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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (341)

Liebes Brautpaar, werte Trauzeugen und Gäste des
Brautpaares!

Ich begrüße sie alle recht herzlich zu der heutigen Eheschließung hier im Trauungssaal der ... .
Solch ein Anlass soll auch im Standesamt einen festlichen Rahmen haben, darum möchte ich vor der eigentlichen Trauung ein paar persönliche Worte
an sie richten.
Anlässlich der persönlichen Vorsprache des Bräutigams wurde mir bekannt, dass das Wandern eines Ihrer gemeinsamen Hobbys sei, das Sie also sehr
verbindet. Darum habe ich es auch heute zum Thema meiner kleinen Ansprache gemacht.
Von heute an sind Sie unterwegs auf der Tour des Lebens zu zweit. Ein gemeinsames Hobby zu haben, ist ein wesentlicher Bestandteil einer guten Partnerschaft. Für die Freizeit ist es wichtig, dass Sie beide eine Gemeinsamkeit haben, die Ihnen beiden Spaß macht.
Grundsätzlich geht jeder von Ihnen seinen eigenen Weg. Das ist auch gut so. So behält jeder seine Freiheit, wie sie auch in einer Partnerschaft ganz wichtig ist. Jeder
muss auch mal seinen eigenen Weg verfolgen können, unabhängig vom anderen. Jeder hat so sein Tempo, braucht ganz individuelle Verschnaufpausen.
Heute nun beginnt Ihr Eheleben. Sie starten eine große gemeinsame Tour. Zu Beginn der Wanderung musste die Route geplant werden. Sie setzten sich zusammen und haben Ihre Zukunft besprochen. Wichtige Entscheidungen, zum Beispiel wo Sie wohnen werden, welchen beruflichen Werdegang Sie einschlagen
wollen, wie Sie die täglichen Pflichten aufteilen wollen, haben Sie bereits gemeinsam getroffen.
Dann kann die Wanderung beginnen. Mal wird der eine, mal der andere vorangehen. Wichtig ist jedoch zusammenzubleiben, und nicht dem anderen davonzugehen, sondern auf sein Tempo Rücksicht zu nehmen. Manches Mal lässt es der Weg zu, dass man nebeneinander gehen kann. Das macht dann besonders Spaß, auf gleicher Ebene zu sein. Dieses gute Gefühl hat man auch, wenn man auf gleicher Wellenlänge liegt, wenn man sich versteht, ohne viele Worte sagen zu
müssen.
Die Wanderung durch ihr gemeinsames Leben führt Sie unweigerlich über Berge und durch Täler. Bei einer schönen Aussicht schlägt jedes Wandererherz höher. So ist es auch, wenn Sie sich wortlos verstehen. Wenn jeder nur den anderen anschauen muss und weiß, man denkt und fühlt das Gleiche, wenn man sich in den Armen liegt, Harmonie spürt und sich getragen fühlt von der Zuneigung und Zärtlichkeit des anderen. Doch bei jeder Wanderung haben Sie oft auch schwierige Passagen zu bewältigen. Diese stellen eine Herausforderung dar. Die Berge in einer Partnerschaft sind die Krisenherde, die Meinungsverschiedenheiten. Da heißt es taktisch sein: Vielleicht einen Gang herunterschalten und die Kräfte einteilen und besonders aufeinander Rücksicht nehmen. Es kann auch sein, dass einer in einer solchen Situation vorangeht. Doch dann ist es eine Selbstverständlichkeit, oben angekommen auf den anderen zu warten. Denn Sie wollen ja schließlich gemeinsam ans Ziel kommen. Liebe und Wertschätzung beweist sich in schwierigen Situationen. Vor Pannen ist man nie ganz gefeit, darum vergessen Sie das Verbandszeug nicht. Damit meine ich: es gibt immer Wege in einer Partnerschaft, von neuem aufeinander zuzugehen. Echte Wanderfreunde fürchten sich nicht vor den Bergen und Pannen. Sie wissen, dass Sie sie bewältigen können. Diese Einstellung wünsche ich Ihnen auch für Ihr gemeinsames Eheleben. Möge Sie auf Ihrer Wanderung durchs Leben meist gutes Wetter begleiten, sodass Sie die Schönheiten, die sich Ihnen auf dem Weg bieten, genießen können. Vergessen Sie nicht zwischendurch ein paar Pausen für Ruhe und Erholung einzulegen und immer ein Auge darauf zu haben, ob es auch dem Partner gut geht.
Sie werden nun im Kreise Ihrer Verwandten und Freunde den Bund fürs Leben schließen und damit fortan einen Partner an der Seite haben, der für Sie einzig
geworden ist, so wichtig, dass Sie nun einander vor allen das Jawort geben ...
Dafür darf ich Sie bitten mit mir aufzustehen ...

Trauformel
Nun frage ich Sie, Herr .... (Vor- und Familienname), wollen Sie mit der hier anwesenden Frau ... (Vor- und Familienname) die Ehe schließen, dann antworten Sie mit \"Ja\".
Ich richte meine Frage nun an Sie, Frau ... Ist es auch Ihr freier Wille, mit dem hier anwesenden Herrn ... die Ehe einzugehen, dann antworten Sie ebenfalls mit \"Ja\".
Da Sie beide meine Frage vor Ihren beiden Trauzeugen übereinstimmend mit \"Ja\" beantwortet haben, stelle ich fest, dass Sie nun kraft Gesetzes rechtlich verbundene
Eheleute sind.
Sie können sich nun Ihre Ringe anstecken, die auch heute immer noch ein Symbol dafür sind, dass Sie nunmehr fest verbundene Ehegatten sind.
Sie dürfen nun wieder Platz nehmen.
Meinen herzlichen Glückwunsch!!!


 
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