte Blumenpracht.
> Glück sind Tage ohne Sorgen,
> Glück ist, wenn man fröhlich lacht.
>
> Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
> Glück ist Sonne nach dem Guss.
> Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst,
> Glück ist auch ein lieber Gruß.
>
> Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
> Glück ist weißer Meeresstrand.
> Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
> Glück ist eines Freundes Hand.
>
> Glück ist eine stille Stunde,
> Glück ist auch ein gutes Buch,
> Glück ist Spaß in Froher Runde,
> Glück ist freundlicher Besuch.
>
> Glück ist niemals ortsgebunden,
> Glück kennt keine Jahreszeit,
> Glück hat immer der gefunden,
> der sich seines Lebens freut.
>
> -Clemens Brentano-
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