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TRAUUNGSREDEN
 
TRAUUNGSANSPRACHE (16)

Frage, nach Ausweisen Ehepaar und Trauzeugen?
Frage, nach Ringen?
Aufnahme der Daten der Trauzeugen!
Frage, ob alle Traugäste anwesend?
Sehr geehrtes Fräulein (Frau) ...., sehr geehrter Herr ....!
(Wertes Brautpaar! / Liebe ......, lieber ........!)
Werte Trauzeugen und Traugäste!
Begrüßung persönlich bekannter Anwesender!

Liebe(r) .............!
Sehr geehrte(r) ......!
BEGRÜSSUNG:

Ich darf Sie(Euch), wertes Brautpaar, und Ihre(Eure) Gäste zur feierlichen Trauung hier im Trausaal des ………… Rathauses recht herzlich begrüßen.
Diesen Raum, den Sie(Ihr) als Braut und Bräutigam betreten haben(habt), werden(werdet) Sie(Ihr) als Mann und Frau (mit einem gemeinsamen Familiennamen) verlassen.
Dieser Ihr(Euer) Entschluß bedeutet, daß Sie(Ihr) vor mir - als dem dazu ermächtigten Standesbeamten - die Eheschließung nach den geltenden Gesetzen vollziehen wollen(wollt).
Der eigentliche Eheschließungsakt erfolgt in der Weise, daß Sie(Ihr) in Gegenwart zweier Zeugen und des Standesbeamten durch Ihr(Euer) "Ja"-Wort Ihren(Euren) freien und ungezwungenen Willen bekunden(bekundet), die Ehe miteinander einzugehen.
Als Standesbeamter und damit Vertreter des Staates möchte ich Sie(Euch) mit den wichtigsten persönlichen Folgen Ihres(Eures) heutigen Schrittes vertraut machen:
Wie bereits bei der Ermittlung der Ehefähigkeit - dem sogenannten "Aufgebot" - hingewiesen wurde, sind die Voraussetzungen für die Eheschließung
* die Ehemündigkeit, d.i. die Erreichung des gesetzlichen Mindestalters;
* die Geschäftsfähigkeit;
* das Nichtvorhandensein bestimmter verwandtschaftlicher oder wahlverwandtschaftlicher Verhältnisse zueinander und
* das Nichtbestehen einer etwaig bereits eingegangenen Ehe;

- 1 -
Entsprechend dem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch geben(gebt) Sie(Ihr) mit der Eheschließung Ihren(Euren) gesetzmäßigen Willen kund,
* in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben,
* Kinder zu zeugen, sie zu erziehen, und
* sich gegenseitig Beistand zu leisten.
Grundsätzlich sind die Ehegatten in ihren persönlichen Rechten und Pflichten zueinander - mit wenigen Ausnahmen - gleichberechtigt.
Gemeinsames Wohnen, Treue, anständige Begegnung und Beistand der Eheleute zueinander sind mit der umfassenden ehelichen Lebensgemeinschaft gemeint.
Zur Deckung der Ihren(Euren) Lebensverhältnissen angemessenen Bedürfnisse, besonders bei der Haushaltsführung und Erwerbstätigkeit, haben(habt) Sie(Ihr) gemeinsam beizutragen.
Es hat im Erwerb ein Ehegatte mitzuwirken, wenn ihm dies zumutbar und es nach den Lebensverhältnissen der Ehegatten üblich ist.

NAMENSFÜHRUNG:

Gemeinsamer Familienname:
Ein wesentliches Merkmal Ihrer(Eurer) Eheschließung ist der gleiche Familienname.
Sie(Ihr) haben(habt) - entsprechend den gesetzlichen Möglichkeiten - durch Ihre(Eure) Erklärung den Familiennamen des Mannes (der Frau) als gemeinsamen Familiennamen bestimmt.

Doppelname:
Ein wesentliches Merkmal der Eheschließung ist die Bestimmung über die Namensführung der Ehegatten.
Sie(Ihr) haben(habt) durch Ihre(Eure) Erklärung den Familiennamen des Mannes (der Frau) als gemeinsamen Familiennamen bestimmt;
weiters führt die Frau (der Mann) durch Nachstellung (Voranstellung) Ihres bisherigen Familiennamens einen Doppelnamen.

Namensbeibehaltung - Mann gemeinsamer Familienname Kind :
Zur Namensführung darf ich festhalten, daß die Frau erklärt hat ihren bisherigen Familiennamen weiterführen zu wollen.
Mangels Abgabe einer Namensbestimmungserklärung ist der Familiennamen des Mannes als Familienname der aus der Ehe stammenden Kinder bestimmt.

Namensbeibehaltung - Frau gemeinsamer Familienname Kind:
Zur Namensführung darf ich festhalten, daß die Frau erklärt hat, ihren bisherigen Familiennamen beizubehalten.
Die Eheschließenden haben den Familiennamen der Frau zum Familiennamen der aus der Ehe stammenden Kinder bestimmt.


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Ausländer:
Die Namensführung richtet sich jeweils nach den gesetzlichen Bestimmungen Ihres Heimatstaates.
[Sie führen daher den Familiennamen des Mannes (Frau) als gemeinsamen Familienname.]
[Der Mann führt den Familiennamen .... Die Frau führt den Familiennamen ....]

Ich kann Ihnen(Euch) hier sicherlich nur einen Überblick zu den wesentlichen gesetzlichen Bestimmungen geben, da es nicht meine Aufgabe ist, Ihnen(Euch) die mit der Ehe befaßten Gesetze vorzutragen.
Betrachtet man die Ehe als Bild so würde ich die Gesetze, die Paragraphen als den Rahmen des Bildes bezeichnen der das ganze abgrenzt und auch einen Schutz für den Bildinhalt also die Eheführung darstellen. Der Bildinhalt - die Eheführung - ist jedoch von Ihnen(Euch) selbst gestaltbar; d.h. es liegt zum überwiegenden Teil in Ihren(Euren) eigenen Händen Ihre(Eure) Ehe zu einer glücklichen zu gestalten.
ENTSCHEIDUNG ZUR EHE:

"Jeder ist seines Glückes Schmied" heißt es in einer Redewendung. Dieses selbstgeschmiedete Glück ist wohl auch Ihr(Euer) heutiger Schritt in die Ehe, denn mit dem schlichten Wörtchen "Ja", schließen(schließt) Sie(Ihr) heute den sogenannten "Bund fürs Leben" und geben(gebt) Sie(Ihr) sich(Euch) gegenseitig das Eheversprechen.
„Alter schütz vor Liebe nicht, aber Liebe vor dem Altern“ meint Coco Chanel

Während Ihrer(Eurer) Verlobungszeit beziehungsweise Ihren(Euren) vorehelichen Beziehungen, haben(habt) Sie(Ihr) Ihre(Eure) charakterlichen Seiten kennenlernen können.
Mit Ihrer(Eurer) heutigen Vermählung wird Ihr(Euer) gegenseitiges volles Vertrauen bestätigt. Sie sind davon überzeugt, daß Sie(Ihr) Ihr(Euer) ganzes weitere Leben miteinander verbringen wollen.
Ich darf daher auch annehmen, daß Sie(Ihr) sich(Euch) des Ernstes und der Tragweite Ihres(Eures) heutigen Entschlusses voll und ganz bewußt sind(seid).

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ALLGEMEINE ANREGUNGEN:

Sehr geehrte(s) Frau (Fräulein) ...., sehr geehrter Herr ....!
Ob Sie(Ihr) miteinander glücklich werden(werdet), liegt im wesentlichen in Ihren(Euren) Händen.
Was kann man zum ehelichen Glück beitragen?
* Im Gespräch das Einvernehmen finden,
* füreinander Opfer bringen,
* mit Geduld und Einfühlung aufeinander Rücksicht nehmen,
* stehts bemüht zu sein, füreinander liebevoll zu sorgen,
* einander in den frohen und vor allem in den trüben Stunden, welche früher
oder später auch einmal vorkommen werden, bester Freund und guter
Kamerad zu sein,
* ein unerschütterliches Vertrauen zueinander,
sind einige Punkte zu Ihrem(Eurem) gemeinsamen Lebensglück.
Seien(Seid) Sie sich(Euch) stets bewußt, daß all Ihr(Euer) Tun nun auch Ihren Lebenspartner berührt. Ertragen Sie des anderen Fehler mit Geduld und mit Einsicht, da Sie(Ihr) selbst ja auch nicht ohne Fehler sind(seid), und leben(lebt) Sie nicht neben-, sondern füreinander.
Daß es auch einmal zu Meinungsverschiedenheiten kommen kann, ist vielleicht das Ergebnis Ihres(Eures) intensiven Zusammenlebens. Diese wieder zu bereinigen bedarf es oft nur einer kleinen Geste von Nachgiebigkeit und Verständnis für die Eigenheiten des anderen Ehepartners, um die Ehe harmonisch und zur Freude für Sie(Euch) und auch Ihre(Eure) Mitmenschen zu gestalten.

BEI GESCHIEDENEN/VERWITWETEN:

Sie(Ihr/Du) (beide), Herr/Frau ............... waren(wart/warst) bereits verheiratet und beziehen(bezieht/beziehst) daraus sicherlich eine gewisse Erfahrung. Eine solche Lebenserfahrung kann jedoch nahezu nur unter Schmerz und Leid gewonnen werden, sodaß Ihr(Euer) heutiger Entschluß - neuerlich einen Ehebund zu schließen - sicherlich wohl überlegt ist.
Ich möchte Ihnen(Euch) zu Ihrem(Eurem) mutigen Entschluß gratulieren; lassen(laßt) Sie sich(Euch) weder durch Reden von außen noch durch eigene Erinnerungen in Ihrer(Eurer) Zweisamkeit beirren.


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NACHKOMMENSCHAFT:

Ehepaar ledig ohne gemeinsame Kinder!
Sollte Ihre(Eure) Ehe mit Nachkommenschaft gesegnet werden, so wird es Ihre(Eure) schönste aber auch schwerste Aufgabe sein, diese Kinder durch eine liebevolle Erziehung und vor allen Dingen durch ein gutes Beispiel zu anständigen Menschen und vollwertigen Staatsbürgern heranzuziehen.
Viele Sorgen und Opfer wird Ihnen(Euch) die Erziehung der Kinder kosten, doch werden sie alle aufgewogen durch die Freude, wenn Sie(Ihr) sie heranwachsen sehen(seht).
Die Kinder werden Ihnen(Euch) die Mühen und Plagen mit Liebe und mit Anhänglichkeit vergelten.

Ehepaar ledig mit gemeinsamen Kind(ern)!
Eine der schönsten aber auch schwersten Aufgaben in der Familie ist sicherlich die Erziehung der Kinder. Sie sollten durch eine liebevolle Erziehung und ein gutes Beispiel zu anständigen Menschen und vollwertigen Staatsbürgern heranerzogen werden.
Viele Sorgen und Opfer wird Ihnen(Euch) die Erziehung der Kinder kosten, doch werden sie alle aufgewogen durch die Freude, wenn Sie(Ihr) sie heranwachsen sehen(seht).
Die Kinder werden Ihnen(Euch) die Mühen und Plagen mit Liebe und mit Anhänglichkeit vergelten.
Ihr(Ihre/Euer/Eure) gemeinsames(n) voreheliches(n) Kind(er) ............. wird(werden) mit Ihrer(Eurer) Eheschließung - als leibliche Eltern - legitimiert, das heißt, daß das(die) Kind(er) mit dem Tag der Eheschließung der Eltern ehelich wird.
Das Geburtsstandesamt des(der) Kindes(r) erhält von Ihrer Verehelichung eine Mitteilung, sodaß Sie(Ihr) sich(Euch) in den nächsten Wochen eine neue Geburtsurkunde mit den berichtigten Daten dort ausstellen lassen können(könnt).


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ÜBERGANG:

Sehr geehrte(s) Frau (Fräulein) ..., sehr geehrter Herr ....!
(Wertes Brautpaar! / Liebe ......, lieber ........ )!
Wenn wir nun zur eigentlichen Trauungszeremonie kommen, darf ich Sie(Euch) noch darauf aufmerksam machen, daß Ihr(Euer) Schritt in die Ehe von den besten Wünschen Ihrer(Eurer) nächsten Angehörigen, Freunde und Bekannten begleitet wird.
Sie(Ihr) beide sind(seid) erfüllt vom Vertrauen zu Ihrem(Eurem) Lebenspartner dem Sie(Ihr) nun die Hand fürs Leben reichen(reicht).
Mit Ihrem(Eurem) guten Willen und Vorsatz, stets ein angenehmer Weggefährte und ein echter Lebenspartner zu sein, steht Ihrem(Eurem) gemeinsamen Glück nichts mehr im Wege.

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EHESCHLIESSUNG:

In Anbetracht der Wichtigkeit der folgenden Handlung bitte ich Sie(Euch), wertes Brautpaar, und Sie(Euch), werte Trauzeugen, sich von Ihren(Euren) Sitzen zu erheben.
Ich frage Sie(Dich) nun Herr ..................... ist es Ihr(Dein) freier und ungezwungener Wille, mit dem(der) hier anwesenden Fräulein (Frau)................... die Ehe zu schließen, so antworten Sie mit "Ja"?
Nun frage ich auch Sie(Dich), Fräulein (Frau) .................... ist es auch Ihr(Dein) freier, ungezwungener und unumstößlicher Wille, mit dem hier anwesenden Herrn .................. die Ehe einzugehen, so antworten Sie mit "Ja"?
Nachdem Sie(Ihr) beide meine Frage mit "Ja" beantwortet haben(habt), kann ich kraft des mir vom Staate übertragenen Amtes aussprechen, daß Sie(Ihr) nunmehr
rechtmäßig verbundene "Eheleute"
sind(seid).
Seien(Seid) Sie sich(Euch) bemüht, die Versprechungen, die Sie(Ihr) sich(Euch) bis heute gegeben haben(habt), immer ehrlich und getreulich einzulösen, möge Ihnen(Euch) aber auch andererseits das Leben alle Ihre(Eure) Wünsche in Erfüllung gehen lassen.
Ringwechsel!

Diese Ringe (und der nunmehr gleichlautende Familienname (und der nunmehr abgeänderte Familienname)),
Herr und Frau ..............,
sollen ein Zeichen Ihrer(Eurer) Gemeinsamkeit und des ehelichen Versprechens sein.
Tragen(Tragt) Sie diese Ringe stets als ein Symbol der unverbrüchlichen ehelichen Treue. Halten(haltet) Sie sie in Ehren als ein Andenken an den heutigen, für Sie(Euch) bestimmt denkwürdigen Tag.
Ich bitte Sie(Euch), wiederum Platz zu nehmen.

- 7 -
PROTOKOLL:

Über Ihre(Eure) soeben erfolgte Eheschließung habe ich ein Protokoll - das Ehebuch - vorbereitet, das anschließend vom Brautpaar und den Trauzeugen zu unterfertigen ist.
Ich bringe das Protokoll jetzt zur Verlesung und bitte Sie(Euch), sollten darin Fehler auftauchen, mich darauf aufmerksam zu machen, damit ich sie noch vor Fertigung der Niederschrift berichtigen kann.
Verlesung des Ehebuches!

Unterfertigung der Niederschrift durch Brautpaar und Trauzeugen!

SCHLUSSWORTE:

Werte Eheleute ...........!
Mit der erfolgten Unterfertigung des Ehebuches durch das Brautpaar, die Trauzeugen und den Standesbeamten ist die standesamtliche Trauung abgeschlossen.
Ich wünsche Ihnen(Euch) herzlich, daß Sie(für Euch) mit dieser Stunde eine wirklich gute Ehe nun beginnen(beginnt), Ihnen(Euch) dieser Tag durchs ganze Leben als einer der Schönsten im Gedächtnis bleibe und Sie(Ihr) Glück und Frieden in der Ehe finden(findet), wie Sie(Ihr) es (Euch) ersehnen(ersehnt) und erträumen(erträumt) und es Ihnen(Euch) alle Ihre(Eure) Verwandten, Freunde und Bekannten sicherlich auch wünschen.
Als kleines Erinnerungsgeschenk darf ich Ihnen(Euch) die Wappenkerze der Gemeinde ........ überreichen.
Seitens des (der) Wohnsitz-Bürgermeister(s) .......... darf ich Ihnen(Euch) zur Verehelichung die herzlichsten Glückwünsche aussprechen.
Auch meinerseits die herzlichsten Glückwünsche und alles Gute zum gemeinsamen Lebensweg.
Übergabe der Urkunden,
persönliche Glückwünsche,
Geschenk mit Glückwunschkarte bei Ehepaar aus Verbandsgemeinde!


 
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