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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (325)

Eine besondere Aufgabe eines Standesbeamten ist, wenn sich zwei Menschen füreinander entschieden haben, - sie zu verehelichen.
Aus diesem erfreulichen Anlass, heiße ich dich ... und dich .... hier im Trauungssaal der Marktgemeinde ....... herzlich willkommen. Ein besonderer Gruß gilt auch der Trauzeugin ...... und dem Trauzeugen ......

In diesem Haus wurde schon vor Jahrhunderten, so wie heute das Schicksal von Menschen gelenkt und bestimmt. Die schönste Art der Lenkung und Bestimmung ist die Verbindung von zwei Menschen, die einander in Liebe zugetan sind und den Bund der Ehe schließen wollen. So ist wohl die selbstbestimmte Stunde der Eheschließung einer der bedeutungsvollsten Augenblicke im Leben eines Menschen. Die Lenkung übernimmt vielfach das Schicksal.

Wir alle sind heute hier zusammen gekommen um in diesem kleinen feierlichen Rahmen ........ und ......... auf den Weg in die gemeinsame
Zukunft zu geleiten. Aus beiden spricht "du bist der, dem meine Liebe gehört. Ich will zu dir gehören. Aus deiner Kraft und Liebe schöpfen und dir das Gefühl geben, du bist mir das Wichtigste in meinem Leben". Diese innige Liebe zueinander, hat Eueren Entschluss bewirkt, zu heiraten.

Dieser heutige Tag bedeutet auch Rückschau auf Geschehenes, Abschluss des Vergangenen, ein Hoffen und Sehnen, ein Glücksgefühl, sich Neues erschließen zu können. So soll Euere Ehe unter einem besonderen Glücksstern stehen, denn welche Jahreszeit könnte würdiger sein um in den Ehestand zu treten, als der Wonnemonat Mai, wo alles, so auch Euere Liebe beginnt, zu wachsen, zu erblühen und zu gedeihen.

So steht ihr heute mit eueren Wünschen, Sehnsüchten und Hoffnungen auf die gemeinsame Zeit, vor mir als Standesbeamter und wollt das "Ja-Wort" abgeben. So überschreitet ihr heute die Schwelle zum Leben in der Gemeinschaft der Ehe.

Denkt auf Euerem gemeinsamen Weg daran, dass Ihr einen Rückhalt in Euerer Ehe habt, der aus gegenseitiger Zuneigung besteht. Es soll uns allen bewusst sein, dass man dieses Glück nicht kaufen kann, sondern dass es das Resultat von eigener Anstrengung und dauernden Bemühen ist. Ihr werdet erfahren, dass es sich lohnt, wenn Euch ein Gefährte zur Seite steht, der mit dem heutigem Ja-Wort versprochen hat, im Zusammenleben mit Verständnis zu reagieren und wenn es nötig ist, auch Opfer zu bringen, damit Euere Ehe auch den Stürmen des Lebens standhält. Damit das Glück beschert wird, das Ihr Euch in Eueren Wünschen und Träumen vorstellt.
Das Glück hängt nicht so sehr von Geld und Gut, oder gar von den Mitmenschen ab, sondern vor allem davon, wie Ihr Euch mit den Menschen versteht, mit dem ihr die Zukunft teilen werdet.

Der Reichtum der Ehe ist daher nicht in materielle Dingen zu finden, sondern in den Gefühlen zueinander verankert und meint:
* loslassen zu können und doch getragen zu sein
* Halt zu geben und Halt zu finden
* Trost zu suchen und Verständnis zu erfahren,
* Fehler machen zu können und diese verziehen zu bekommen, aber besonders
* Liebe zu schenken und diese selbst zu spüren.

Sehr verehrtes Brautpaar, so liegt es nun nur an Euch, dieses Glück beim Schopf zu packen und daraus einen Bund fürs Leben zu gestalten. Es wird Arbeit an sich selbst kosten, doch dem Menschen, dem Ihr heute die Hand reicht, sollte Euch jede Mühe wert sein um das Gedeihen des Glückes zu fördern.

In dem nun folgenden Ehegelöbnis versprecht Ihr einander
Liebe zu geben, Treue zu halten, Achtung zu wahren, Verständnis zu zeigen und füreinander zu sorgen, damit die kommenden Jahre für Euch glückliche und zufriedene Zeiten bringen mögen.

Zu diesem Gelöbnis bitte ich das Brautpaar und die Zeugen aufzustehen.

Ich frage nun dich, Herr ......, ist es dein ernster, freier und wohlüberlegter Wille, die hier anwesende Braut ... zu ehelichen, sie zu lieben und zu achten, in guten wie in schlechten Tagen, dann antworte mit "JA".

Ich frage nun auch dich, Frau ......., ist es dein ernster, freier und wohlüberlegter Wille, den hier anwesenden Bräutigam ......., zu ehelichen, ihn zu lieben und zu achten, in guten wie in schlechten Tagen, dann antworte mit "JA".

In der traditionellen Zeremonie der Ringübergabe darf ich Euch bitten, dass ihr einander gegenseitig die Ringe reicht. Der Ring gilt als das Symbol der Vereinigung zweier Menschen. Tragt ihn mit dem guten Vorsatz den geliebten Menschen, der an Euerer Seite steht glücklich zu machen.

Reicht einander auch die Hände als Zeichen der Gemeinsamkeit, dass Ihr nunmehr "Hand in Hand" durchs Leben gehen wollt.

Ihr habt nun die Ehe nach den Vorschriften des Gesetzes geschlossen - ich freue mich Kraft meines Amtes aussprechen zu können, dass Ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid.
Euer "JA-Wort" gilt dem Menschen an Euerer Seite und bedeutet: Ich liebe Dich, so wie Du bist und es gilt dem Menschen der kommenden Jahre und sagt: Ich vertraue Dir! Dieses sich trauen, Vertrauen, Treue, sind Werte, ohne den keine Gemeinschaften wie Ehe und Familie, Freundschaft und Partnerschaft bestehen kann. Denn ohne Treue ist das Leben - in der Ehe - nicht denkbar.

Eine Gemeinschaft, so auch die Ehe bedeutet, dass jeder nach Möglichkeit seinen Betrag leistet, damit es ein lebendiges Miteinander ist und bleibt.
Verliert nie das gegenseitige Vertrauen zueinander und vergesst nie miteinander zu reden, was Euch bewegt, und vor allem, was ihr vom anderen erwartet.

Schaut deshalb aufeinander, vor allen darauf, dass es dem Partner gut geht. Erwartet nicht, dass der Andere Gedanken lesen kann, sagt und sprecht Euere Sorgen und Nöte aus, damit sie gelöst werden können oder leichter zu tragen sind. So auch die Wünsche, Hoffnungen und Gefühle, damit sie in Erfüllung gehen können.

Ihr seid auch bereits Eltern. Bei allen Freuden und Verpflichtungen, die sich daraus ergeben, vor allem für die Erziehung der Kinder, Euerer Tochter ... sorgt auch dafür, dass Euch Freiraum und Zeit bleibt, einmal nur Mann und Frau zu sein.

Bevor wir dem Abschluss der Trauung näher kommen, ist das Ehebuch zu verlesen, dass nach Ende der Trauung vom Brautpaar und den Zeugen zu unterschreiben ist.

Mit den Worten, "Wer den anderen liebt, lässt ihn gelten, so wie er ist, wie er gewesen ist und wie er sein wird", schließe ich die Trauung und beglückwünsche das Ehepaar Berger auf das Herzlichste. Die guten Wünsche aller Anwesenden sollen Euch auf dem gemeinsamen Lebensweg begleiten!!!


 
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