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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (310)

Sehr geehrtes Brautpaar !
Liebe !
Lieber !

Ich darf Euch, Eure Eltern, und alle hier anwesenden Verwandten und Freunde auf das Herzlichste begrüßen.
Ich begrüße auch Eure Trauzeugen, Herrn und Herrn sehr herzlich.

Als Standesbeamter der Gemeinde Wald a.Sch. freut es mich besonders, daß Ihr beide mich als Euren Standesbeamten auserwählt habt und ich der sein darf, Euren bereits begangenen gemeinsamen Lebensweg auch unter dem Schutze des Gesetzes zu stellen.

Bevor ich jedoch den gesetzlichen Akt Euer Trauung vornehme, möchte ich Euch noch einige persönliche Gedanken in die bevorstehende Ehe mitgeben, wobei ich aber weiß, daß Einiges an diesen Gedanken in Eurem bisherigen Zusammenleben vielleicht schon vorgekommen ist.

Liebe !
Lieber !

Ihr seid sicherlich heute mit dem Gefühl und der Überzeugung hierher gekommen, füreinander bestimmt zu sein, miteinander gut auszukommen und auch glücklich zu werden.

Die gemeinsame Freude an schönen Erlebnissen, aber auch die gemeinsame Bewältigung von Sorgen, ist die schönste und Erhabenste Aufgabe einer Ehe.

Gerade deshalb solltet Ihr Euch bemühen, wirklich alles weitgehend gemeinsam zu gestalten, Eure Pläne miteinander zu schmieden, die Wünsche und Absichten des anderen zu respektieren und sich vor allem in den Belangen des Alltags auszusprechen und miteinander zu bereden.

Sprecht wirklich über alles und zeigt Euch einander immer wieder, wieviel Ihr Euch gegenseitig bedeutet und zeigt auch ,daß Ihr Verständnis und Liebe geben könnt und Ihr zusammenhaltet und den künftigen Weg gemeinsam gehen wollt.

Einer unserer großen Dichter sagte über den Sinn der Ehe:

"Es ist schön für andere zu leben ! "

In diesem einfachen Satz liegt das ganze Geheimnis der Ehe verborgen.
Das Wollen zum gemeinsamen Schaffen, zum gemeinsamen Streben, zum Füreinanderdasein.

Ich wünsche Euch, daß Ihr nun diesen Menschen gefunden habt, der bereit ist, Freud und Leid mit ihm zu teilen.
Trefft daher Eure Entscheidung so, daß dieser wertvolle Schatz erhalten bleibt - in Liebe, Zuneigung, Ehrlichkeit und Vertrauen.
Dies alles sind Tugenden, die zu allen Zeiten wichtig sind - und gerade in unseren heutigen Tagen.

Diese Dankbarkeit fühlen, aber auch zeigen, kann sich wie ein goldener Faden durch den Alltag ziehen, aber diese Dankbarkeit darf weder gewohnheitsmäßig gefordert noch "geliefert" werden.

Wenn Ihr die leise, die innere Dankbarkeit in Euch und miteinander bewahrt, habt Ihr damit einen Ehegrundstein gelegt, der wichtiger ist als jeder noch so erstrebenswerte Grund.

Es muß Euch bei Eurem gemeinsamen Leben immer bewußt bleiben, daß Euer gemeinsames Glück nicht von
Besitzungen und Geld,
einer gesicherten Existenz,
den Zeit und Lebensverhältnissen,
oder gar von den Mitmenschen abhängig ist,

sondern vor allem davon, daß Ihr Euch beide miteinander gut versteht und gegenseitig achtet.

Vergeßt aber auch nicht, daß es bei Eurem Zusammenleben, Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse geben kann.

Oft sind es nicht die großen Probleme, die eine Beziehung scheitern lassen, sondern vielmehr Kleinigkeiten, die sich aber im Laufe der Jahre summieren.

Lebt daher nicht nebeneinander, sondern immer nur füreinander und sucht nicht zuerst Euer eigenes Glück, sondern das des Anderen, denn dann werdet Ihr bestimmt auch Euer eigenes finden und Eure Ehe wird Euch so viel Glück und Freude bieten, daß Ihr das heutige Ja-Wort nie zu bereuen braucht.

Liebe !
Lieber !

Denk auch bei Eurem weiteren gemeinsamen Zusammenleben immer daran, daß es im Leben kein Leid gibt, das nicht wieder Freude nach sich zieht und daß es auch keine ernsten, trüben Tage gibt, denen nicht wieder freundliche Tage folgen.

In diesem Sinne, liebe und lieber werde ich nun den gesetzlichen Akt Euer Trauung vollziehen und ich bitte Euch und Eure Zeugen, sich von den Sitzung zu erheben.

Ich frage nun Dich Herr , ist es Dein freier und ungezwungener Wille mit Deiner hier anwesenden Braut die Ehe einzugehen, dann spreche ein deutliches JA.

Und frage ich Dich, Frau , ist es auch Dein freier und ungezwungener Wille mit Deinem hier Anwesenden Bräutigam die Ehe einzugehen, dann spreche auch Du ein deutliches JA.

Euer gegenseitiges JA, als Ausdruck Eures Willens ein Ehepaar zu werden, habe ich vernommen.

Mit diesem JA-Wort habt Ihr nun vor Euch, Euren Zeugen, Eltern und allen hier anwesenden Freunden und Bekannten ein Gelöbnis über Euren weiteren gemeinsamen Lebensweg abgelegt.

Ich erkläre daher Kraft meines Amtes, daß Ihr ab nun rechtsmäßig verbundene Eheleute seid.

Zum sichtbaren Zeichen Euer innigsten Verbundenheit bitte ich Euch nun, sich gegenseitig die Ringe anzustecken.

Eure Eheschließung ist im Ehebuch Nr. eingetragen und ich lese Euch nun diese Eintragungen vor.

Ich bitte Euch, liebes Brautpaar, und Eure Zeugen um Unterfertigung dieses Ehebuches.


Liebe !
Lieber !

Ich wünsche Euch von ganzem Herzen, alles Gute für die Zukunft, daß -wie der Ring kein Ende hat- bestes gegenseitiges Verstehen, Zufriedenheit und Glück in Eurem Leben nie ende.

Eure Liebe und Euer Vertrauen zueinander immer so wie heute bleibt und möglichst alles wahr werde, was Ihr Euch voneinander erwartet.

Denkt in Eurem weiteren Zusammenleben immer daran, daß Ihr durch kleine Aufmerksamkeiten, liebevolle Rücksichtnahme, bereite Hilfe, Verständnis füreinander und durch freundliche Worte der Anerkennung Eure Liebe und Eure Zuneigung bekunden könnt.

Nützt diese Gelegenheiten und Ihr werdet immer einen glücklichen Menschen an Euer Seite haben, aber auch selbst Euer Glück finden.

Möge Euch immer bewußt bleiben, daß Ihr mit dem heutigen Ja-Wort die Verantwortung füreinander übernommen habt und nie eine Stunde komme, in der Ihr Euren Entschluß bereuen müßt.

In diesem Sinne schließe ich nun Eure Trauung, erinnert Euch immer wieder gerne an dieses heutige Versprechen, nehmt die frohe Stimmung und die gute Laune des heutigen Tages mit auf Euren gemeinsamen Lebensweg und beginnt mit dieser Stunde eine gute, harmonische und vor allem glückliche Ehegemeinschaft.

Ich erlaube mir noch, Euch auf ein Glas Sekt einzuladen.


 
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