logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede (284)

Liebes Brautpaar, ......... und ..........
sehr geehrte Zeugen, werte Gäste!


Ich begrüße euch alle recht herzlich im Standesamt ........ und freue mich, dass ich als Standesbeamtin heute feststellen und beurkunden darf, dass ihr mit dem Ja-Wort rechtlich verbunden Eheleute seid.
Auch in vielen Jahren noch, soll euch dieser Tag in schöner Erinnerung bleiben.


Liebes Brautpaar!

Sowie das Erwachen der Natur im Frühjahr Blumen und Bäume zum Blühen bringt, ist eure Liebe gewachsen.
Waren es am Beginn eurer Beziehung vielleicht nur Neugierde und Sympathie am anderen, ist daraus immer stärker Zuneigung, Vertrauen und letztendlich Liebe entstanden.


Eine Liebe, die euch bewogen hat, ab heute einen - sehr entscheidenden Lebensabschnitt - anzutreten: Eure EHE

Das klingt jetzt sehr gewichtig, ist es aber nicht, denn außer das ...... einen neuen Familiennamen erhält, ändert sich ja nichts.

Das Füreinanderdasein kennt ihr Zwei ja schon.
Ihr wohnt schon längerer Zeit miteinander und habt wahrscheinlich schon Höhen und Tiefen eurer Beziehung erlebt.
Nur jetzt wollt ihr vorm Gesetz als rechtmäßig verbundene Eheleute gelten.
Und ich finde es sehr wichtig, dass ihr das macht. Denn es gibt nichts Schöneres, wenn ich weiß, dass in guten sowohl auch in schlechten Tagen, in Gesundheit und in Krankheit für mich jemand da ist und mir zur Seite steht.


Mit diesen Ja erklärt ihr euch bereit, euren gemeinsamen Weg mit allen Höhen und Tiefen zu gehen, und für euren Partner Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für euer gemeinsames Glück, denn es liegt in euren Händen, was ihr daraus macht.

Ein altbekanntes Sprichwort sagt:

" Jeder ist seines Glückes eigener Schmied"

Ihr habt schon sehr viel zusammen geschmiedet und ich hoffe, ihr werdet nie aufhören zu schmieden, damit ihr einen unendlich langen gemeinsamen Weg des Glückes, Hand in Hand beschreiten könnt.

Auf diesem Wege möchte euch an dieser Stelle ein kurzes Gedicht vom österreichischen Dichter Erich Fried vorlesen:


Was es ist


Es ist Unsinn, sagt die Vernunft.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.

Es ist Unglück, sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst.
Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.

Es ist lächerlich, sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.


Wenn ihr euch jetzt euer Ja-Wort gebt, so tut dies
- mit dem Bewußtsein, die Verantwortung füreinander zu übernehmen
- mit der Bereitschaft, einander zu verzeihen,
- mit dem Vorsatz, eurem Partner treu und selbstlos zur Seite zu stehen,
- und vor allem dann, wenn es Schwierigkeiten gibt, den guten Willen zu bewahren und einander glücklich zu machen.

Ich möchte euch nun bitten, das Füreinander mit eurem Ja- Wort zu bestätigen.
Wegen der besonderen Bedeutung dieses feierlichen Aktes, bitte ich euch aufzustehen.


Ich frage dich, ..............., ist es dein freier Wille und unbeeinflußter Entschluß mit deiner Braut ................ den Bund der Ehe zu schließen, dann antworte mit einem deutlichen JA.


Ebenso frage ich dich, ................................, ist es auch dein freier Wille und unbeeinflußter Entschluß und bist du bereit mit deinem Bräutigam .................. den Bund der Ehe zu schließen, dann antworte auch du mit einem deutlichen JA.

Nachdem ihr nun vor euren Zeugen erklärt habt, die Ehe miteinander eingehen zu wollen, spreche ich aus, daß ihr von nun an rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Zum äußeren Zeichen eurer Verbundenheit bitte ich euch nun die Ringe zu tauschen.

Bitte nehmt wieder Platz.

Der Ring am Finger ist symbolisch ein Kreis und so soll es auch mit eurer Liebe und eurem Verstehen zueinander sein.
Eine Liebe und Treue, die wie der Ring ein ganzes Leben halten und nie enden wolle.


Euer Verprechen von nun an in einer Ehegemeinschaft zusammenleben zu wollen, wurde im Ehebuch unseres Standesamtes eingetragen. Ich werde euch diesen Eintrag nun auszugsweise vorlesen.
Wenn ich mit dem Vorlesen fertig bin, nehmt bitte auf meinem Sessel Platz und ergänzt diesen Eintrag mit eurer Unterschrift.
Die Zeugen bitte ich ebenso im Anschluß daran zu unterschreiben.

Ehebucheintragung Nr. .... aus dem Jahr ...... des Standesamtes ...................
Die Wanderung durch das künftige Eheleben wird über viele Hügel und Täler führen und von schönen Erlebnissen geprägt sein.
Die Freuden des Einen werden verstärkt vom anderen, ebenso wird das Leid vom Partner geteilt.
Das Wissen um das Verständnis, die Unterstützung bei Problemen und Schwierigkeiten durch den Partner helfen entscheidend bei der Bewältigung der Aufgaben.
Dieses gemeinsame Miteinander wünsche ich euch für eure Wanderung eurer Ehe.


In diesem Sinne schließe ich nun eure Trauung, wünsche euch alles, alles erdenkliche Liebe und Gute für eure gemeinsame Zukunft und euch allen noch einen wunderschönen Tag.



 
zurück zur Übersicht