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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (258)

Die Ansprache

Begrüßung
Ich heiße Sie alle recht herzlich willkommen hier im Standesamt von ... (Ort). Für die, die mich noch nicht kennen, mein Name ist ... (Name) und ich bin hier seit ... (Zahl) Jahren Standesbeamter der Gemeinde (Stadt) ... (Gemeinde/Stadt). (Alternativ: und ich habe in der Funktion als erster Bürgermeister der Gemeinde ... (Ort) die Aufgabe, Trauungen vorzunehmen.)

Einleitung
Was liegt näher, als an Ihrem Hochzeitstag vom Glück zu sprechen:

Zitat
Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht,
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
Glück ist Sonne nach dem Guss,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst,
Glück ist auch ein lieber Gruß.

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

Die ist ein Gedicht von Clemens von Brentano. Und Herder schrieb in seinem "Eid":

Zitat
"Es ist immer ein Glück, wenn sich zwei Menschen finden und einander so gut verstehen, dass sie zusammenbleiben wollen, denn das Glück geliebt zu werden, ist das höchste Glück auf Erden."

Heute sind wir also zusammengekommen, Ihrem persönlichen Glück, Ihrer trauten Zweisamkeit eine äußere Form zu geben. Die Ehe ist nur eine Variante des Zusammenlebens. Neben der nichtehelichen Lebensgemeinschaft wählten Sie die verbindlichere Form. Doch das Glück ist nicht vom Trauschein abhängig, sondern von Ihrer Lebensweise und Ihrer Einstellung zum Leben.

Wie das Gedicht von Clemens von Brentano beschreibt, sind es oft Kleinigkeiten, die uns glücklich stimmen. Ist man zu zweit und versteht sich gut, scheint einem das Glück in diesem Sinne fast nachzulaufen. Man ist glücklich, nicht allein aufstehen zu müssen, nicht allein frühstücken zu müssen. Man empfindet es als Glück, die Arbeit zu teilen. Glücklich ist man auch, jemanden zu haben, der einem zuhört, mit dem man seine Sorgen besprechen kann. Glück erlebt man aber vor allem, wenn man die Freizeit gemeinsam genießt, zusammen ausgeht, es sich daheim gemütlich macht oder gemeinsam den Urlaub verbringt.

Schlussgedanke
Heute an Ihrem Hochzeitstag wünsche ich Ihnen, dass Sie Ihren Blickwinkel stets auf das Glück ausrichten, denn auf diese Weise werden Sie ein harmonisches Eheleben führen können.

Trauungsvorgang
Mit diesen Worten möchte ich nun meine kleine Ansprache schließen und ich bitte Sie, sich von den Plätzen zu erheben.

Ich frage nun Sie, Herr ... (Vor- und Familienname), ist es Ihr freier und eigener Wille, mit der hier anwesenden Frau ... (Vor- und Familienname) die Ehe zu schließen, dann antworten Sie mit "Ja".

Wollen auch Sie Frau ... (Vor- und Familienname), aus freiem und eigenen Willen mit dem hier anwesenden Herrn ... (Vor- und Familienname) die Ehe schließen, dann antworten auch Sie mit "Ja".

Da Sie beide meine Frage übereinstimmend mit "Ja" beantwortet haben, stelle ich fest, dass Sie damit kraft Gesetzes rechtlich verbundene Ehegatten sind.

Ringwechsel
Als Zeichen Ihrer ehelichen Verbundenheit dürfen Sie sich jetzt Ihre Ringe anstecken.

Glückwunsch
Zu guter Letzt möchte ich Ihnen noch meinen herzlichsten Glückwunsch, verbunden mit allen guten Wünschen für Ihre gemeinsame Zukunft, ausdrücken.

 
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