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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (260)

Ich begrüße sie recht herzlich zu standesamtlichen Eheschließung im ..
Mein besonderer Gruß gilt natürlich dem Brautpaar. Daher heiße ich dich.. und dich... sowie eure Trauzeugen herzlich willkommen.
Im leben eines jeden Menschen gibt es Stunden, die seine Zukunft entscheiden uns sein Schicksal bestimmen. Ihr beide seid heute hier zusammengekommen, um einen neuen Abschnitt in Ihrem Leben zu beginnen.

Zu diesem Anlaß werden euch in vielfacher Weise Glückwünsche entgegenbracht - man wünscht euch Glück für den gemeinsamen Lebensweg. Aber Glück ist niemals an einen Ort gebunden, es kennt auch keine Jahreszeit, sondern wird immer dort gefunden, wo Menschen bereit sind das Du dem Ich voranzustellen.

Schon in einem altbekannten Sprichwort heißt es: Glück ist das einzige das sich verdoppelt in dem man es teilt!

In euerm Leben sollte aber nicht nur das Glück sondern ganz im besonderen die Freundschaft die euch miteinander verbindet von Dauer sein.

Denn der tiefere Sinn einer jeden Ehe, den besten aller seiner Freunde an seiner Seite zu haben.

Einen Freund, den man alles erzählen kann und vor dem man auch keine Geheimnisse hat.

Die Basis für ein harmonisches Zusammenleben ist unter anderem auch das aufeinander Rücksicht nehmen, das Miteinander Sprechen und Ausreden und die Achtung voreinander.

Das klingt zwar alles sehr einfach, ist es aber mit Sicherheit nicht. Denn die Sprachlosigkeit zum Beispiel, die kommt ja nicht über Nacht, auch nicht mit Anmeldung oder Vorwarnung, sondern sie schleicht sich ganz allmählich ein.

Eine erschienene Studie ergab, daß nach fünf Jahren Ehe die Partner nur noch durchschnittlich fünf Minuten pro Tag miteinander sprechen. In eurer Ehe sollte es aber nicht so weit kommen, daß eine Redensart Anwendung findet, die besagt: Im Ehestand muß man sich streiten, um dadurch voneinander etwas zu erfahren.

Doch ein Streit läßt sich mit Sicherheit nicht vermeiden. Meiner Meinung nach sollte er aber ein reiningendes Gewitter sein, nachdem man sich wieder versöhnen kann.

Versucht über die anstehenden Probleme sachlich und ohne Tabus zu diskutieren, denn Ihr werdet mir sicherlich zustimmen, daß es keinen sinn hat, sich gegenseitig Beleidigungen und Vorwürfe an den Kopf zu werfen. Dadurch werden die entstandenen Gräben nur noch größer und eine Versöhnung in weite Ferne gerückt.

Ich bin der Ansicht, daß man so manchen Streitigkeiten vorbeugen kann, indem man über Meinungsverschiedenheiten sofort spricht und nicht so lange wartet, bis man sich nichts mehr zu sagen hat.

Es ist daher ein sinnvolles Ziel, wenn ihr euch vornehmt auch in späteren Jahren miteinander im Gespräch zu bleiben, damit die Sprachlosigkeit in eurer Ehe keine Chance hat.

Eure gegenseitige Liebe braucht auch einen guten Nährboden. Vertrauen, Offenheit, Ehrlichkeit und Treue zueinander sind das Fundament - der Nährboden eurer Ehe. Dieser Boden gibt euch Halt und Kraft für das gemeinsame Wachsen.

Mit dem Jawort, das ihr heute einander gebt, stellt ihr eure Lebensgemeinschaft unter den Schutz des Gesetzes.
Ihr gebt einander das Versprechen, euer Schicksal zu verbinden, in Freud und Leid dem anderen Beistand zu leisten und ein guter und verläßlicher Partner zu sein.

Somit wende ich mich den gesetzlichen Bestimmungen zu und ersuche euch, sich zur Abgabe eurer Erklärung von den Plätzen zu erheben.

......

Durch eure Worte und Unterschriften habt ihr heute die Ehe geschlossen. Doch meiner Meinung habt ihr sie nicht geschlossen sondern eröffnet.

Ich persönlich wünsche euch für den künftigen Lebensweg alles Gute, verbringt miteinander noch oft so glückliche Tage wie heute, damit eurer Eröffnungstag immer in freudiger Erinnerung bleibt.
 
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