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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (346)

Als Standesbeamtin der Marktgemeinde ............ darf ich das Brautpaar, die beiden Trauzeugen sowie alle Festgäste recht herzlich hier im Standesamt ..........
willkommenheißen.

Es freut mich ganz besonders , und ich bin sehr stolz darauf, dass Ihr beide euch entschlossen habt, hier in ......... und vor allem vor mir als Standebeamtin Eure Ehe zu schließen , das ist etwas, was ja gerade in der heutigen Zeit nicht mehr so selbstverständlich ist.


Liebes Brautpaar !

Heute ist es soweit, der wohl wichtigste Tag in Eurem Lebens ist gekommen, denn
im Leben jedes Menschen ist der Hochzeitstag ganz bestimmt ein Höhepunkt.

Auch Ihr seid Euch bewußt, dass mit diesem Tag ein Abschnitt Eures Lebens zu Ende geht und ein Neuer, ein ganz anderer beginnt.

Mag dieser Tag nicht allzuviel verändern, so ist er doch eine entscheidende Wende in Eurem Leben.
Das beweist allein schon die Tatsache, dass Ihr ab heute einen gemeinsamen Familiennamen tragen werdet.


Ihr seid heute hier, um einander das JA-Wort zu geben, und um Eure Lebensgemeinschaft, die ja doch schon einige Zeit besteht, unter den Schutz des Gesetzes zu stellen, und den Bund fürs Leben zu schließen.


Indem ihr euch heute das JA-Wort gebt, übernehmt ihr eine große Verantwortung. Ihr seid ab heute nicht mehr für euch selbst, sondern für euren Partner und eure Familie verantwortlich.
Verantwortung wird manchmal mit Last, Mühe und Pflicht gleichgesetzt, in eurem Fall heißt Verantwortung jedoch, einander vertraut zu machen, einander helfen, unterstützen und respektieren.


"Die Ehe ist kein Fertighaus, sondern ein Gebäude, an dem ständig konstruiert und repariert werden muss".
Dieses Zitat von Jean Gabin zeigt uns, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein und miteinander reden zu können.
Miteinander Gespräche zu führen kann bedeuten, gemeinsam Gedanken zu finden, die man alleine nicht gehabt hätte.
Eine gute Kommunikationsebene ist unter anderem ein Geheimnis einer gut funktionierenden Partnerschaft.

Ihr steht heute am Beginn eines neuen Lebensabschnittes, von dem Ihr zwar Vorstellungen und Wünsche habt, wie er verlaufen soll, von dem Ihr aber trotz aller guten Vorsätze nicht wisst, was an Glück und Freude, aber auch an Sorgen und Leid kommen mag.

Versucht daher, die Zukunft gemeinsam zu planen und zu gestalten, sich in den Belangen des Lebens miteinander abzusprechen, die Meinung des Partner in die eigene miteinzubeziehen und natürlich auch zu respektieren.

Wir alle sind nicht ohne Fehler, doch gerade die Ehe erfordert so oft die kleinen Unstimmigkeiten des Partner zu übersehen, versuchts hin und wieder diese mit Humor und Diplomatie auszugleichen, ohne dass der Partner gleich umerzogen werden soll.
Jeder Mensch hat nämlich seine guten Seiten, und diese sollten meistens im Vordergrund stehen.

Man darf dabei aber nie vergessen, dass man seinem Partner immer mit der nötigen Achtung und Respekt zu begegnen hat.

Denn erst wenn man schon Jahre oder gar Jahrzehnte verheiratet ist, kann man sagen:
\"Nicht die große Taten fügten unser Leben zusammen,
sondern die kleinen unscheinbaren Gesten des täglichen Lebens.\"


Denn trotz aller guten Vorsätze wird auch in Eurer Ehe, wie sicherlich in fast jeder anderen auch, nicht immer alles Gold sein, was glänzt, und ihr werdet auch hin und wieder nicht immer gleicher Meinung sein.

Aber als erwachsene und erfahrene Menschen wisst Ihr aber, was Ihr vom Leben fordern dürft, Ihr gebt Euch keinen trügerischen Illusionen mehr hin und steht als pflichtbewußte Menschen mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität, und Ihr wisst ja, welch zäher Kampf es manchmal sein kann, auf dieser Welt zu bestehehen.
Und wie schwer es sein kann, einen Wege zu finden, der breit genug ist um sich nebeneinander noch genügend Platz zu lassen.

Ich wünsche Euch daher von Herzen, dass Ihr Euch im Laufe Eures gemeinsamen Lebens als Eheleute immer daran erinnert, dass ihr mit dem heutigen JA-Wort die Verantwortung für das Glück des Partner übernommen habt.


Am heutigen Tag sollte man sich aber nicht allzuviele Vorsätze und Versprechungen machen, - die man später oft mit aller Gewalt halten muß,
es genügt, wenn man sich hie und da und und ohne jeden Grund statt Versprechungen und Vorsätzen manchmal sagt:
Ich liebe Dich oder - Ich brauche Dich !!!!

Einen Menschen zu lieben, heißt auch einzuwilligen, mit ihm alt zu werden !

Passende Worte dazu fand Mark Twain, er sagte nämlich:
Weder Mann noch Frau wissen, was vollkommene Liebe ist, ehe sie nicht ein Vierteljahrhundert verheiratet waren.

Wenn Ihr in Eurer Ehe und Familie diesen guten Willen einen entsprechenden Stellenwert einräumt, bin ich sicher, dass Ihr in einer schönen und glücklichen Gemeinschaft leben werdet und auch Euren Kindern ein geborgenes Zuhause geben könnt.

Ich hoffe, Ihr habt meine an Euch gerichteten Worte nicht als Vorschriften oder Belehrungen aufgefasst, sondern einfach als gutgemeinte Ratschläge, als kleine Tipps und Hinweise zum gemeinsamen täglichen Leben.

In diesem Sinne wünschen wir alle, die wir heute an Eurem Bekenntnis zueinander teilnehmen, das Beste auf Eurem gemeinsamen Lebensweg, erinnert Euch immer wieder gerne an Euren Hochzeitstag, nehmt die frohen Stimmung und die gute Laune mit auf Euren gemeinsamen Lebensweg und beginnt mit dieser Stunde eine gute, glücklich und harmonische Ehegemeinschaft.

Ich bitte Euch nun aufzustehen und ich werde Euch diese kleine, aber doch so
bedeutende Frage stellen, eine Frage, die Euer ganzes künftiges Leben einschließt,
eine Frage, die Ihr zwar mit den Lippen beantworten,
aber mit dem Herzen und dem Willen zum gemeinsamen Leben wahrmachen müsst:

Willst Du, ........., Deine hier anwesende Braut,
............ zur Ehefrau nehmen, Ihr in guten, besonders
aber in schlechten Zeiten ein fürsorglicher und treuer Ehemann sein,
so sage "JA".

Willst auch Du, ...........; Deinen hier anwesenden Bräutigam
.....................zum Ehemann nehmen, Ihm in guten,besonders aber
in schlechten Zeiten eine treue und fürsorgliche Ehefrau sein,
so sage "JA".

Ihr habt nun die Ehe nach den Vorschriften des Gesetzes geschlossen,
und ich freue mich aussprechen zu dürfen, daß Ihr nunmehr rechtmäßig
verbundene Eheleute seid.

Zum Zeichen der äußeren Verbundenheit kommen wir nun zum Ringwechsel.
Ein Ring wie ihr wisst, hat keinen Anfang und keine Ende und soll Symbol für eine
beständige lebenslange Ehe sein.
Ringwechsel !!

Euer Versprechen, nunmehr in einer gesetzlichen Gemeinschaft leben zuwollen, wurde von mir im Ehebuch des Standesamtes ................. eingetragen, und ich bitte Euch nun, Eure Unterschriften darunter zu setzen.
Danach ersuche ich auch die beiden Trauzeugen zu unterschreiben
Zuerst Frau ...................... bitte ........

Eine bedeutungsvolle Stunde in Eurem Leben geht zu Ende -
-ich darf Euch im Namen unseres Bürgermeisters, Herrn .......................die allerherzlichste Glückwünsche übermitteln. UND ICH

persönlich - wünsche Euch,
- dass euer Herz füreinander schlägt,
- eure Augen einander liebevoll zuzwinkern,
- eure Ohren offen sind füreinander,
- euer Mund manches liebe Kompliment ausspricht,
- eure Hände gerne den anderen spüren, und
- eure Füße einen gemeinsamen Lebenweg gehen.

Herzl.Glückwunsch

 
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